Wir waren als Drachentöter und -ritter in Rivellon unterwegs und waren besonders von der Vertonung des RPGs begeistert!
Divinity 2: Ego Draconis
Von der Controller-Warte aus bleibt Divinity II relativ klassisch - gespielt wird mit WASD-Tastatur und Maus. Ganz genretypisch kann man sich zusätzlich dazu noch Zauber und Fähigkeiten auf die Zahlenleiste als Shortcut klemmen. Etwas komisch muten die extrem hohen Sprünge zwar an, sind aber teilweise schon von Vorteil. Ganz anders sieht es da mit dem Runterfallen aus: Egal, ob man nun vom Felsen rutscht oder absichtlich von seinem wirklich hohen Turm fällt, verletzen kann man sich nicht. Das nimmt dem Titel ganz einfach einen Teil seiner Authentizität, die für Rollenspieler ja häufig ganz besonders wichtig ist, viel wichtiger noch, als Grafik und Technik. Auch die Gegner-KI befleckt sich nicht sonderlich mit Ruhm: stellt man sich in einen Bach oder Fluss, sind viele Gegner schon zu doof um zu folgen, versteckt man sich hinter einem Hügel oder anderer Deckung, treffen die gegnerischen Spells auch kaum noch. Ganz schlimm sind schlussendlich die Flugpassagen als Drache geraten, die Steuerung geht viel zu hakelig von der Hand und auch sonst kommt kein rechtes Drachenfeeling auf. Zwar kann man, wenn man gut mitdenkt, seine Drachengestalt häufig nutzen, um besonders kniffligen Kampfsituationen aus dem Weg zu gehen, doch generell wirkt der Modus eher wie behäbiges Beiwerk, das nicht mehr so ganz fertig geworden ist.
