Dragon Age 2 im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Der Titel hat sich deutlich Richtung superblutigem Hack´n Slay entwickelt bei reduziertem RPG-Anteil.

Die Erwartungen an Bioware sind hoch, schließlich haben sie mit Dragon Age: Origins ein Rollenspiel geschaffen, welches mit Auszeichnungen überhäuft wurde und auch in der Käufergunst eine immense Beachtung fand. Doch schon mit dem Release der spielbaren Demo zu Dragon Age 2, die das Epos in die nächste Runde bringen soll, teilten sich die Lager der Fans. Die Meinungen über das Demo-Material gingen stark auseinander und es wurden sogar Stimmen laut, welche Dragon Age 2 gar den Status eines Rollenspiels absprechen. Aber reicht eine Demo-Impression aus ein Spiel zu bewerten? Es ist am Ende doch nur ein Eindruck, der zudem auch ganz falsch sein kann?! Um hier endlich für Klarheit zu sorgen, haben wir uns für euch todesmutig und Monstermetzelnd ins Getümmel gestürzt! Nicht zuletzt auch um die nicht ganz unwesentliche Frage mit zu beantworten, ob die deutlich kürzere Entwicklungszeit, verglichen mit dem Vorgänger, gereicht hat den mit Teil Eins erklommenen Thron zu verteidigen.

Viele rote Flecken

Dragon Age 2 Dragon Age 2 Dragon Age: Origins Kenner wird auf jeden Fall gleich ins Auge fallen, dass die Schöpfer dieses Mal sehr großzügig mit Splatter-Effekte umgegangen sind. Wenn sich unser Recke ins Kampfgetümmel wirft, bleiben von der Dunklen Brut nur noch Einzelteile übrig; Hier mal ein Bein, dort mal ein Torso, da mal ein Kopf. Und auch das Blut strömt dabei in Massen - wenngleich wir uns aber immer gewahr sein können: Die Frisur unseres Helden sitzt und bleibt clean. So kurios, vielleicht auch witzig es sich anhören mag, aber in diesem Punkt wurde die Grafik in keinster Weise überarbeitet und wirkt arg vorsintflutlich. Die Frisuren kommen schlicht fixierten Helmen gleich! Nichts bewegt sich und zudem werden die Haare von den massiv vorhandenen Blutfontänen stur ausgespart. Zugegeben, es ist ein in gewisser Weise unwichtiger Punkt, der aber nichts desto weniger mit der Zeit doch ziemlich ins Auge sticht. Außerdem, das lässt sich dann doch nicht negieren, leidet ein Stück weit die Glaubwürdigkeit des Spiels, wenn recht deutlich auffällt, dass in solch eher minimalistische Details nicht die nötige Sorgfalt investiert wurde.

Dragon Age 2 Dragon Age 2 In Sachen Animationen sind deutliche Qualitätsunterschiede festzustellen. So wurden die Bewegungen im Kampf zwar sichtbar verbessert, aber wenn unser Held vor uns her läuft wird man das Gefühl nicht los, dass er auf einem Einrad sitzt. Nur die Beine bewegen sich auf und ab - ähnlich dem Tretprinzip, der Rest allerdings wirkt sehr steif, beinahe schon, als seien die Hüft- bzw. Beckenknochen einheitlich austariert sowie fixiert. Störend oder nicht - entscheidet es für euch selbst; Fakt ist allerdings, dass dies eher zweischneidig anmutende Bewegungsmuster nicht mehr up to date ist. Dem gegenüber steht, wie angesprochen, das Kampfgebaren selbst, da sich unsere Schwertkämpfer sowie Magier und andere Party-Mitglieder als auch Gegner durchaus smooth bewegen, flüssig ihre Aktionen ausführen und so der Schnetzelei einen gesamt runden optischen Anstrich verpassen - ja, man kann sogar sagen, sehr dynamisch den Bildschirm mit Leben füllen.

Wenn wir zu Beginn eines Testes schon die eine oder andere Kritik äußern, dürfte damit fast schon klar sein, dass Dragon Age 2 ziemlich sicher ein zwiespältiger Titel geworden ist. Unsere begonnene Kritik zieht sich, ähnlich einem roten Faden, leider durch das gesamte Spiel. Trotzdem, und das lassen wir nicht außer Acht, hat der zweite Dragon Age Teil sehr viele gute Seiten, die wir natürlich behandeln und hervorheben werden.

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