Mit kurzer Verspätung kommt Dragon Age nun auch auf die PS3. Die Woche "Zusatzarbeit" hat sich gelohnt: Es ist toll geworden!
Nachdem Dragon Age: Origins schon seit Anfang November für die Xbox 360 und den PC im Handel steht, kam kürzlich nun auch die Playstation 3-Fassung offiziell heraus - mit über einer Woche (angekündigter) Verspätung. Gamezone-Redakteur Maximilian Kothe hat sich noch einmal nach Ferelden begeben, und ist immer noch begeistert: Die Playstation 3-Version steht der Xbox 360 in nichts nach.
Dragon Age: Origins ist ein Spiel von Bioware. Genau: Diejenigen, die sich für Rollenspiele, wie Baldurs Gate, Knights of the Old Republic oder das zuletzt veröffentlichte Mass Effect verantwortlich zeichnen. Bedarf es hierbei weiterer Worte? Man möchte meinen, Dragon Age: Origins sei aufgrund dessen quasi ein sicherer RPG-Hit. 2004 angekündigt, verspricht Bioware fünf Jahre später jetzt unzählige Spielstunden, eine riesige Welt und, kurz und bündig, ein Rollenspiel traditionsgerechter Art. Schon im Vorfeld wurden durch ein speziell angefertigtes Browser-Game, mehrere Romane und ein Pen&Paper-Ableger Aufmerksamkeit und Werbetrommel geschürt. Nun lautet die Frage nur noch: Berechtigt? Eine Reise nach Ferelden, dem Ort des Geschehens, sollte für die benötigte Aufklärung sorgen. Ist Dragon Age: Origins ein geistiger Baldurs Gate Nachfolger? Ein faszinierendes Rollenspiel? Ein Meisterwerk?
Origins und seine Herkunft
Dragon Age: Origins
Ihr befindet euch in Ländereien, die nicht nur von Menschen besiedelt werden. Weit im westlichen Frostgipfelgebirge hausen die Zwerge in ihren unterirdischen Gewölben, im östlichen Brecilianwald verbergen die wenigen Elfen, die ihre Vergangenheit überlebt haben, und aus dem Süden erwacht eine dunkle Macht aus ihrem Schlaf. Die dunkle Brut, nahe Verwandte der Orks aus Herr der Ringe, sehnt sich nach der Zerstörung von Ferelden. Mysteriöse Wesen, Geister, Magier und bisweilen auch Werwölfe sorgen letztlich dafür, dass ihr sofort wisst, dass Fantasy hier groß geschrieben werden muss. Und auch eine gehörige Brise Tolkien weht durch das Rollenspiel - doch dazu später mehr.
Dragon Age: Origins
Den Untertitel "Origins" trägt Dragon Age nicht umsonst. Denn erstellt ihr zu Beginn eures Abenteuers einen Hauptcharakter, der zwar nicht körperlich, dafür aber ausreichend im Gesicht bearbeitet und einem Geschlecht zugeordnet werden darf, werdet ihr sofort vor eine schwere Wahl gestellt. Wollt ihr als stämmiger Zwerg losziehen oder als schlanke Elfin? Seid ihr dann wiederum bereit, die Rolle eines in den Untergrund getriebenen Sklaven zu übernehmen oder startet ihr eure Reise als adeliger Bürger? Wie auch immer ihr euch entscheidet, ihr wählt schließlich einen von insgesamt sechs verschiedenen Einstiegen, der euch zum einen in das Spielgeschehen einführt, gleichzeitig aber auch sofort knallharte Entscheidungen fordert.
