Duke Nukem Forever im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Bier, Bitches, Anabolika und Aliens lassen den ehrwürdigen Duke nach dreizehn langen Jahren wieder auferstehen.

This game looks like shit, but I still ROCK!

Duke Nukem Forever Duke Nukem Forever Ohne Umschweife komme ich gleich zum größten Kritikpunkt des Duke Nukem: Die Aufmachung. Grafisch ist das Spiel mindestens eine Generation zu spät erschienen. Haare wirken wie hin geklebte Tonpapierfetzen, die Gesichtsanimationen waren schon auf der ersten Xbox überholt und die Texturen auf den Konsolen sind ein Graus. Jeder, wirklich jeder Gegenstand in Duke Nukem Forever wirft Treppen ohne Ende und die Objektstrukturen haben das wort "detailliert" wohl nur in anderen Zusammenhängen gehört. Desweiteren hat das Spiel stark mit Rucklern, Tearing, und heftigen Pop-Ups zu kämpfen. Oft entscheiden zwei Schritte ob nun rechts ein Baum erscheint oder nicht. Eine wahre Frechheit sind die langen Ladezeiten. Es ist uns beileibe nicht eingefallen für was das Spiel nun eigentlich so lange laden muss. Betrachtet man den Duke einmal im Spiegel bekommt man Bewegungsanimationen geboten von denen man eigentlich gedacht hätte sie wären nicht mehr existent und bei weitem nicht mehr relevant für ein Spiel im Jahre 2011. Aber wieder einmal beweist uns der Duke das Gegenteil. Zwar sind die grafischen Zustände im Vergleich von PC und Konsole auf dem Rechner weitaus weniger gravierend, wirklich hübsch wird der Titel dort trotz allem ebenfalls nicht.

Duke Nukem Forever Duke Nukem Forever Auch das Mischverhältnis zwischen den Sprüchen und den Spieleffekten ist suboptimal gelungen. Statt die Effekte für die wenigen Sekunden die ein Spruch des Duke dauert leiser zu drehen, lässt man sie in voller Lautstäre weiter durch die Boxen knallen. So bekommt der Spieler leider nur einen Bruchteil der Sprüche des Dukes mit, ohne dass er etwas dafür kann - Schwach! Und doch muss man dem Duke bei dieser langen Liste der Schwächen auch einräumen, dass er dem Fan genau das bietet was er sehen, hören und fühlen will. Der Bann des Spiels nimmt seinen Anfang bei der herrlich selbstironischen, hämischen und total überzogenen Aufmachung. Alleine die Tatsache ein Spiel auf dem Klo anfangen zu lassen und dabei den Spieler zum pinkeln zu animieren ist genau der Faktor der Beklopptheit den dieses Spiel als Basis braucht. Hinzu kommen die überzogenen Splatter-Effekte die einen Gegner fliegen und zerbersten lassen bis alles zu spät zu sein scheint. Den größten Teil des Erlebnisses macht der Hauptprotagonist selbst aus. Duke Nukem ist die Fleisch gewordene Vorstellung eines Mannes: Er bekommt alle Frauen, darf mit den dicksten Waffen Aliens plätten, sich dabei besaufen, Steroide einschmeißen und wird dafür auch noch von aller Welt geliebt. Zudem wird jeder Spruch aus seinem Mund automatisch und praktisch auf der Stelle zum Kult. Ebenso wie der subtile und meist sehr spitze Humor des Spiels. Man findet Anspielungen auf die unterschiedlichsten Spiele an jeder Ecke an welcher der Duke mal nicht in Form einer riesigen Statue oder eines Plakates vertreten ist. Der Duke verteilt auch diesmal mit Vorliebe Seitenhiebe und diese auch nicht zu knapp. Ein besonderes Lob verdient die englische Sprachausgabe die dem Duke einmal mehr die unvergleichliche Stimme verleiht. Dieses dunkle Tembre des Sprechers Jon St. John ist einfach unvergleichlich und passt wie Dukes Schuh in ein Aliengesicht. Aber auch die deutsche Synchronisation von Manfred Lehmann, den viele meist als Bruce Willis auf die Ohren bekommen, kann sich durchaus hören lassen. Jedoch sollte, wer des Englischen mächtig ist, seine Konsole auf Englisch stellen und den Duke so vernehmen wie man ihn schuf.

Meinung

Wertung zu Duke Nukem Forever (X360)

Wertung:

7.2 /10
Pro & Contra
Der Duke ist da!Dukes Sprüchemassig AliensGore-Effekteriesige Wummenfette Endbossefacettenreicher HumorSeitenhiebeMacho-EffektBabesTabubrüche en masseSchrumpffunktion
ClippingTearingfehlende KantenglättungPop-Upsaltbackenes Gameplayausgediente Spielelementematschige TexturenRuckler
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