Elden Ring: Shadow of the Erdtree im Test - Das Schattenland ist ein absolutes Spielweltwunder!

Test Stefan Wilhelm
Elden Ring: Shadow of the Erdtree im Test - Das Schattenland ist ein absolutes Spielweltwunder!
Quelle: Bandai Namco 

Tag und Nacht haben wir uns durch Elden Rings Mega-Erweiterung Shadow of the Erdtree gekämpft, um euch diesen Test zu liefern: From Softwares Monumentalepos ist hiermit auf eine wahrhaft schwindelerregende Größe gewachsen, aber stimmt auch die Qualität?

Hergehört, Befleckte! Der göttliche Miquella ist aus seinem Schlaf erwacht und in ein fernes Land gezogen, um seine Bestimmung zu erfüllen. Wenn ihr des Endgames mächtig seid, lädt er euch ein, ihm zu folgen - aber seid gewarnt: Diese Welt wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um euch zurück in euer modriges Grab zu schicken.

Lesetipp: In Shadow of the Erdtree stärker werden mit Scadubaum-Fragmenten - Fundort-Tipps

Mit Shadow of the Erdtree beendet From Software sein Monumentalepos, das in den zwei Jahren seit seinem Release buchstäblich unsere Seelen gefressen hat. Beim Umfang überzeugt die Erweiterung wie auch das Hauptspiel auf ganzer Linie: Wir haben in knapp 40 Stunden zwar die Weltkarte aufgedeckt und elf neue Hauptbosse erledigt, aber es sind immer noch Türen zugesperrt, Quests unerfüllt und Geheimnisse verborgen.

Kein Geheimnis ist dafür der Zugang zu den neuen Inhalten: Wir müssen General Radahn und Mohg, den Fürsten des Blutes, erledigt haben, bevor uns in Mohgs Bossarena ein neuer NPC erwartet. Nadelritterin Leda und ihr Gefolge wollen ins Schattenland ziehen, um auf Miquellas Spuren zu wandeln.

Berühren wir Miquellas vertrocknete Hand, die aus seinem Kokon hängt, werden wir schnurstracks in das neue Gebiet teleportiert - wobei das Wort "Gebiet" die schieren Ausmaße des Schattenlandes gar nicht umfassen kann.

Ein finsteres Weltwunder

Wir haben eine Welt erwartet, die ungefähr die Größe Limgraves einnimmt, und die haben wir auch bekommen. Allerdings nur, wenn man von oben auf die Karte blickt. Was dabei nicht abgebildet wird, sind die unvorstellbaren Höhenunterschiede, die wir bei jeder Reise einkalkulieren müssen. Überall recken sich monumentale Strukturen in den Himmel und darunter klaffen Abgründe, so tief, dass sie von der Wolkendecke verschleiert werden.

Shadow of the Erdtree weckt permanent den Entdecker in uns, denn jedes atemberaubende Panorama ist voller Gebilde, die wir unbedingt aus der Nähe sehen wollen. Dazu bietet die Welt optisch massig Abwechslung: Von den Grabhügel-Feldern verschlägt es uns in einen Turm, der bis zum Himmel emporragt, abseits des Hauptpfades finden wir etwa noch den unheimlichen Abgrundwald oder die malerischen Blumenwiesen des Hinterlands.

Das Artdesign ist einmal mehr phänomenal, Panoramen und Beleuchtung stehlen häufig sogar dem bildgewaltigen Hauptspiel die Show.

Der Befleckte blickt über die Grabhügel-Ebene Richtung Scadubaum. Quelle: Bandai Namco  In der Mitte der Karte thront mit der Festung der Schatten der wohl größte und komplexeste Dungeon, den From Software je gebaut hat. Allein diese Festung verbindet so viele Gebiete miteinander, dass wir dort bis zum Schluss neue Pfade gefunden haben.

Die goldene Regel aus dem Hauptspiel gilt immer noch: Wenn es interessant aussieht, dann können wir es auch irgendwie erreichen. Allerdings gestaltet sich die Erkundung des Schattenlands noch ein gutes Stück herausfordernder.

Weil die Karte der extrem zerklüfteten Landschaft kaum Rechnung trägt, haben wir teils stundenlang nach Zugängen gesucht, nur um sie dann zufällig viel später und ganz woanders zu finden. Das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren und unvermittelt in ganz neue Gebiete zu stolpern, kommt erfreulich oft vor und sorgt für großartige Momente.

Um es klipp und klar zu sagen: Das Schattenland ist das beste und vielschichtigste Gebiet, das Elden Ring (jetzt kaufen 129,99 € / 53,99 € ) zu bieten hat, und damit ist es ein neuer Gipfel von From Softwares legendärem Weltdesign.

Loot noch und nöcher

Der hohe Schwierigkeitsgrad spielt dem Erkundungsdrang dabei wieder voll in die Karten: Das Schattenland hält ein neues Fortschrittssystem bereit, mit dem wir daran gehindert werden sollen, schnurstracks zu den neuen Bossen zu laufen und sie mit unseren Endgame-Builds zu pulverisieren.

Die Obermotze haben teils enorme Lebensleisten, und um das auszugleichen, können wir Scadubaum-Fragmente und Verehrte Geisteraschen in der Spielwelt finden. Erstere erhöhen Angriff und Verteidigung, letztere verstärken unsere KI-Geister.

Bildergalerie

Die leuchtenden Kreuze, an denen Miquella Teile seines Körpers zurückließ, sind eine sichere, aber lange nicht die einzige Quelle für diese Upgrades. Wir finden sie auch versteckt in Dungeons oder bei den Leichen besonders starker Feinde. Der Machtgewinn ist deutlich spürbar, weswegen es immer eine gute Idee ist, vor einem Bosskampf die Umgebung abzugrasen.

Daneben gibt es natürlich bergeweise neue Ausrüstung zu finden, inklusive ganz neuer Waffenklassen: Leichte Großschwerter verbinden etwa die besten Eigenschaften von Hieb- und Stichwaffen und eignen sich perfekt für die hohe Geschwindigkeit der Bosskämpfe. Gleiches gilt für Rückhandklingen und Wurfdolche. Wer sich gerne mit den Fäusten duelliert, freut sich über Bandagen und Handschuhe mit Martial-Arts-Moveset. Parfümflaschen lassen uns schnell Elementarschaden versprühen.

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