Elex-Test: Technik, Komfort und Wertung
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Die dritte und letzte Seite der Elex-Review befasst sich mit Technik und Interface. Außerdem verraten wir im Fazit, für welchen Spielertyp sich das RPG eignet - und was für eine Wertung am Ende des Tests herausspringt.
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Die PC-Technik von Elex im Test-Check
Videos und Screenshots verraten es: Elex sieht nicht mehr ganz taufrisch aus, Piranha Bytes verwendet dieselbe Engine wie bei Risen 1-3. Das hat Konsequenzen: Einige Texturen sind arg niedrig aufgelöst und die Animationen, die bei Elex schon weit vor Release kritisiert wurden, wirken stets etwas abgehackt. Dafür gibt's schöne Lichteffekte, passabel detaillierte Gesichter und eine herrlich gestaltete Spielwelt - Design zählt hier definitiv mehr als pure Polygon-Anzahl. Weitere Stärken und Schwächen haben wir im Grafikvergleich-Video für euch aufgelistet:In einer Hinsicht kann man bei Elex nicht meckern: Die PC-Performance ist hervorragend. Ab 8 GB RAM und einer Grafikkarte der vorherigen Generation (im Testrechner steckte Nvidias GTX 970) sind 60 Fps garantiert, die Skala ist nach oben offen. Die Kollegen von PC Games Hardware haben detaillierte Benchmarks.
Mit Blick auf die furchtbaren Konsolenumsetzungen vergangener Piranha-Bytes-Spiele waren wir skeptisch, ob Elex auf PS4 und Xbox One überzeugen kann. Und tatsächlich zeigt sich im Test: Die Performance auf den Konsolen schwankt stark, von 20 bis 60 Fps ist alles dabei - selbst auf der potenten Playstation 4 Pro! Ein Framelock auf 30 Bilder pro Sekunde wäre besser gewesen, so nervt das unruhige Bild stark. Grafische Unterschiede zur PC-Fassung muss man derweil mit der Lupe suchen. Die Gamepad-Steuerung ist dafür gut gelungen.
Systemanforderungen für Elex
- Betriebssystem: Windows 7, 8, Windows 10 (64 bit)
- Prozessor: Intel Core i5 3570 oder AMD FX-6350C
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GTX 660 2 GB oder AMD Radeon HD 7850 2 GB
- DirectX: Version 11
- Festplatte: 35 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlen:
- Betriebssystem: Windows 7, 8, Windows 10 (64 bit)
- Prozessor: Intel Core i7-4790 oder AMD FX-8350
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GTX 1060 3 GB oder AMD Radeon RX 480 4 GB
- DirectX: Version 11
- Festplatte: 35 GB verfügbarer Speicherplatz
Quelle: PC Games
Die Begleiter-NPCs stechen aus der Masse an Figuren heraus und besitzen interessante Hintergrundgeschichten. Jeder Gefährte hat eine eigene Quest-Reihe.
Abseits der Optik überzeugt das technische Gerüst von Elex grundsätzlich. Besonders die Abwesenheit jedweder Ladezeiten nach dem Spielstart begeistert: Selbst bei der Schnellreise kommt es zu keiner Unterbrechung des Spielflusses. Wie zu Beginn erwähnt sind uns im Test keinerlei schwerwiegende Bugs aufgefallen, alle Quests ließen sich anstandslos lösen. Allerdings waren kleinere Grafik-Glitches immer wieder zu beobachten, etwa wenn das Clipping kurzzeitig aussetzte oder Schatten fehlerhaft angezeigt wurden. Das hatte aber ebenso wie die teils unnötig im Wind rotierende Vegetation keine Auswirkungen auf den Spielspaß. Ärgerlicher sind da vereinzelte KI-Hänger, etwa wenn Feinde mal an einer Kante hängen bleiben und man sie gefahrlos aus der Ferne umnieten kann.
HUD: Hässlich Und Deppert
So viel Mühe sich Piranha Bytes bei der Gestaltung der Elex-Spielwelt gegeben hat: Das Design der Benutzeroberfläche haben die deutschen Entwickler in den Sand gesetzt. Zum einen sind die Anzeigen auf dem Bildschirm sehr wuchtig und aufdringlich. Zum anderen ist das Inventar mit seiner schnöden Auflistung aller Gegenstände in unterschiedlichen Kategorien ähnlich schlecht an die Bedürfnisse einer Maussteuerung angepasst wie das Menüsystem von Fallout 4. Welche Waffen und Rüstungen gerade angelegt sind, erkennt man lediglich an einer schmalen blauen Umrandung des nichtsagenden Item-Symbols. Ohne Mod-Support für Elex wird sich das wohl auch nach Release nicht mehr ändern. Immerhin lassen sich alle Bildschirmanzeigen ausblenden. Blöd: Die sehr viel Platz einnehmende Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand verschwindet nur, wenn ihr auch auf den essenziellen Lebensbalken links oben verzichtet.
Quelle: PC Games
Die Menüs sind einfallslos designt und dazu noch ziemlich hässlich.
Etwas mehr Komfort bietet das Auftragsbuch; im Quest-Log markiert ihr per Tastendruck Missionen und bekommt so eine (optionale) Markierung auf Weltkarte und Minimap angezeigt. Top: Auf Wunsch geben euch die Gesprächspartner auch immer Wegbeschreibungen, damit ihr nicht nur per GPS und Autopilot durch die Welt düst, sondern sie tatsächlich erkundet. Das klappt überraschend gut und erinnert an alte Gothic-Zeiten. Ebenfalls schön: Im Logbuch könnt ihr alle Quest-relevanten Dialoge noch einmal nachlesen. Die Struktur der Aufgaben ist aber zuweilen chaotisch, gerade bei den Hauptmissionen sind die Quests verschachtelt aufgebaut, was zu Problemen bei der Übersicht führt.
Dazu kommt eine Merkwürdigkeit bei der (gößtenteils frei belegbaren) Steuerung: Leitern hinaufzuklettern dauert gefühlte Ewigkeiten. Aber so kennt man die Rollenspiele der Deutschen von Piranha Bytes ja: Kantig, unhandlich, bei weitem nicht so poliert wie der neueste AAA-Knaller - aber mit viel Seele. Elex stellt in der Beziehung keine Ausnahme dar.
Elex ist ab dem 17. Oktober 2017 für PC, Playstation 4 und Xbox One zu kaufen. Zum Release gibt es auch eine DRM-freie Version auf Gog.com. Die Retail-Fassung benötigt am PC zwingend eine Steam-Aktivierung.
Metacritic bewertet das Spiel mit 67%.
