Cineastisch, atmosphärisch und taktisch anspruchsvoll - Eriksholm: The Stolen Dream hat mich komplett begeistert

Special Matthias Dammes
Cineastisch, atmosphärisch und taktisch anspruchsvoll - Eriksholm: The Stolen Dream hat mich komplett begeistert
Quelle: River End Games / PC Games

Matthias konnte Eriksholm: The Stolen Dream, das Indie-Stealth-Spiel mit cineastischer Erzählung, anspielen und war sehr begeistert.

Auch die schick gestalteten Levels selbst verraten dem aufmerksamen Beobachter sehr viel. Sei es durch Plakate an Hauswänden oder die vielen Details in der Gestaltung der Umgebungen. Mit der frei drehbaren Kamera kann ich mir jeden Winkel der intelligent aufgebauten Levels anschauen. Das ist nicht nur spielerisch sehr nützlich, wozu ich gleich noch komme, sondern erlaubt es mir auch, die vielen Details gründlich zu studieren.

Neben den wunderschön anzuschauenden Umgebungen hat mir auch der sehr organisch wirkende und doch klug verschachtelte Aufbau der Levels hervorragend gefallen. Nur manchmal waren einige Bereiche zu offensichtlich mit Kisten und anderen Objekten zum Schleichen gestaltet.

Das Gameplay setzt auf "Weniger ist mehr"

Damit kommen wir dann auch mal zum Gameplay. Auch in diesem Bereich hat mir Eriksholm schon sehr gut gefallen. Dabei sind Echtzeit-Stealth-Taktik-Spiele wie Desperados, Commandos und wie sie alle heißen, nicht zwingend mein Genre. Aber die schwedischen Entwickler gehen mit ihrem Spiel einen Weg des Minimalismus, der mich irgendwie angesprochen hat. Was ich damit meine, ist, dass sie dem Spieler nicht ein halbes Dutzend spielbarer Charaktere mit diversen Fähigkeiten an die Hand geben. Hier gilt das Motto "Weniger ist mehr".

Am Anfang bin ich ausschließlich mit Protagonistin Hanna unterwegs, die zunächst auch noch keine besonderen Fähigkeiten hat. Wie der Creative Director erklärt, lassen sich durch intelligentes Leveldesign und Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung bereits erstaunlich viele spielerische Möglichkeiten schaffen, bevor überhaupt Fähigkeiten eingeführt werden. Das gelingt dem Team im ersten Level des Spiels auch wirklich hervorragend. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir etwas fehlt, und trotzdem waren die Schleichpassagen stets spannend.

Blick auf ein wunderschön gestaltetes Level. Quelle: River End Games Insgesamt wird es im Spiel drei spielbare Charaktere geben, die jeweils über eine spezielle Kampffähigkeit und einen Bewegungsskill verfügen. Hanna bekommt ein Blasrohr samt Pfeilen, mit denen sie Gegner betäuben kann. Außerdem hat sie die Fähigkeit, durch Lüftungsschächte zu kriechen. Zweite im Bunde ist Alva, die mit einer vielseitig einsetzbaren Steinschleuder ausgerüstet ist. Zusätzlich kann sie über Regenrinnen auf Häuser klettern. Als letzter kommt recht spät im Spiel noch Sebastian dazu, der Wachen lautlos ausschalten und schwimmen kann.

Die Entwickler haben also sehr genau darauf geachtet, dass jeder Charakter etwas Anderes ins Gameplay-Repertoire mitbringt. Das Zusammenspiel dieser Fähigkeiten ist der Schlüssel, um die immer komplexer werdenden Schleichszenarien zu meistern. Davon konnte ich mir im fünften Kapitel des Spiels bereits ein Bild machen. In diesem Level bin ich mit Hanna und Alva im Schutze der Dunkelheit unterwegs.

Schleichen in der Dunkelheit. Quelle: River End Games Das erste Ziel ist daher, nicht in die Kegel des herumschwenkenden Suchscheinwerfers sowie der Taschenlampen der Gegner zu laufen. Dann muss ich schauen, welche Wege die Charaktere nehmen können. So klettere ich mit Alva über eine Regenrinne auf eine erhöhte Position. Dort nutze ich die Schleuder, um ein paar Vögel zu erschrecken. Das wiederum macht eine Wache aufmerksam und gibt mir die Gelegenheit, mit Hanna schnell in eine andere Ecke zu schleichen. Beim Zusammenspiel meiner Charaktere ist häufig das richtige Timing von entscheidender Bedeutung, und die Zeitfenster sind teilweise sehr eng. Planung und die richtige Positionierung meiner beiden Figuren sind daher essenziell. Sollte ich erwischt werden, geht es zurück zum letzten Checkpoint, die aber zum Glück relativ fair gesetzt sind.

Fazit

Die Entwickler von River End Games haben mit ihrer zweistündigen Vorschaudemo vieles richtig gemacht. Sie haben mir einen Einblick in den Anfang des Spiels sowie ein späteres komplexeres Level gegeben und mich damit heiß auf das fertige Abenteuer gemacht. Die Zeit mit der Demo verging irgendwie wie im Flug. Da befürchte ich schon fast, dass die von den Entwicklern anvisierten zehn bis zwölf Spielstunden für die Vollversion für mich viel zu kurz sein werden.

Aber ich sehe mich ohnehin schon dabei, mir in den Levels noch mehr Zeit zu nehmen als jetzt beim Anspielen. Ich habe nämlich nicht alle Notizen und Geheimnisse entdeckt. Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, vor allem, da ich das damit betriebene Worldbuilding sehr spannend finde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Suche von Hanna nach ihrem Bruder weitergeht und welche kniffligen Schleichpuzzles mich noch erwarten.

Fazit

Eriksholm: The Stolen Dream verschmilzt eine cineastische Erzählung mit packendem Stealth-Gameplay und einer schicken, fiktiven, skandinavischen Spielwelt.

Eriksholm: The Stolen Dream wird von River End Games entwickelt und von Nordcurrent Labs vertrieben. Das Spiel soll 2025 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X erscheinen. Transparenzhinweis. Für die Erstellung des Artikels wurde vom Publisher eine Vorschauversion von Eriksholm: The Stolen Dream zur Verfügung gestellt.

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