Kann der Ausnahme-Racer die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen? Erfahrt es in unserem ausführlichen Review!
Der Online-Multiplayer
Quelle: Sony
Gran Turismo 5
Gran Turimso 5 hat auch abseits des GT-Modus noch etwas zu bieten. Da wäre der Arcade-Part, in dem man sich lose aussuchen kann, auf welchen Strecken und mit welchen Wagen man los brettern will, wahlweise im Splitscreen. Der Online-Modus verbindet uns mit den Spielern der Welt. Einmal angekommen, suchen wir uns eine Lobby aus und steigen unter den Bedingungen des Hosts ein, der allerlei Beschränkungen erteilen kann, was jedoch durchaus umständlich erfolgt. Ohne diese ist der Leistungsunterschied zu groß. Der Online-Multipalyer ist nettes Beiwerk, mehr nicht, da moderne Gepflogenheiten weggelassen wurden. Kein Levelaufstieg, keine Credits, keine direkte Verbindung zur Karriere, hier wäre mehr drin gewesen, vor allem weil der Netzcode sehr sauber ist und der Host jederzeit Störenfriede kicken kann. Mit der richtigen Gruppe kann man viel Spaß haben. Ranglisten, Meisterschaften, ein richtiges Matchmaking, all das fehlt unverständlicherweise. LAN-Duelle werden ebenfalls nicht unterstützt.
Der Streckeneditor ist letztendlich auch nicht das, was man sich als Spieler eventuell erhofft hat. Wer erwartet hat, dass er wie in ModNation Racers den Streckenverlauf genau bestimmen kann, der täuscht gewaltig. Man wählt ein Szenario aus, legt die Anzahl der Sektoren (maximal sieben) fest und bestimmt via Schieberegler, wie kompliziert und breit sie ausfallen sollen und wie eng die Kurven zu durchfahren sind. Man bestimmt also nur indirekt, wie eine Strecke auszusehen hat. Immerhin darf man seine Werke mit Freunden tauschen, ebenso wie die Bilder, die man im liebevollen Foto-Modus schießt. GT5 bietet eine optionale Funktion für das Headtracking an, die über das PlayStation Eye erfolgt. Das probiert man in der Cockpitansicht 1-2 Mal aus und lässt es wieder bleiben, da schnellere Bewegungen nicht sonderlich gut oder gar nicht erkannt werden. Der spielerische Nutzen ist zudem eher gering. Mit der passenden Hardware lässt sich außerdem der plastische 3D-Modus dazu schalten, bei dem sich Entfernungen durchaus besser einschätzen lassen. Da wäre noch der B-Spec-Modus, den ich am liebsten aus meinem Gedächtnis streichen würde, weil er das Langweiligste ist, was man sich in einem Rennspiel nur vorstellen kann. Man erstellt sich einen KI-Fahrer, der die Rennen für uns fährt. Wir geben ihm lediglich Anweisung per Funk, dass er doch bitte überholen oder schneller bzw. langsamer fahren soll. Rennen lassen sich nicht beschleunigen, wodurch man nur regungslos vor dem Bildschirm hockt und sich nebenbei vielleicht einen Kaffee kochen kann. Das nutzloseste Feature im ganzen Spiel, mit Abstand.
