Mainboards: Übertakter-Chipsätze und Formfaktoren
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Mainboards für die beiden Mainstreamsockel AMD AM4 und Intel 1200 gibt es schon ab etwa 50 Euro. Wir erklären Begriffe wie Sockel, Chipsatz und Formfaktor und klären, welche Rolle diese Dinge beim Kauf spielen. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit 40 Modellen für den Sockel 1200 zwischen 80 und 200 Euro.
Übertakter: Chipsatz bei Intel wichtig
Mit einem passenden Mainboard kann man die CPU übertakten und mehr Leistung aus seinem Rechenknecht herausholen. Wie wir schon anfangs erläuterten, sind Mainboards für mehr als etwa 200 Euro eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man seine CPU in Sachen Übertaktung möglichst stark ausreizen will.
In diesem Artikel
Wer übertakten will, aber nicht enorm viel Wert auf ein paar Prozent mehr oder weniger Übertaktungserfolg legt, kann sich bedenkenlos zwischen 100 und 200 Euro umschauen, muss aber bei Intel etwas beachten.
Quelle: Gigabyte
Mainboard mit dem Übertakter-Chipsatz Z490: das Gigabyte Z490 Gaming X.
Denn nur mit einer CPU, die ein K im Namen trägt wie der Core i7-9700K oder Core i5-10600K ist eine Übertaktung möglich, zudem ist ein Mainboard mit Z-Chipsatz nötig, beim Sockel 1151 V2 ist dies der Chipsatz Z370 oder Z390, beim neueren Sockel 1200 der Chipsatz Z490. Bei AMDs Sockel AM4 gilt, dass alle Ryzen-CPUs mit jedem Chipsatz übertaktbar sind - zu empfehlen ist aber ein B450-Chipsatz, noch besser ein X-Chipsatz (X370, X470 oder X570).
Formfaktoren: ATX, µATX und mehr
Der Formfaktor gibt die maximalen Maße eines Mainboards vor. Ebenfalls definiert er die Stellen, an denen es Bohrlöcher hat, durch die hindurch man Halteschrauben anbringen kann, um es am Mainboard-Tray des PC-Gehäuses zu fixieren. Durch die Standards können wiederum Gehäusehersteller ihre Modelle kennzeichnen, so dass man weiß, welche Mainboards hineinpassen. Generell gilt: Der Formfaktor, den das Gehäuse bietet, ist das Maximum - kleinere Mainboards passen aber auch. Die gängigen aktuellen Formfaktoren sind (von groß nach klein) E-ATX, ATX, µATX (auch Mikro-ATX oder mATX) und Mini-ITX. Die meisten unter euch werden ein ATX-Gehäuse besitzen, in das also Mainboards bis zum ATX-Formfaktor hineinpassen. Das große E-ATX-Format spielt eher bei Server-PCs eine Rolle, obgleich es auch für die Mainstream-Sockel AMD AM4 sowie Intel 15xx und 1200 einige dieser großen Mainboards gibt.
Quelle: ASRock
Mini-ITX-Mainboards wie das ASRock H470M ITX/AC lohnen sich nur für sehr kleine PCs.
Für einen Gaming-PC eignen sich ATX und µATX bestens. Da heutzutage nur wenige Nutzer gleich mehrere Zusatzsteckkarten in ihren PC einbauen wollen, spricht rein gar nichts gegen ein µATX-Mainboard. Denn bis auf die Tatsache, dass sie weniger Steckplätze bieten und je nach Modell nur zwei RAM-Slots bieten, sind sie mit einem ATX-Modell identisch, oftmals aber günstiger als ein vergleichbares ATX-Modell. Zudem gibt es auch mehr als genug µATX-Mainboards, die vier RAM-Slots bieten. Bei einem ATX-Modell gibt es mehr PCIe-Slots, und es ist leichter, mehr Buchsen für beispielsweise Festplatten, Lüfter, RGB-Header und so weiter zu bieten. Wer aber keine besonders üppige Vielfalt braucht, kann bedenkenlos auf µATX setzen. Mini-ITX wiederum ist nur dann zu empfehlen, wenn man unbedingt einen besonders kleinen PC zusammenbauen will. Denn bei Mini-ITX gibt es in jedem Falle weniger Platz, unter anderem auch nur zwei RAM-Slots und einen einzigen PCIe-Slot, der für die Grafikkarte benötigt wird. Trotzdem sind diese Mainboards teurer als ebenbürtige ATX- oder µATX-Mainboards. Ein Vorteil ist zwar, dass bei Mini-ITX heutzutage eingebautes WLAN und Bluetooth zum Standard geworden ist - aber nicht jeder benötigt dies, zudem wäre es auch ohnehin leicht und günstig nachzurüsten. In unserer Marktübersicht auf der folgenden Seite haben wir 40 Mainbaord mit den Formfaktoren Mini-ITX, µATX und ATX für den Sockel 1200 für euch herausgesucht.