Gaming-Stromkosten: Effizienz von Netzteilen
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Für einen Gaming-PC oder eine Spiele-Konsole braucht man Strom. Wir zeigen, wie man die Kosten berechnen kann und womit man rechnen muss, wenn man eine Playstation 4 oder 5, Xbox One S oder Series X sowie einen PC miteinander vergleicht. Zudem geht es noch um PC-Netzteile und die Auswirkungen von deren Effizienz auf die Stromkosten.
In diesem Artikel
Was ist die Effizienz? Die Effizienz sagt aus, wie viel von dem Strom, welches das Netzteil aus der Steckdose zieht, auch bei den PC-Bauteilen ankommt. Denn beim Umwandeln der 230 Volt in die drei kleineren Spannungswerte geht natürlich etwas Strom verloren, da das Netzteil ja auch etwas zu tun hat - vor allem durch die entstehende Wärme kann man diesen Leistungsverlust bemerken. Hinzu kommt die Lüftung des Netzteils. Eine höhere Effizienz sorgt dafür, dass mehr vom Strom auch im PC ankommt, oder umgekehrt gesagt: Bei einer hohen Effizienz muss das Netzteil nicht so viel Strom aus der Steckdose ziehen, um den PC zu versorgen - der Strombedarf sinkt also im Vergleich zu einem weniger effizienten Netzteil.
Netzteile: Effizienz und mehr
Moderne Netzteile haben eine Effizienz von über 80 Prozent, gute Modelle über 90 Prozent - dabei sind Durchschnittswerte gemeint.
Netzteile sind aber je nach Auslastung mehr oder weniger effizient: Bei einer hohen Auslastung, zum Beispiel beim Gamen, könnte ein Netzteil einen guten Wert von 92 Prozent haben, bei wenig Last wie beim Internetsurfen aber vielleicht nur eine Effizienz von 80 Prozent. Um die Netzteile auch bei ihrer lastabhängigen Effizienz einzuordnen, gibt es die 80 Plus-Label. Diese vergeben quasi Medaillen für die Effizienz und beachten dabei die unterschiedliche Auslastung. Das Label verlangt bestimmte Mindestwerte pro Auslastungsstufe - schafft das Netzteil zum Beispiel für eine Gold-Einstufung alle Grenzwerte bis auf einen, bei dem es knapp unter dem geforderten Wert liegt, dann bekommt es nur das Silberlabel. So sehen die aktuellen Effizienzvorgaben für die 80-Plus-Label aus:
| Label | Effizienz bei 20% Last | Effizienz bei 50% Last | Effizienz bei 100% Last |
|---|---|---|---|
| 80 Plus | 82 | 85 | 82 |
| 80 Plus Bronze | 85 | 88 | 85 |
| 80 Plus Silver | 87 | 90 | 87 |
| 80 Plus Gold | 90 | 92 | 89 |
| 80 Plus Platinum | 92 | 94 | 90 |
| 80 Plus Titanium | 94 | 96 | 94 |
Das Label ist allerdings keine Pflicht - einige Hersteller verzichten auf das Label, da es mit Kosten verbunden ist. Bei vielen Herstellern könnt ihr aber die Daten erfahren, was die Effizienz bei verschiedenen Auslastungsstufen angeht. Zum Teil gibt es dazu keine Tabellen, sondern eine kurvenartige Präsentation des Effizienzverlaufes.
Quelle: Be Quiet
Im Inneren eines Netzteils steckt Technik, die 230 Volt in kleinere Spannungen umwandelt - dies verbraucht natürlich ebenfalls etwas Strom.
Ebenso beim Hersteller einzusehen sind in der Regel die maximalen Werte, die es pro Spannungs-Sektor erreichen kann. Hier kann man gut sehen, dass manche Hersteller diese Werte eben nicht einfach addieren, sondern dass die Summe der Werte an sich zum Beispiel deutlich über 600 Watt ergeben würde, der Hersteller es aber trotzdem nur als 500 Watt-Modell vermarktet mit dem Hinweis, das dies die empfohlene maximale Dauerlast ist. Das Modell kann also durchaus auch kurze Zeit lang 600 Watt bringen, sollte aber über längere Zeit nicht mehr als 500 Watt zu stemmen bekommen.
Nach all der Theorie ist aber die Frage: Wie zahlt sich die Effizienz aus? Nehmen den schon genannten Beispiel-PC, der bei Gaminglast 350 Watt verbraucht - dies gilt für ein gutes Netzteil mit 90 Prozent Effizienz. Es kommen dann also 0,9 x 350 Watt, also 315 Watt wirklich bei den Bauteilen an, oder anders gesagt: Der Bedarf für die PC-Komponenten liegt bei 315 Watt. Hat das Netzteil nun aber eine Effizienz von nur 80 Prozent, dann wird der gesamte PC inklusive Netzteil 315 Watt geteilt durch 0,8, also 393 Watt aus der Steckdose ziehen. Je nach dem, wie lange man täglich spielt, kann das ganz schön ins Geld gehen, so dass sich ein teures Netzteil im Laufe der Jahre durchaus rentieren kann. Um dies zu zeigen, findet ihr auf der nächsten Seite eine Beispieltabelle für die Kosten von mehreren Nutzungsszenarien für einen PC beim Verwenden von drei verschiedenen Netzteilen.
