Ein toller Open-World-Titel, der einen aber in Sachen Story und Kletter-Mechanik im Regen stehen lässt.
Mit inFamous gelang Sucker Punch im Jahr 2009 ein Überraschungserfolg, weswegen mittlerweile der zweite Teil auf dem Programm steht. Mit einer neuen Stadt wollen die Entwickler von Empire City ablenken und zudem mit verbesserter Technik überzeugen.
Neue Stadt, kein neues Glück
Infamous 2
Das Spiel beginnt direkt nach den Ereignissen aus Teil 1. Cole McRath muss sich in den ersten 10 Minuten sogar in Empire City mit "der Bestie" herum ärgern. Leider verliert er diesen Kampf und flüchtet in den Süden nach New Marais, um dort nach speziellen Scherben zu suchen, die ihn stärker machen sollen, damit er gegen diesen übermächtigen Feind besteht. Während sich Cole auf die Suche nach neuer Kraft macht, zieht die Beste eine Schneise der Verwüstung hinter sich her und stampft langsam in Richtung New Marais. Leider ist die an New Orleans angelehnte Stadt nicht der sicherste Ort dieser Welt: Fiese Sumpf-Mutanten und brutale Milizen terrorisieren die Bürger, die zusätzlich von der Seuche heimgesucht werden.
Quelle: Sony
Infamous 2
Typisch für inFamous kommt auch dieses Mal die Story nicht so richtig in Gang, weswegen man zunächst den Menschen hilft und die Missionsangebote von unserem Freund Zeke entgegen nimmt. Zu Beginn setzen wir uns mit den Milizen auseinander und gehen auf unterschiedlichste Weisen gegen den Fein vor. Dann gesellen sich Mutanten und Eissoldaten hinzu, die aus einem geheimen Labor entkommen sind. Die Story-Missionen sind ordentlich inszeniert und abwechslungsreich gestaltet: So müssen Personen observiert oder ein Krankenwagen durch feindliches Gebiet eskortiert werden, während man sich an anderer Stelle auf die Suche nach einer gefangenen Freundin macht. Besonders "cool" sind die Bossfights, in denen es gegen meterhohe Viecher zur Sache geht, die Wagen weg schleudern und die Stadt in Angst und Schrecken versetzen. Zum Glück muss man meistens nur auf die leuchtenden Stellen schießen. Die Bossfight sind zwar sehr gut inszeniert, aber spielerisch nicht die größte Herausforderung. Einige Missionen, damit sind auch die Story-Aufgaben gemeint, ziehen sich zudem unnötig in die Länge und wirken wie künstlich gestreckt, weil man hin und her geschickt wird, ohne dass etwas spannendes passiert.
Eine Stadt braucht unsere Hilfe
Infamous 2
Während sich die Storymissionen durchaus sehen lassen können, geht es bei den Nebenaufgaben erwartungsgemäß etwas unkreativer zur Sache. Da müssen viel zu oft immer wieder bestimmte Gegnergruppen ausgeschaltet oder Dinge eingesammelt werden. Zwar sind die Subquests spaßiger als bei so manch anderem Open-World-Spiel, doch irgendwann arten sie irgendwann doch in Arbeit aus. Ist eine Nebenmission erledigt, wird ein kleiner Teil der Karte von Gegneraktivitäten befreit, das kennt man aus dem Vorgänger. Leider sollte man die optionalen Aufträge durchaus angehen, da sie neue Kräfte freischalten und Erfahrungspunkte auf das Konto fließen lassen. Mit diesen lassen sich allerlei hilfreiche Blitzarten, Granaten oder Komboangriffe erwerben, was Cole nach und nach stärker macht. Abhängig vom Gegner zeigen sich die Kräfte sehr nützlich.
