Like a Dragon Infinite Wealth ist unfassbar japanisch und verdammt gut - Test!

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Like a Dragon Infinite Wealth ist unfassbar japanisch und verdammt gut - Test!
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Gigantisches Action-Rollenspiel zwischen großen Emotionen, knallharter Gangster-Action und japanischen Absurditäten: Wie Like A Dragon: Infinite Wealth Fans der Serie glücklich macht!

Herumliegende Gegenstände wie Pylonen, Tische oder Fahrräder werden wie gewohnt benutzt. Im späteren Spielverlauf schalten wir Tag-Team-Manöver frei, bei denen zwei unserer Helden für kurze Zeit zusammenarbeiten. An der Special-Front besticht Like A Dragon durch viel Humor und subtile Anspielungen.

Für seinen Elektroschocker-Angriff packt Tomizawa kurzerhand eine Autobatterie aus und schließt sie kurz. Kiryu und Kasuga donnern bei der Team-Aktion "Double Dragon" ihrem Gegenüber gemeinsam eine rein.

Wichtig: Kiryu hat weiterhin drei Kampfstile, zwischen denen wir dynamisch wechseln. So entscheiden wir zum Beispiel, ob wir gegnerische Deckungen mit viel Kraft aufbrechen oder lieber mehrere Ziele mit einem Angriff treffen wollen.

Status- und Elementareffekte bringen eine weitere taktische Komponente mit ins Spiel. Geblendete Kontrahenten verfehlen etwa ihr Ziel, während betäubte Gegner für einen oder mehrere Züge gar nichts mehr ausrichten können.

Um den erlittenen Schaden so gering wie möglich zu halten, nutzen wir Aktionen, um die gegnerische Verteidigung zu schwächen oder versuchen, Angriffe durch das Drücken der Kontertaste im richtigen Moment zu blocken.

Das Kampfsystem erweist sich einerseits als intuitiv und schnell erlernbar, andererseits sind die Bosskämpfe dennoch knackig schwer. Mehr als einmal mussten wir die Gesundheit unserer Teammitglieder mit Essen und Trinken wiederherstellen oder die Support-Funktionen einzelner Charaktere nutzen. Geht unser Hauptcharakter dennoch zu Boden, dann können wir an Ort und Stelle weiterspielen, müssen aber dafür bezahlen.

Die Hauptfigur blickt in die Kamera. Quelle: Sega An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass wir in Like A Dragon: Infinite Wealth einige Male zum Grinden gezwungen waren, um Stufen aufzusteigen, weil ein deutlich stärkerer Zwischen- oder Bossgegner bevorstand. Solche Zwischenstopps störten im Test mehrfach massiv und unterbrachen den Fluss der Story.

Auch das souverän umgesetzte Kampfsystem ist nicht perfekt. Mit der Zeit entwickelten wir für unsere Crew feste Angriffsmuster, die fast immer zum Erfolg führten. Das hat spürbar auf die Motivation gedrückt. Hinzu kommt, dass die Kamera dem schnellen Geschehen nicht immer folgen kann.

Manchmal griffen uns Gegner so schnell an, dass das Spiel ihre Attacken kaum einfangen konnte. Dadurch war es manchmal unmöglich, im richtigen Moment die Kontertaste zu drücken. So kassierten wir immer wieder Treffer, gegen die wir nichts ausrichten konnten.

Eine Frage des Charakters

Wie sehr bei Like A Dragon: Infinite Wealth die Persönlichkeit im Mittelpunkt steht, zeigt sich auch im Charaktersystem. Dieses koppelt das Spiel nämlich an zwei übergeordnete Kategorien, die unabhängig voneinander aufleveln. Die Charakterstufe zeigt dabei die grundsätzliche Progression an. Bei Aufstiegen gehen Werte wie Trefferpunkte und Verteidigung deutlich nach oben.

Das Job-Level hingegen kennzeichnet den Fortschritt innerhalb einer Klasse. Aufstiege verändern die Grundwerte kaum, aktivieren aber neue Fertigkeiten. Der Job bestimmt auch unsere Ausrüstung: Als Held schwingt Kasuga beispielsweise seinen geliebten Baseballschläger, als Aquanaut ein aufgemotztes Surfbrett.

Fahrt auf einem Segway Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich Wir können den Job immer wieder wechseln, müssen uns dann aber erst einmal hocharbeiten. Das geht jedoch relativ schnell und bringt aufgrund des höheren Charakterlevels wenig Nachteile mit sich.

Sehr schön: Auch die Persönlichkeiten selbst spielen hier eine gewisse Rolle. Durch bestimmte Entscheidungen und Dialogsequenzen stärken wir zum Beispiel die Bindung zwischen unseren Mitstreitern. Außerdem prägen wir unseren aktuellen Charakter - also Kasuga oder Kiryu - durch unsere Spielweise, verändern so seine Charakterzüge und schalten weitere Boni frei.

Insel-Hopping

Die Hauptschauplätze von Like A Dragon: Infnite Wealth sind Honolulu und Yokohama. Während Yokohama die klassische japanische Großstadt darstellt, wirkt Honolulu wesentlich bunter und lebensfroher. Und doch gibt es abseits des Sandstrandes einige dunkle Ecken, in die man sich besser erst mit einem höheren Erfahrungslevel wagt. Das Spiel macht übrigens den Schwierigkeitsgrad der Bezirke und der darin befindlichen, umher marodierenden Banden überdeutlich.

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