Pirate Yakuza ist wahrscheinlich eines der unterhaltsamsten Piratenspiele seit Assassin's Creed Black Flag und verbindet das klassische Freibeutertum mit dem typischen Yakuza-Chaos. Eine wilde Mischung!
Ein halbes Jahr nach den Ereignissen aus Like a Dragon: Infinite Wealth erwacht ein ehemaliger Yakuza an einem Strand einer abgelegenen Insel im Pazifik. Doch diesmal handelt es sich nicht um Ichiban Kasuga - den Protagonisten der Hauptreihe -, sondern um Goro Majima, den berüchtigten "Mad Dog of Shimano" und absoluten Liebling der Yakuza-Fans. Allerdings hat Majima sein Gedächtnis verloren und erinnert sich nicht einmal an seinen eigenen Namen. Nur die prägnante Tätowierung auf seinem Rücken und ein Dolch an seiner Seite geben vage Hinweise auf seine Vergangenheit.
Plötzlich tauchen zwielichtige Gestalten auf, deren Erscheinung an eine Piraten-Cosplay-Gruppe erinnert. Doch ihre Absichten sind alles andere als harmlos. Mit seiner unverkennbaren Wildheit schaltet Majima die Eindringlinge aus, nimmt ihr Segelschiff in Besitz und bricht zu einem neuen Abenteuer auf.
Die Yakuza-Reihe war schon immer ein Schmelztiegel für kreative Spin-Offs. Mal stellt man sich einer Zombie-Apokalypse, mal agiert man als Geheimagent, oder man schlüpft in die Rolle eines legendären Samurai. Diesmal geht es auf die hohe See - und wer könnte besser den Säbel schwingen als Goro Majima? Seine charakteristische Augenklappe prädestiniert ihn natürlich für die Rolle eines Piratenkapitäns.
Die Spin-Offs der Yakuza-Reihe bieten nicht nur abwechslungsreiche Settings, sondern auch vielfältige Spielerfahrungen. Mit Like a Dragon 7 übernahm nicht nur ein neuer Protagonist das Ruder - auch das traditionell actiongeladene Kampfsystem wurde durch ein rundenbasiertes ersetzt. Dieses gewagte Experiment zahlte sich aus, wie die stark gestiegenen Verkaufszahlen im Westen zeigen. Dennoch vermissen viele Fans den klassischen Action-Kampf. Der wurde jedoch nicht vollständig aufgegeben, sondern kehrt regelmäßig in den Spin-Offs zurück - so auch in Pirate Yakuza.
Majima kann im Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Stilen wechseln, was ihm enorme Flexibilität verleiht. Der Mad-Dog-Kampfstil ist eine gefährliche Kombination aus Präzision und Wildheit. Majima setzt Schläge, Tritte und Dolchangriffe geschickt ein, um seine Gegner blitzschnell zu überwältigen. Mit einem gezielten Schlag katapultiert er sie in die Luft und setzt mit spektakulären Kombos nach. In diesen Momenten fühlt man sich an die akrobatischen Kämpfe aus Devil May Cry oder an die actionreichen Balgereien der frühen God of War-Teile erinnert.
Für seine ikonischen Heat-Actions nutzt Majima im Mad-Dog-Stil alles, was die Umgebung ihm bietet, um es seinen Gegnern in die Schnauze zu schlagen. Wenn Majimas Wahnsinnsanzeige vollständig gefüllt ist, darf er Doppelgänger von sich selbst herbeirufen, die ihm im Kampf zur Seite stehen und mit denen er zusätzliche Kombos ausführt.
Im neuen Sea-Dog-Stil führt Majima zwei Entermesser und hat zudem drei weitere Waffen zur Verfügung. Die Pistole lässt sich aufladen und eliminiert Gegner auf Entfernung, während der Bumerang mit einem gezielten Wurf Schneisen durch mehrere Feinde zieht. Mit dem Enterhaken zieht er sich schnell an seine Widersacher heran, um ihnen im Nahkampf richtig einzuheizen.
Quelle: SEGA
Ist die Wahnsinnsanzeige im Sea-Dog-Stil vollständig gefüllt, entfesselt Majima den Zorn dunkler Götter, um seine Gegner in die Knie zu zwingen. Genauer gesagt handelt es sich um Tiere, die er mit einem von vier Musikinstrumenten herbeirufen kann, um dann im Kampf ordentlich Schaden anzurichten. Ob es nun ein Hai, ein Affe, ein Papagei oder eine Qualle sind - sie alle teilen ziemlich aus und können Gegner sogar einschüchtern.
Ein richtiger Pirat ist nichts ohne sein Schiff und seine Crew. Wenn Majima den Pazifik auf der Goromaru durchsegelt, stellen sich ihm immer wieder feindliche Kapitäne in den Weg. Und um es gleich vorwegzusagen: Pirate Yakuza ist definitiv keine Segelsimulation. Der Schiffskampf steuert sich extrem arcadig und macht richtig Spaß. An den Seiten eures Schiffs platziert ihr Bordwaffen, die von klassischen Maschinengewehren und Flammenwerfern bis hin zu Lasern und Haikanonen reichen. Mit denen verpasst ihr feindlichen Schiffen eine volle Breitseite - vorausgesetzt, ihr bringt euch in die richtige Position. Also nutzt ihr den Boost eures Schiffs, um Geschwindigkeit zu gewinnen und driftet dann in Need for Speed-Manier über die See. Und sollte das alles nicht klappen, schwingt ihr euch auf den Ausguck und greift als Kapitän einfach selbst zum Raketenwerfer.
Wie gut das alles funktioniert, hängt vom Skill eurer Crew ab. Mit der Zeit verdienen sich eure Matrosen ihre Seemannsbeine und steigen im Level auf. Auf eurer Reise trefft ihr immer wieder neue Matrosen, die sich eurer Crew anschließen wollen. Dabei solltet ihr stets auf ihre Stärken achten: Manche Seefahrer sind besser an den Kanonen, während andere mit ihren Säbeln im Nahkampf rasseln.
