Kann Hironobu Sakaguchis Werk den Stein ins Rollen bringen und die RPG Welt endgültig für Xbox Spieler öffnen?
Die Künstler gingen zu Werke!
Lost Odyssey
Als uneingeschränkt positiv ist die Soundunterstützung zu bezeichnen. Komponist und Künstler Nobuo Uematsu hat das epische Rollenspiel musikalisch gelungen untermauert. Hauptsächlich orchestrale Musik umsäuselt die Gehörgänge und vermittelt akustisch denselben Charme wie die grafische Präsentation: Paradiesische Verhältnisse gespickt mit einer ordentlichen Priese dunkler und bösartiger Natur. Je nach Situation erfreuen fröhliche Klänge, die uns an duftende Blumenwiesen erinnern, oder aber auch Gänsehaut erzeugende düstere Sonaten, die sich im Einklang mit den gespensterhaften Welten befinden. Auch wenn die Musik vor allen in den Gefechten doch etwas an Tempo gewinnt, so offeriert uns "Lost Odyssey" nur recht selten eine beatlastige und actionreiche Kulisse. Besonders hervorheben sollte man die musikalische, oftmals aber auch nur mit Soundeffekten gespickte Begleitung der Träume. Die Kulisse trägt einen großen Teil zu den Emotionen bei. An wenigen Ecken und Kanten bröselt die hervorragende Präsentation aber leider auseinander. Lange Ladezeiten für die Kampfarenen bremsen den Spielfluss und immer wieder aufkommende Einbrüche der Framerate trüben den Gesamteindruck. Vor allem zu Beginn des Abenteuers fällt der fehlende letzte Feinschiff deutlich auf. Mit etwas mehr Zeit und vielleicht auch Geld hätte man Probleme wie aufploppende Objekte, teilweise starkem Kantenflimmern und die instabile Framerate in Griff bekommen. Rundum ist den Entwicklern aber dennoch ein äußerst sehenswertes Abenteuer gelungen, das zudem mit einem recht ungewohnten Blur-Effekt überraschen kann. Nur der Teil des Bildschirms, der für die Handlung wichtig ist, wird scharf dargestellt. Hintergründe oder Objekte direkt vor der Kamera neigen zu Unschärfe ähnlich eines gedrehten Kinofilms!
