Ms. Splosion Man im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Ruhig Blut und starke Nerven sollte man schon mitbringen, damit Ms. Splosion ihr ganzes Potenzial entfalten kann.

Pretty in Pink

Ms. Splosion Man Ms. Splosion Man Klassisch Plattformer-like sprengt ihr euch mit Hilfe der explosiven Dreifach-Sprung-Variante durch die vielen Levels. Achten solltet ihr darauf, dass nur die erste Sprengung - ausgelöst durch simples Drücken der A-Taste - in luftige Höhen transportiert. Drückt ihr ein zweites Mal, gibt es einen nur noch minimalen Schub und der dritte Befehl ist allenfalls noch gut ggf. eine Korrektur der Flugbahn zu erwirken. Somit ist es, wie schon erwähnt, unerlässlich die Fähigkeit des Timings zu seinem besten Freund zu erklären und auch die Umgebung von Ms. Splosion Man tatkräftig mit einzubinden. Dazu passt, dass die weibliche Ausgabe der explosiven Herrschaften ebenfalls in gekonnt, diesem Mal sehr schrillem 2D-Gewand die Bewunderung des Betrachters verlangt, wobei das Umfeld allerdings schnell in den Hintergrund driftet, da Ms. Splosion Man auf der Bildfläche erscheint. Kitschig, klischeehaft strahlt die gute Dame in leuchtendem, kräftigem Knall-Bonbon-Rosa und stiehlt dem Background die Show. Wer sich indes doch von der rosa Anmut auf zwei Beinen lösen kann, findet in den zig verschiedenen Levels zweifelsfrei simple, jedoch sehr herausfordernde Strukturen, die auf den ersten Blick leicht zu bezwingen scheinen, bei näherer Betrachtung jedoch ihren fiesen Schweinehund offenbaren und auf diese Weise euch als Spieler in den Wahnsinn treiben können.

Ms. Splosion Man Ms. Splosion Man Das die Aufbauten allesamt auch optisch bestehen, setzt dem Auftritt - im besten Sinn - die Krone auf. Dies wird vor allem dann deutlich, wenn ihr feststellen werdet, dass die Levels im Singleplayer so ganz anders aussehen als in der Mehrspieler-Abteilung. Man kann schon fast sagen, dass es heutzutage normal ist, dass für den Multiplayer Level aus dem Einzelspieler-Segment recycelt werden. Nicht so bei unserem hochexplosiven Weibsstück, denn sie geht hier eindeutig frische und vor allem verdammt coole Wege. Der Mehrspieler serviert, sehr zur Freude des Spieler-Auges, ein eigenständiges Spiel - nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch. Neben den vielen Änderungen, die ihr wahrnehmen werdet, brilliert allerdings das Handling und verdient gesondert erwähnt zu werden. Gemeinsam spielen genießt bei Ms. Splosion Man eine wahrlich doppelte Bedeutung: Nicht nur, dass ihr mit einem Kumpel nach Schuhen ... und ja, auch nach dem Liebsten, suchen müsst, sondern ihr kommt nur zum Ziel wenn ihr wahrlich kooperiert. D.h. in der Praxis: Spieler A betätigt z.B. eine Taste, so dass Spieler B mit einem Sprengfass zu einer Plattform gelangt, die ihr beide allein niemals erreichen würdet. Witzig und gelungen auch die Option, dass es Abschnitte gibt, in denen ihr gemeinsam in die Luft gehen müsst, da ein Weiterkommen sonst nicht möglich ist. Gesamt eine fast schon perfekte Präsentation in Sachen Koop-Spiel! Im Übrigen ist das gemeinsame Explodieren wahlweise On- als auch Offline möglich; Ganz wie ihr es am liebsten mögt.

Frauen regieren die Welt

Ms. Splosion Man Ms. Splosion Man Das wusste schon Roger Cicero, als er die holde Weiblichkeit in seinem Song auf den Götterthron gehoben hat. Bezogen auf die gute Ms. Splosion Man hat der Song insofern Aussagekraft, da Twisted Pixel, die Macher der Splosion-Games, dem Auftritt ihrer pinken Schönheit kleine Korrekturen mit auf den Weg gegeben haben. Sprich: Befand sich Herr Splosion schon auf sehr hohem Niveau, wurde Frau Splosion nochmals eins extra verpasst. Wobei, was heißt hier eins? Es sind viele kleine Änderungen, manches nur im Detail versteckt, was das Gesamtpaket Ms. Splosion Man zum - wir lehnen uns mal etwas weit aus dem Fenster - besseren als auch 'perfekteren' Splosion Man macht. Das beginnt damit, dass Gegner schon sehr früh auf der Bildfläche erscheinen und nicht mehr reiß aus nehmen; Pustekuchen, mit Waffen ausgestattet, feuern die Wissenschaftler aus allen Rohren und versuchen euch am Weiterkommen zu hindern. Blöd, wenn ihr in dem Moment in die Luft gegangen seid - so schnell könnt ihr gar nicht gucken, wie ihr den Boden der Tatsachen berührt. Abgesehen von diesem Umstand haben Twisted Pixel auch ein wenig über ihren Tellerrand geschaut und geguckt, wie die Konkurrenz - damals wie heute - ihre Plattformer feil geboten hat. Ohne Titel oder Anlehnungen konkret zu nennen, aber Fässer waren schon immer ein gutes Mittel eigen verwendet zu werden oder damit Widersacher zu torpedieren. Gleichfalls neu bzw. anders sind u.a. fliegende Autos oder auch immer mal wieder verfügbare Zäune, die euch erlauben eure Explosionskraft schier unendlich zu gebrauchen.

Ms. Splosion Man Ms. Splosion Man Verpackt ist das Einzelspieler-Spektakel auf einer - ebenfalls neuen - Weltkarte. Diese offenbart nicht nur, welche Bereiche ihr bereits geschafft habt (und auch ob ihr die Schuhe gefunden habt oder nicht), sondern findet ihr in den zig Levels den alternativen Ausgang - hört, hört - dann öffnen sich auf der Karte auf einmal neue Wege, die zum Erkunden einladen. Im Übrigen sind auch wieder die von vielen geliebten Endgegner mit von der Partie, sozusagen das Sahnehäubchen auf der Torte. Und wem das noch nicht reicht, der gibt sich gescheit viel Mühe und explodiert sich mit Pink Mama zu traumhaften Bestzeiten. Auf diese Weise lassen sich besonders viele Münzen einsäckeln, mit denen ihr in einem Extra-Bereich u.a. witzige Videos, Bilder, Avatar-Gegenstände, Charakterbilder, usw. erstehen könnt. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass Bestzeiten ohnehin ihren Reiz haben, denn die Ms. Splosion Man erlaubt, dass ihr - ganz wie ihr mögt - gegen sogenannte Geisterzeiten antreten könnt, oder ihr erstellt selbst Bestzeiten, die es dann gilt zu unterbieten. Wie ihr seht, in der Summe viele Kleinigkeiten, die zusammengesetzt, ein großes, vor allem aber besseres Ganzes ergeben.

Meinung

Wertung zu Ms. Splosion Man (X360)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
herrliches Spiel mit Kitsch und noch mehr Klischeesgelungenes Comic-Outfitwitzige Sound-Untermalungsehr ordentlicher Spielumfang (50 Singleplayer- + 50 Mehrspieler-Level)Koop- bzw. Mehrspieler-Bereich für bis zu vier SpielerKoop ist On- und Offline spielbarMehrspieler-Bereich glänzt mit 50 eigenständigen, nicht recycelten Leveleinwandfreie Steuerungalle Singleplayer Level verfügen über einen alternativen Ausgangzahlreiche Extras, Gimmicks & Co. zum Entdecken, Finden und Kaufen verfügbar
partiell sich wiederholende Level-Abschnitte (auf die Optik bezogen)für Spieler mit dünnem Nervenkostüm kann es schnell anstrengend und sauschwer werdentrial & error ist nicht jedermanns/fraus Sachegesamt sehr hoher Schwierigkeitsgradwer extrem fiepsige, piepsige, hohe und auch schrille Töne nicht mag, kann schnell einen Ohr-Kollaps bekommenDer Sound ist stellenweise sehr gewöhnungsbedürftig, allerdings gesamt sehr passend
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