Review zu MultiVersus: Selbst in der Vollversion noch eher "Pass" als "Smash"
Test
Der Smash-Bros.-Klon von Warner ist da! MultiVersus vereint sämtliche Helden aus Filmen, Serien und Cartoons von Warner Bros. Das schöne Roster hat Potenzial, doch die Vollversion konnte uns im Vergleich zu Beta nicht begeistern.
Mühsam ernährt sich der Cartoon-Hase
Da das Spiel Free-to-Play ist, stellt sich die Frage, wie gut wir Echtgeldkäufe vermeiden können. Prinzipiell geht das ganz ordentlich. Der Fortschritt ist allerdings spürbar langsamer.
MultiVersus will viel gespielt werden. Das merken wir auch, wenn wir uns die verschiedenen Events und Missionen anschauen, bei denen es lange dauert, alle Belohnungen einzuheimsen. Die interessantesten Kaufgegenstände sind natürlich die Kämpfer, von denen zu Beginn nur Shaggy und zwei durchrotierende verfügbar sind.
Die restlichen lassen sich entweder mit Echtgeld- oder Ingame-Währung kaufen. Wer den Geldbeutel einsetzen will, muss pro Kämpfer ungefähr zehn Euro investieren. Das große Problem bei beiden Methoden: Wir können einen Charakter nicht einmal im Trainingsmodus ausprobieren, bevor wir ihn freikaufen. In der Open Beta ging das noch.
Quelle: Warner Bros.
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Wer stattdessen für genügend Ingame-Währung grinden möchte, kann nur wenige kosmetische Extras freischalten. Immerhin bieten die täglichen Missionen sowie der Battlepass genug Motivation, um das Spiel jeden Tag zu starten. So können wir nämlich schleichend Ingame-Währung und auch vereinzelt Skins verdienen.
Insgesamt ist das Spielen für Charaktere und Perks mühsam. Battlepass und Missionen erleichtern nur bedingt den Fortschritt. Dennoch können wir in MultiVersus auch mit den zum Start verfügbaren Figuren fast alles erledigen. Das liegt unter anderem an Charakteren, die abwechselnd innerhalb eines bestimmten Zeitraums kostenlos verfügbar sind - da sind wir nur logischerweise darauf angewiesen, dass gerade welche verfügbar sind, die uns zusagen.
Wenige Skins bekommen wir durch Events oder den Battlepass. Das Spiel hat zwar durchaus coole Kostüme in petto, die Verteilung der Skins und deren Qualität ist aber nicht wirklich ausgeglichen.
Einige davon sind nicht einzigartig genug und andere haben den Design-Prozess wohl nicht ganz fertig verlassen. Dazu zählt der leider nicht ganz originalgetreue Joker-Skin, der vom beliebten Comic The Killing Joke inspiriert ist. Die Farbe von seinem Hut hatten wir nämlich anders in Erinnerung.
Quelle: Warner Bros.
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Das ist kein Clown, sondern der ganze Zirkus!
Seit der Open Beta ist das Gameplay merkbar langsamer geworden, da die Charaktere größer sind und bei schnellen Manövern mehr Ausdauer verbrauchen. So sind Doubles etwas übersichtlicher, doch Singles verlaufen deutlich schleichender.
Das langsamere Gameplay hat viele Kritiker, aber auch ein paar Fans. Uns hat es beim Spielen nicht unbedingt gestört, doch vor allem beim Zuschauen ist der langsame Spielfluss nicht von der Hand zu weisen.
Der Grafikstil ist Geschmackssache, doch Batman und Bugs Bunny in ein Spiel zu packen und es mehr als akzeptabel aussehen zu lassen, ist Player First Games zweifellos gelungen.
Eine Änderung, die sofort ins Auge sticht, ist die angepasste Größe der Charaktere im Vergleich zur Stage. Die Figuren wirken deutlich größer als die Plattformen. Daher gibt es weniger Platz zum Wegrennen, wodurch wir mit unserem Gegner häufiger interagieren müssen.
Quelle: Warner Bros.
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Die Hitboxen unserer Angriffe sind nach wie vor überraschend groß. Ob das so gewollt ist oder nicht, können wir nicht genau sagen. Dennoch führte das manchmal zu fragwürdigen Treffern.
Ein tolles Feature, das auch schon in der Open Beta dabei war, wurde hier mit den neuen Charakteren erweitert: Mitten im Match hauen die Charaktere auch gerne mal Sprüche gegen ihren Gegner oder ihre Teamkameraden raus. Das passiert in sämtlichen Spielvarianten und sorgt für coole Momente.
