Review zu MultiVersus: Selbst in der Vollversion noch eher "Pass" als "Smash"
Test
Der Smash-Bros.-Klon von Warner ist da! MultiVersus vereint sämtliche Helden aus Filmen, Serien und Cartoons von Warner Bros. Das schöne Roster hat Potenzial, doch die Vollversion konnte uns im Vergleich zu Beta nicht begeistern.
Seit der Open Beta hat sich aber noch mehr in MultiVersus getan: Während sich die allgemeinen Movesets der Charaktere nicht geändert haben, kamen ein paar neue Manöver dazu: So hat jeder Charakter nun eine individuelle Sprintattacke erhalten.
Neben der offensiven Neuerung gibt es auch ein neues defensives Gimmick: Die Parry-Mechanik erlaubt es jeder Figur, Angriffe mit richtigem Timing abzuwehren und die Gegner somit kurz einzufrieren. Das Timing müssen wir erst lernen, doch nach dem Meistern der Technik werden wir gebührend dafür belohnt.
Die ausführlichen und einsteigerfreundlichen Tutorials aus der Open Beta fehlen bisher aber leider. Ob die später nachgereicht werden, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.
Da wir durch unsere Preview schon Zeit hatten, uns an das neue UI zu gewöhnen, fiel es uns nicht komplett negativ auf. Allerdings könnten Neueinsteiger überfordert sein. Wir mussten den Perk-Shop nämlich auch mehrmals suchen.
Die vier verschiedenen Währungen sind für den Überblick ebenso lästig. Während es in der Open Beta noch freispielbares Gold und kostenpflichtiges Gleamium gab, ist in der Vollversion davon nur das Gleamium übriggeblieben. Das Gold wurde inzwischen in die Kämpfer- und Perkwährungen verwandelt.
Zusätzlich gibt es noch die Prestige-Währung, die wir nur bekommen, wenn wir mit echten Euros Käufe tätigen. Das ist natürlich keine Pflicht, doch wenn wir den Prestige-Shop nicht nutzen, verpassen wir tolle Skins wie den Batman, der lacht.
Quelle: Warner Bros.
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Ein Soundtrack zum Löffeln
Jedoch verdient das Sound Design ein großes Lob. Die eigens komponierte Musik mit bekannten Themen der verschiedenen Franchises kann auf den hübschen Stages überzeugen.
Auch die verschiedenen Soundeffekte können uns mehr als zufrieden stellen. Entweder hören wir ein brachiales Wumms nach Angriffen mit dem Hammer oder ein schönes Bonk nach Baseballschlägertreffern. Alle Angriffe klingen so wie sie sollten.
Ebenfalls sehr gut ist die englische Stimmbesetzung, die zum überwiegenden Teil aus Originalsprecherinnen und -sprechern besteht. Wer kann schließlich zum Joker von Mark Hamill Nein sagen?
Quelle: Warner Bros.
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Völlig abged-riftet
Neben den regulären Kloppereien gegen andere Spieler oder die KI gibt es auch noch einen separaten PvE-Modus namens Rifts. Der bietet uns kleine Story-Pfade mit minimalem Kontext für die Kämpfe. Es ist kein echter Story-Modus wie in Smash Bros. Brawl, doch immer noch besser als die Kampagne in Smash Ultimate.
Um bei den Vergleichen zu Super Smash Bros. zu bleiben, lässt sich der Rifts-Modus wie eine Mischung aus dem Geistermodus von Ultimate und dem Missionsmodus aus Smash für WiiU beschreiben. Auch hier müssen wir kleine Buffs ausrüsten und zeigen unser Können in normalen Kämpfen, kleinen Highscore-Spielchen sowie simpel gehaltenen Bosskämpfen.
Bisher gibt es drei Rifts, doch in dieser Staffel sollen wohl noch mindestens fünf erscheinen. Für die Cutscenes in den Rifts werden außerdem die Trailer recycelt, doch vielleicht kommen in den kommenden Erweiterungen noch ein paar neue Clips dazu.
Quelle: PC Games
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Hier ist es lobenswert, dass wir die Rifts auch mit einem Online-Mitspieler durchqueren können. Wir sollten aber darauf achten, dass wir vor Betreten des Rifts darin den gleichen Fortschritt wie unser Partner haben. Sonst wird nämlich unser bzw. deren Fortschritt nicht gespeichert.
Zwar gibt es für die Rifts verschiedene Schwierigkeitsgrade, doch die müssen erst freigeschaltet werden. Bis wir soweit gekommen sind, stellen Rifts vor allem im Co-Op keine Herausforderung dar. Wir finden zwar, dass der Modus genug Abwechslung bietet, um seine Existenzberechtigung zu erfüllen, doch wirklich begeistern kann er uns nicht. Dafür sind die Rifts letztlich doch zu belanglos.
