Acer Predator Helios 300: Leistungsanalyse, Lüftung und Fazit
Special
Wir haben ein Notebook mit einer Nvidia GeForce GTX 1050 Ti aus der Acer Predator Helios 300-Reihe anhand von Fortnite, F1 2018 und The Witcher 3 getestet.
Acer Predator Helios 300: Leistungsanalyse
Wir haben die Leistungsmöglichkeiten des Predator Helios 300 anhand von vier Games geprüft: mit dem Multiplayer-Modus von Battlefield 4, dem Battle-Royale-Spaß Fortnite, der brandneuen Rennsimulation F1 2018 sowie dem beliebten Actionrollenspiel The Witcher 3. Alle Spiele testeten wir im Standard- sowie im Turbomodus des Notebooks.
In diesem Artikel
Bei The Witcher 3 waren die maximalen Detaileinstellungen ein wenig zu viel des Guten, doch das Spiel ist auf maximalen Details bekanntermaßen ja auch recht anspruchsvoll. Bei der Voreinstellung "hoch", bei der auch Nvidias Hairworks-Technik aktiv ist, konnten wir uns aber ruckelfrei mit Geralt, dem Hexer, durch die mittelalterliche Welt kämpfen, nämlich mit mehr als 40 FPS (Bilder pro Sekunde). Bei Codemasters' Formel 1-Boliden testeten wir zum einen die spielinterne Benchmark anhand der Strecken Monaco und Singapur (jeweils drei Runden), zum anderen fuhren wir auch in Montreal und Spa ein Rennen mit 25 Prozent der Originaldistanz.
Quelle: Acer
Acer Predator Helios 300 halb zugeklappt
Der Predator Helios 300 schaffte dabei je nach Strecke zwischen 65 und 88 FPS als Durchschnittswert. Die Tests fanden mit hohen Detaileinstellungen statt, ebenso wie bei Battlefield 4, wo wir einige Multiplayerpartien bestritten. Die FPS hängen hierbei sehr von der Map und Spieleranzahl ab, aber wir konnten stets Werte von 100 FPS und mehr verzeichnen. Für Fortnite stellten wir die Grafik auf die Voreinstellung "Episch" und versuchten mit durchschnittlich 62 FPS, als letzter Überlebender die Partie zu beenden. Unser Leistungsfazit: mit dem Predator Helios 300 und seiner Nvidia GeForce GTX 1050 Ti sowie dem Intel Core i5-8300H ist Gaming problemlos möglich, obgleich die maximalen Detaileinstellungen nicht immer drin sind, sofern man stets mehr als 30 bis 40 Bilder pro Sekunde genießen möchte. Auch der Turbomodus ist sinnvoll - hierzu haben wir als Beispiel die Messwerte von The Witcher 3 und F1 2018 als Diagramm für euch vorbereitet.
Quelle: Antonio Funes
Vergleich Standard- vs. Turbomodus Acer Predator Helios 300
Wie ihr seht, sind je nach Spiel zwischen 5 und 15 Prozent mehr FPS möglich, was in manchen Fällen für die entscheidenden zusätzlichen Bilder und damit für ein flüssigeres Spieleerlebnis sorgen kann.
Mit der Software Nvidia GeForce Experience https://www.nvidia.com/de-de/geforce/geforce-experience/ könnt ihr übrigens Eure Spiele optimieren. Denn mit der Software stellt Nvidia für viele Spiele Profile zur Verfügung, die ein optimales Verhältnis aus Grafikqualität und Leistung bieten. Ihr könnt freilich auch selbst im Spiel bei den Grafikoptionen ausprobieren, welche Regler das für euch beste Ergebnis liefern. Die GeForce Experience-Software hat aber bewährte Voreinstellungen parat, die für das jeweilige Spiel auch automatisch umgesetzt werden, wenn ihr sie aktiviert. Durch die Nvidia-Technologie Battery Boost, die Teil der GeForce Experience ist, gibt es übrigens auch die Option, den Strombedarf im Akkubetrieb zu optimieren. Auf diese Weise könnt ihr auch ohne vorhandenen Stromnetzanschluss länger spielen als ohne die Battery Boost-Funktion. Nvidia hat hierfür ebenfalls eine Datenbank mit Spielen parat, die speziell für die Battery Boost-Funktion optimiert wurden. Bei den Spielen werden mit dem Battery Boost die FPS begrenzt, was Leistung spart, da die Grafikkarte nicht mehr so viel Bilder pro Sekunde berechnet wie möglich, sondern nur noch so viele wie (für ein flüssiges Gaming) nötig.
In Zeiten von Let'sPlays und Co wird ein Aufnahmetool für Games immer wichtiger. Dieses ist in Form von Shadow Play ebenfalls in der GeForce Experience integriert. Mit Shadow Play lassen sich im Nachhinein die letzten 30 Sekunden des Games als Video speichern. Startet man die Aufnahme in Echtzeit, so ist auch eine längere Aufzeichnung oder ein Livesetream möglich. Die Videos lassen sich natürlich auch komfortabel über soziale Medien teilen. Durch Nvidia Ansel könnt ihr zudem in mit Ansel kompatiblen Games einen erweiterten Screenshot erstellen: Das Spiel pausiert, und ihr könnt die Kamera frei bewegen, so dass Kamerawinkel ermöglicht werden, die das Spiel normalerweise nicht bietet.
Lüftung und Netzbetrieb
Die Lüftung des Predator Helios 300 dreht im Spielbetrieb natürlich auf, um die Grafikarte und CPU zu kühlen. Die dabei enstehende Lautstärke ist für für einen Spiele-Laptop aber völlig im Rahmen und stört praktisch nicht beim Zocken. Die Lüftungsgeräuche erinnerten uns eher ein etwas stärkeren Regen, den man bei offenem Fenster durch die Bäume rauschen hört, und nicht - wie es bei vielen Konkurrenz-Laptops - an einen leuten Föhn.
Quelle: Acer
Acer Predator Helios 300: Tastaturbereich
Beim Spielesound von F1 2018 ging das Lüftergeräusch komplett unter, für leisere Titel oder Spiele, in denen ihr genau hinhören solltet, ist ohnehin ein Kopfhörer zu empfehlen. Damit bekamen wir beispielsweise bei Fortnite oder Battlefield 4 nichts mehr von etwaigen Lüftergeräuschen mit. Ein Hinweis zum Betrieb des Predator Helios 300 per Akku: für lange Gaming-Sessionen ist der Akku freilich nicht geeignet, zumal die Grafikkarte nur bei Netzbetrieb ihren Takt ausreizt. Für Officetätigkeiten ist der Akkubetrieb aber sehr gut geeignet.
Fazit zum Predator Helios 300: In seiner Preisklasse top
Das Gesamtpaket unseres Predator Helios 300-Testmodelles überzeugt: es bietet ein für Gaming gut geeignetes großes 17,3 Zoll-IPS-Display, eine gute Verarbeitung und eine beeindruckende Spieleleistung, die man sonst nur von deutlich teureren Modellen gewohnt ist. In jedem Fall ausreichend, selbst für aktuelle, hardware-hungrige Spiele. Der Preis von etwa 900 Euro ist absolut angemessen, zumal die Lüftung vergleichsweise leise ist. Das vorinstallierte Windows lädt - nachdem ihr es im Zuge der Ersteinrichtung geupdatet habt - dank der SSD in nur etwa 10 Sekunden. Bis auf eine Testversion von Norton ist uns auch keine Software aufgefallen, die eventuell unnötig beim Start geladen wird und das Notebook verlangsamen könnte.
