Captiva G9M 18V2: Äußeres, Praxis und Fazit

Special Antonio Funes
Captiva G9M 18V2: Äußeres, Praxis und Fazit
Quelle: Captiva

Desktop-PCs bieten im Vergleich zu Notebooks beim Gaming mehr fürs Geld, was die Leistung betrifft. Trotzdem will manch einer einen Laptop, mit dem er spielen kann. Der Captiva G9M 18V2 ist dabei ein Notebook für den Einstieg ins Gaming und kostet knappe 1000 Euro. Wir haben uns den Laptop näher angeschaut und auch die Spieleleistung getestet.

Gehäuse und Design

Beim Gehäuse (Breite 41,85 cm, Tiefe 28,87 cm, Höhe 2,74 cm, Gewicht 3,1 Kilogramm) haben wir nichts zu meckern: Das Captiva G9M 18V2 ist gut verarbeitet, wir konnten keine klapprigen Elemente oder auffälligen Spaltmaße entdecken.

Das Material des Gehäuses ist ein stabiler Kunststoff mit einer mattschwarzen Optik. Auf dem Deckel ist ein silberner Captiva-Schriftzug zu sehen, unter ihm sind dachartige Linien, die im eingeschalteten Zustand rot leuchten.

Captiva G9M 18V2 Tastatur Quelle: Captiva Captiva G9M 18V2 Tastatur Die Tastatur, die auch ein Nummernpad bietet, ist ebenfalls beleuchtet, wobei sich mit einer mitgelieferten Software die Farben umfangreich konfigurieren lassen, auch Farbeffekte wie Wellenbewegungen sind möglich. Die Tastatur selbst ist laptop-typisch eher flach, das Tippgefühl ist insgesamt sehr angenehm. Das Touchpad ist großzügig bemessen und arbeitet zuverlässig, im unteren Bereich des Touchpads ist mittig ein Fingerabdrucksensor eingelassen, mit dessen Hilfe man sich beispielsweise bei Windows anmelden kann, um sich eine Passworteingabe zu sparen. Das Touchpad ist ein wenig nach links versetzt unter dem Tastaturbereich platziert, kommt aber der linken Hand, wenn man beim Gaming die WASD-Tasten nutzen will, nicht in die Quere - natürlich ist das Touchpad aber auch bei Bedarf abschaltbar.

Praxis: Booten und Officebetrieb

In der Praxis zeigt sich, dass der Captiva G9M 18V2 dank der M.2-SSD in wenigen Sekunden bereits den Anmeldeschirm von Windows präsentiert. Neben Treibern ist auch die Software Control Center vorinstalliert, mit der sich viele Dinge einstellen und überwachen lassen. Zum Beispiel gibt es mehrere Betriebsmodi, die auf verschiedene Zwecke optimiert sind: für Gaming die volle Leistung, für Unterhaltung eine Mischung aus Leistung und Strombedarf, für das Schonen des Akkus ein Stromsparmodus mit folgerichtig eher dunklem Display. Auch die Tastatur wird mithilfe des Control Centers konfiguriert. Wer will, der kann das Lüfterverhalten selbst konfigurieren, eine Überwachung der Temperatur oder der Taktwerte bietet die Software ebenfalls. Ein kurzes Wort zur Akkuleistung: Wir konnten im "Unterhaltungsmodus" etwa fünf Stunden messen - ein guter Wert für einen Gaminglaptop dieser Größe. Im Betrieb hören wir von den Lüftern bei wenig Last so gut wie nichts, bei starker CPU-Last und Gaming ist ein Rauschen zu hören, das aber recht moderat ausfällt.

Praxis: Spieleleistung

Wir kommen nun zu der Spieleleistung. Wunderdinge kann man bei einer Nvidia GeForce GTX 1050 Ti natürlich nicht erwarten, aber in einigen Spielen merkten wir, dass die starke CPU durchaus für ein paar FPS (Bilder pro Sekunde) mehr sorgt als es mit einigen anderen Laptops der Fall ist, die die gleiche Grafikkarte, aber eine schwächere CPU nutzen. Denn gerade wenn eine Grafikkarte eher aus dem oberen Einsteiger- bis unteren Mittelklassebereich kommt, spielt der Prozessor eine wichtigere Rolle. Das wirklich sehr anspruchsvolle Kingdom Come: Deliverance läuft mit etwa 40 FPS auf mittleren Details. Call of Duty: Black Ops 4 bringt es bei mittleren Details (mit Renderschärfe auf 100) auf knapp 60 FPS.

Captiva G9M 18V2 Quelle: Captiva Captiva G9M 18V2 Das etwas ältere Tomb Raider bewältigt den Benchmarktest auf maximalen Details mit 63 FPS, die Rennsimulation F1 2018 kommt bei Ultra-Details auf 38 FPS, eine Stufe niedriger sind es 64 FPS (mehrere Runden auf der Rennstrecke von Melbourne, Australien). In Diablo 3 metzelt ihr erwartungsgemäß mit mehr als 110 FPS im Schnitt die Dämonen und Monster aus dem Weg. Bei Doom auf Ultra-Details bringt der Captiva G9M 18V2 stets mehr als 60 FPS.

Fazit

Für seinen Preis von knapp 1.000 Euro bringt der Captiva G9M 18V2 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich wäre ein PC, der von der Leistung her gleich stark ist, deutlich günstiger. Aber im Vergleich zu anderen Laptops ist der Bolide von Captiva sogar eines der günstigsten Geräte mit einem Intel Core i7, einer Nvidia GTX 1050 Ti sowie einer M2-SSD. Für Spiele reicht die Leistung aus, wenn man keine hohen Details von den neuesten Spielen verlangt. Echte Schwächen haben wir, sofern man nicht mehr Leistung verlangt, keine entdeckt, obgleich es freilich Laptops mit haptisch hochwertigerem Material und stärkeren Displays gibt, die dann aber auch deutlich teurer ausfallen. Wer einen Laptop mit 15,6-Zoll-Display sucht, bei Spielen keine extrem hohen Ansprüche an die Leistung hat, aber trotzdem auch eine hohe potenzielle CPU-Power wünscht, kann also bedenkenlos zum Captiva G9M 18V2 greifen.

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