Reanimal schockiert und begeistert im Test mit einer düsteren Welt und dichter Atmosphäre

Test Vivien Ziermann
Reanimal schockiert und begeistert im Test mit einer düsteren Welt und dichter Atmosphäre
Quelle: PC Games

Die ursprünglichen Little-Nightmares-Macher melden sich mit einem neuen Horrortrip zurück. Reanimal überzeugt mit intensiver Atmosphäre, einer albtraumhaften Welt und cleverem Gameplay.

Fans der Little-Nightmares-Reihe bekamen im letzten Jahr zwar einen neuen Teil spendiert, dieser blieb allerdings stark hinter den Erwartungen der Spieler zurück. Doch trotzdem gibt es jetzt Grund zur Freude. Denn nachdem bereits eine öffentliche Demo die Fans begeisterte, meldet sich das ursprüngliche Entwicklerteam des Tarsier Studios jetzt mit der Vollversion ihres neuen Werks Reanimal zurück.

Auch wenn es sich hierbei um eine neue Marke handelt, da die Rechte der Little-Nightmares-Reihe bei Bandai Namco geblieben sind, weckt bereits der markante Grafikstil Erinnerungen an die früheren Titel des Studios.

Wir haben uns in die etwa sechs Stunden lange Geschichte gestürzt und geben euch einen Einblick in die Stärken und Schwächen von Reanimal (jetzt kaufen 35,88 € / 39,99 € ). Schafft es das Entwicklerteam, die Konkurrenz in den Schatten zu stellen, oder müssen sie sich doch gegen Little Nightmares 3 geschlagen geben?

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Auf der Suche nach unseren Freunden

In Reanimal begeben wir uns zusammen mit zwei Kindern auf die gefährliche Suche nach unseren vermissten Freunden. Auf Namen wird hier getrost verzichtet, daher haben die beiden einfach die Bezeichnungen Junge und Mädchen. Gemeinsam steuern wir mit unserem Boot verschiedene Strände an, um die anliegenden Regionen nach den verlorenen Kindern zu durchsuchen.

Dabei lauern natürlich überall Gefahren. Gruselige Monster haben unsere Freunde gefangen genommen. Nun liegt es an uns, sie zu befreien und gemeinsam einen Weg in Sicherheit zu finden.

Vier Kinder mit Marken sitzen in einer schwach beleuchteten Bushaltestelle bei Nacht. Es regnet. Quelle: PC Games Gemeinsam mit unseren Freunden suchen wir einen Weg aus dieser Hölle, um schließlich endlich in Sicherheit zu sein.

Atmosphärisch dichte Welt voller Geheimnisse

Schon von der ersten Minute an überwältigt uns die dichte Atmosphäre der düsteren Welt. Allein in einem kleinen Boot, scheinbar verloren auf hoher See, machen der Wellengang und der dicke Nebel die ohnehin schon beängstigende Situation noch bedrohlicher. Darüber hinaus wirkt jeder Strand, den wir ansteuern, wie ausgestorben.

Den Entwicklern ist es auf einzigartige Weise gelungen, allein durch die Atmosphäre der Welt ein starkes Gefühl von Hilflosigkeit und Angst zu erzeugen. Scheinbar völlig auf uns allein gestellt, müssen wir uns beinahe ohne jegliche Mittel den großen Gefahren der Welt entgegenstellen.

Doch so angsteinflößend die Welt auch sein mag, so schrecklich schön ist sie gestaltet. Jedes Kapitel überrascht mit einem ganz eigenen Setting, das wir erkunden müssen. Wobei jeder Ort auch eine eigene Geschichte erzählt. Von einem dunkelgrünen Wald über ein verlassenes Kino bis hin zu einer Schweinefarm inmitten eines Feldes voller knalliger, orangener Blumen bringt jedes Kapitel Abwechslung in die Umgebungen.

Dadurch macht es besonders viel Spaß, die verschiedenen Orte genau zu erkunden und öfter vom linearen Story-Pfad abzuweichen. In versteckten Räumen und hinter geheimen Ecken warten viele interessante Dinge auf uns. Neben unterschiedlichen Masken, die die Kinder auf ihrer weiteren Reise tragen können, finden wir viele weitere Objekte in der Welt von Reanimal. Dazu kommt, dass wir durch das Finden aller besonderen Geheimnisse ein alternatives Ende freischalten können. Gründliches Erkunden lohnt sich also.

Zwei Kinder stehen vor einer schafförmigen Gedenkkerze. Im Hintergrund liegt ein toter Wal. Quelle: PC Games Für verstorbene Freunde können wir in Reanimal Gedenkkerzen in Schafform entzünden - vorausgesetzt, dass wir sie finden. Doch nicht alle Orte sind einfach so zugänglich. Ob auf dem Story-Pfad oder bei der freien Erkundung - wir werden häufiger vor kreative Rätsel gestellt. Diese sind oft knifflig, aber nie so herausfordernd, dass sie frustrieren würden. Erfahrene Rätselspieler haben hier zwar oft nicht lang zu überlegen, wir brauchten allerdings durchaus das ein oder andere Mal einen kurzen Moment, um auf die richtige Lösung zu kommen.

Doch auch wenn die Rätsel nicht übermäßig schwer sind, sind sie kreativ gestaltet und abwechslungsreich. Es kommt sehr selten vor, dass wir mit der immer gleichen Herangehensweise an unser Ziel kommen. Das macht das Rätsellösen motivierend und sorgt regelmäßig für frischen Wind im Spielverlauf. Welche Spielmechaniken auf euch warten und ob ihr Reanimal besser allein oder im Koop erlebt, erfahrt ihr auf Seite 2.

  1. Seite 1 Reanimal im Test: Story & Weltdesign
  2. Seite 2 Reanimal im Test: Mechaniken & Spielmodi
  3. Seite 3 Reanimal im Test: Technik & Fazit
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