Reign of Fire: Die Herrschaft des Feuers im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Packen wir mal lieber eine Filmlizenz 'rein, oder machen wir doch ein vernünftiges Game? Dabei lassen wir im Raum stehen, ob sich das die Entwickler von "Reign of Fire" wirklich gedacht haben, oder ob der Eindruck täuscht. Auf alle Fälle basiert das Game auf dem Kinofilm "2084 - Die Herrschaft des Feuers", welcher vor Kurzem über die Kinoleinwände flimmerte. Dabei geht es um den großen Irrtum der Menschen, die doch glatt dem Mythos aufgesessen sind, dass es keine Drachen gibt. Stimmt nämlich nicht, in Wirklichkeit sind sie für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich, und um der Sache die Krone aufzusetzen, schicken sie sich nun an auch die Menschheit auszurotten.

Damit ist der Storyplot in groben Zügen umrissen und lässt bereits vermuten um welche Art von Aktion es sich handelt. Das Gameplay besteht nämlich durchgehend aus bekannten Prinzipien bereits erhältlicher 3rd-Person-Shooter. Immer geht es darum Angreifer zurückzuschlagen, Orte zu verteidigen oder Konvois zu begleiten. Dazu stehen uns diverse Fahrzeuge zur Verfügung die mit verschiedenen Waffen ausgerüstet sind um den bösen Drachen den Garaus zu machen. Hat man so das Abenteuer der Menschen hinter sich gebracht, darf man als Belohnung die Seite der Drachen spielen.

Die Steuerung kommt auf den ersten Blick mit dem bekannten Prinzip der zwei Analogsticks daher, von denen der linke zum steuern des Fahrzeugs dient und der rechte um Ziel aufzunehmen. In der Praxis allerdings bemerkt man schnell, dass bei der Umsetzung dieser etwas schief gegangen ist, denn das Fahrzeug versucht sich ständig nach der Schussrichtung auszurichten, was totaler Blödsinn ist wenn man es doch manuell lenken kann. So nämlich beeinflussen sich die beiden Achsen (Fahrzeug und Ziel) ständig gegeneinander, womit man mehr mit der Steuerung zu kämpfen hat als das Missionsziel zu erreichen. Um diesen Umstand zu mildern, hat man der Gamecube-Version eine "einfache Steuerung" spendiert, welche einfach die Steuerung des Fahrzeuges und die Waffe gemeinsam auf den linken Stick legt. Damit ist es nicht mehr möglich in eine andere Richtung zu fahren als man schiesst. Dafür sind die Feuerknöpfe für die primäre und sekundäre Waffe intelligenter als bei der Xbox angeordnet, so dass man auch Ziel aufnehmen und schiessen gleichzeitig kann.

Die Grafik gibt sich im Grunde recht detailliert, allerdings gehen viele der Details im allgemeinen Graubraun unter, in der die gesamten Maps erstellt wurden. So passt es zwar wunderbar zum Endzeitthema, dass es keine bunten Pflanzen oder schöne Gebäude gibt, etwas mehr Abwechslung hätte aber nicht geschadet. Dafür läuft die Engine angenehm rund und produziert keinerlei PopUps oder Slowdowns, ebenso wenig sind PAL-Balken vorhanden oder andere grafische Unschönheiten. Zudem beherrscht der Titel den 50 Herz PAL-Mode genauso wie 60 Herz Bildwiederholfrequenz. Diese Einstellung wird übrigens nicht, wie bisher am Gamecube üblich, im Setup gespeichert, sondern der Spieler kann bei jedem Start aufs neue entscheiden wie er es denn gerne hätte.

Die Soundkulisse gibt sich zwar alle Mühe für etwas Stimmung zu sorgen, schafft es aber nicht ganz, da sich schon bald die Sprüche von Van Zan zu wiederholen beginnen und neben den Waffengeräuschen nicht mehr viel zu hören ist. Dazu gesellen sich Qualitativ schlecht gesampelte Stimmen die noch dazu viel zu leise in den Sound einfließen, so dass man kaum ein gesprochenes Wort versteht. Warum man nur der PS2-Version einen eigenen Volumenregler für die Sprache spendierte, bleibt ebenfalls ein Geheimnis der Entwickler.

Meinung

Wertung zu Reign of Fire: Die Herrschaft des Feuers (GC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Gelungenere Steuerung als bei der Xbox-Version
Matschige braune Grafikschlecht abgesampelte Stimmenflaches Gameplay

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