Rocket Knight im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Sparksters Wiederbelebung auf XBLA und PSN gefällt wegen seiner kniffligen Sprungpassagen und punktgenauen Steuerung.

Irgendwie wollte in den 90er Jahren so ziemlich jeder Publisher sein eigenes Maskottchen etablieren. Bei einigen klappte es besser, andere kamen eher peinlich daher. Nach rund 15 Jahren kehrt das Super-Opussum Sparkster zurück und lässt die guten, alten 16-Bit-Zeiten wieder aufleben, dieses Mal in HD-Grafik im PlayStation Network und über Xbox Live. Die PC-Version ist bisher nur in Nordamerika via Steam zu bekommen.

Klassisches Spielerlebnis

Rocket Knight Rocket Knight Rocket Knight ist kein Remake, sondern der dritte Teil der Reihe. Die Story ist denkbar einfach: Sparkster hat sich eigentlich zur Ruhe gesetzt, doch als die Wölfe seine Heimat mit riesigen Luftschiffen angreifen, lässt er die Gartenarbeit liegen und schnallt sich seinen Raketenrucksack wieder um. Rocket Knight ist ein typisches 2,5D Jump & Run. Dies bedeutet, dass man sich durch eine 3D-Welt bewegt und gleichzeitig nicht auf das klassische 2D-Gameplay verzichten muss. Die Entwickler von Climax haben es zum Glück unterlassen, irgendwelche neumodernen Elemente in das Spiel einzubauen, weswegen man sich an selige Zeiten erinnert fühlt, was nichts anderes als unverfälschtes Hüpfvergnügen bedeutet.

Rocket Knight Rocket Knight Rocket Knight beginnt recht simpel. Zunächst gilt es, die ersten Wölfe mit einem Schwerthieb zu erledigen, während man ein paar noch recht leichte Sprungpassagen absolviert und sich an der schönen Landschaft, den knuffigen Animationen und den Cel-Shading-Elementen erfreut. Neben seinem Schwert verschießt Sparkster auch eine Energiekugel mit einer begrenzten Reichweite. Besonders effektiv ist jedoch der Raketenantrieb, mit dem sich die Beutelratte nicht nur hoch in die Luft befördern kann, sondern auch geradewegs auf den Feind zustürmt. Bevor man diesen effektiven Dash-Angriff durchführen kann, sollte die dementsprechende Energieleiste gefüllt sein, was allerdings in kürzester Zeit geschieht. Mit dem Raketensprung ist es zudem möglich, Sparkster wie ein Flummi an Wenden abprallen zu lassen, um auf bestimmte Ebenen zu kommen. Hierbei muss allerdings der richtige Winkel getroffen werden.

Mit Wölfen ist nicht zu spaßen

Rocket Knight Rocket Knight Nach einer halben Stunden merkt man, dass Rocket Knight immer mehr Konzentration benötigt. Während die Feinde kontinuierlich stärker und zahlreicher werden, benötigen auch die Hüpfeinlagen immer mehr Können. Anfänger dürften schnell überfordert werden, alte Hasen wird es freuen, denn immerhin wurde dieses Genre in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt. Sparkster verfügt über eine überschaubare Leiste mit Herzsymbolen, drei Leben und drei Continues. Sind diese aufgebraucht, ist das Abenteuer vorbei, wie in alten Zeiten. Dies unterstreicht auch die Spielzeit, da man rund drei Stunden für das Durchspielen benötigt, wenn man denn die nötigen Fähigkeiten hat, da die teils riesigen Bosse über den Bildschirm hinauswachsen und eine perfekt abgestimmte Taktik erfordern. Hat man den Feind allerdings durchschaut, ist das Erfolgserlebnis umso größer.

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