CAGGTUS 2024 - Eine enttäuschende Messe - und trotzdem wichtig
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Mit der CAGGTUS ging die größte LAN-Party Deutschlands dieses Jahr in die zweite Runde. Der geistige Nachfolger der Leipziger Dreamhack brach zwar einen neuen Besucherrekord, doch in einigen Bereichen enttäuschte der Gamer-Treff.
Die zweite Auflage der CAGGTUS übertraf die Erwartungen der Veranstalter: 17.300 Besucher und 1.900 LAN-Teilnehmer versammelten sich am vergangenen Wochenende in den Hallen der Leipziger Messe. Ähnlich wie die Dreamhack, die mittlerweile in Hannover ansässig ist, ist auch die CAGGTUS in zwei Bereiche geteilt: eine LAN-Area und eine Entertainment-Expo.
Vorab sei an dieser Stelle gesagt, dass wir keine Möglichkeit bekamen die LAN selbst zu erleben. Wir durften lediglich in Begleitung des Veranstalters die LAN-Halle über eine Art "Aussichtsplattform" von oben betrachten. Daher gehen wir im Folgenden ausschließlich auf die Expo ein.
Quelle: Leipziger Messe / Niclas Schmidt
Grob konnte man die in ein paar wenige Bereiche einteilen: Retro, Bühnen, Indie, Aussteller, Gaming-Stations, Cosplayer und leere Gänge. Aber beginnen wir direkt mit dem Auffälligsten: die Bühnen. Direkt am Eingang befand sich eine große Show-Bühne mit aufgebauter Tribüne, auf der sich eSports-Begeisterte oder einfach erschöpfte Besucher ausruhen konnten.
Das Programm war ausgewogen und es war immer etwas los. Von Turnieren über Gaming-Shows bis zu Cosplay -Events war einiges zu sehen. Eine zweite Bühne wurde von Kollegen aus der Branche bespielt, direkt daneben eine Streamer-Bühne.
Etwas abseits des Geschehens, in eine hintere Ecke der Halle gestellt, befand sich ein gewohnt großer Stand des Landwirtschaftssimulators inklusive Bühne für die Farming Simulator League. Wer schon einmal den Landwirtschaftssimulator auf einer x-beliebigen Messe gespielt hat, weiß, wie es dort aussah: ein großer Mähdrescher, ein paar Anspielstationen auf Holzbänken und eine Bühne, auf der Turniere gespielt werden.
Quelle: pcgames
Um dem Trubel der Bühnen zu entgehen, führte der Weg durch breite, wenig besuchte Gänge zu verschiedenen Ausstellern, die per se erst einmal nichts mit Gaming zu tun haben. Es waren die üblichen Stände von Krankenkassen, Stromanbietern und Co. Immerhin boten diese kleinere Snacks und Getränke, wodurch man sich den Kauf eines Mittagessens, für das Preise im Wert einer Niere aufgerufen wurden, sparen konnte.
Zwischen den Ständen waren sporadisch kleine Retro-Stationen aufgebaut. So konnte man etwa den ein oder anderen Sega-Klassiker spielen oder sich mit den Bongos auf dem Schoß in Donkey Konga messen. Selbst ein kleines Mario-Kart-Turnier wurde vom HI-SCORE Hannover veranstaltet.
Doch so schön nostalgische Gefühle sein mögen, sind Retro-Stände auf Messen leider immer ein einfaches Mittel, um Besucher zu besänftigen. Denn ringsherum gab es nicht allzu viel zu erleben. MSI und Alienware bauten ein paar Gaming-Stations auf, um ihre eigenen Produkte zu präsentieren.
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Dort zu spielen, kam jedoch eher einem Tag im Zoo gleich, weil interessierte Besucher natürlich wissen wollten, wie die Geräte (oder vielleicht auch wir) performen. Etwas cleverer, wenngleich noch immer mit dem Gefühl eine Schaufensterpuppe zu sein, gestaltete Samsung den Galaxy-Stand. Hier wurden immerhin direkt neue Monitore vorgestellt und es gab gemeinsame Sessions wie Minecraft-Turniere.
