Arcane und Edgerunners machen es vor: Die besten Videospielverfilmungen sind eigentlich gar keine!
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Der Hype um Videospielverfilmungen hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Warum sind trotzdem nur so wenige davon richtig gut? Wir haben das Phänomen Videospielverfilmung unter die Lupe genommen.
In den letzten Jahren erlebten Videospielverfilmungen einen regelrechten Boom. Mittlerweile bekommen wir gleich mehrere pro Jahr in den Kinos zu sehen. Die meisten davon bewegen sich in einem Spektrum zwischen okay und grauenvoll. Finanziell sind sie nicht immer ein Erfolg. Dennoch locken sie jedes Jahr viele tausende Menschen ins Kino.
Kein anderer Film zeigte das so wie Super Mario Bros (2023). Dieser war mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde Dollar nicht nur der zweiterfolgreichste Film im Jahr 2023, sondern auch die erfolgreichste Videospielverfilmung überhaupt. Wir analysieren in diesem Special, warum nur so wenige Umsetzungen wirklich gut funktionieren.
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Videospielverfilmungen damals und heute
Die Idee, Videospiele zu verfilmen, gab es schon vor über 30 Jahren. Bereits in den 1990er-Jahren gab es Versuche, Videospiele auf der Kinoleinwand umzusetzen. Die Ergebnisse waren aber noch, sagen wir, experimentell. Es entstanden unter anderem der erste Film zu Super Mario Bros (1993) und Street Fighter (1994). Die könnt ihr aber links liegen lassen, außer ihr steht auf extrem trashiges 90er-Jahre-Kino.
Inzwischen sind Videospiele deutlich mehr im Mainstream angekommen. Kein Wunder also, dass die Anzahl der Videospielverfilmungen eher zu- als abgenommen hat - trotz der gescheiterten Versuche von damals. Die Technik hat sich ebenfalls enorm weiterentwickelt, was hilft, wenn man Videospielthemen auf der Leinwand umsetzen will.
Hier muss man sagen, dass die modernen Umsetzungen deutlich angenehmer anzusehen sind. Aber auch bei den neueren Verfilmungen fragen wir uns manchmal: Was ist hier falsch gelaufen? Und irgendwie ist da immer dieses seltsame Gefühl, nachdem man einen solchen Film geschaut hat: Dass man zwar gerade einen netten, unterhaltsamen Film gesehen hat, aber nie ein Meisterwerk.
Quelle: Universal Pictures
Der neue Super-Mario-Film wurde zur erfolgreichsten Videospielverfilmung aller Zeiten.
Dabei klingt die Idee doch super. Man nimmt ein beliebtes Videospiel, schreibt ein Drehbuch dazu und besetzt es mit Filmstars wie Angelina Jolie in Tomb Raider (2001). Ab und zu kommen dabei auch passable Geschichten heraus. Doch für Fans von Videospielen ergibt das selten etwas, worüber sie sich freuen können.
Was sind eigentlich Videospielverfilmungen - und was nicht?
Zunächst ist es wichtig, zu wissen, dass wir es bei Videospielverfilmungen immer mit Produktfilmen zu tun haben. Denn am Ende profitieren sowohl Film- als auch Spieleindustrie vom Erfolg des Films. Nach der Ausstrahlung von Amazons Fallout-Serie (2023-heute) stiegen beispielsweise die Spielerzahlen von Fallout 4 stark an.
Auch marketingtechnisch hat das einige Vorteile. Dass aber Erfolg und Qualität nicht immer zusammenhängen, sollte klar sein. Eher kontrovers wurde Ein Minecraft Film (2025) aufgenommen. Obwohl dieser elf Jahre lang in der Produktion feststeckte, war aber auch er ein Erfolg.
Auch Serienadaptionen von Videospielen werden immer beliebter. The Last of Us ist inzwischen eines der Flaggschiffe von Amazons Streamingdienst. Hier waren sich die meisten Fans der Spiele und Neulinge einig, dass die Serie mindestens solide ist.
Auch Netflix landete mit Arcane: League of Legends (2021-2024) und Cyberpunk Edgerunners (2022-heute) zwei Spieleadaptionen. Diese beiden Serien unterscheiden sich aber deutlich von anderen Umsetzungen. Denn sie basieren nur ganz lose auf dem Material der Spiele und erzählen eigenständige Geschichten. Aber sind das dann noch Videospielverfilmungen?
Eine einheitliche Definition über den Begriff der Videospielfilme scheint es nicht zu geben. Trotzdem erkennt man dabei zwei verschiedene Herangehensweisen. Während manche Filme und Serien versuchen, die Geschichte des Spiels möglichst genau umzusetzen, gibt es auf der anderen Seite Adaptionen, die sich nur ganz lose am Ursprungsmaterial orientieren.
The Witcher (2019-heute) wird immer wieder im Kosmos der Videospielverfilmungen genannt. Das ist aber eigentlich falsch, denn die Serie basiert nicht auf den gleichnamigen Spielen von CD Projekt Red. Stattdessen wollte die Serie die Handlung der Kurzgeschichten und Romane rund um Hexer Geralt von Andrzej Sapkowski nacherzählen.
Quelle: PC Games
Die Witcher-Spiele verhalfen Geralt und Ciri zu internationaler Bekanntheit. Mit der Story der Spiele hat die Serie aber nicht viel zu tun.
Aber ist das gelungen? Na ja. Auf der Bewertungsplattform IMDb kann man erkennen, dass zumindest die ersten beiden Staffeln ganz gut unterhalten konnten. Ab der Dritten geht es aber sehr schnell abwärts und spätestens mit dem Ausstieg von Hauptdarsteller Henry Cavill löste sich der Hype um die Serie auf.
