Super Mario Galaxy 2 im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Eines der absoluten Most Wanted Games 2010! Doch war die Entscheidung richtig ein 2. Mario Galaxy zu veröffentlichen?

Nintendo liefert uns mit "Super Mario Galaxy 2" eine absolute Premiere. Bislang gab es pro Konsolengeneration immer nur ein großes Abenteuer mit dem bekannten Klempner (von Spinoffs mal abgesehen). Ob damals "Super Mario World", "Mario 64" oder "Super Mario Sunshine" - nie trat das wohl bekannteste Maskotten der Konsolenwelt zweimal auf einer Plattform auf. Vielleicht lag es daran, dass der pummelige Klempner trotzdem allgegenwärtig war, da er durch Serien wie "Mario Kart", "Mario Party" und viele andere stets im Rampenlicht stand. Auf der Wii erscheint nun allerdings ein direkter Nachfolger zu "Super Mario Galaxy", das 2007 sowohl die Fans, als auch die Fachpresse in wahre Lobeshymnen ausbrechen ließ. Die Erwartungen an den zweiten Teil sind also enorm hoch. Doch kann Mario diesen auch gerecht werden?

Das alte Lied mit Peach und Bowser

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Wer erwartet, dass man in "Super Mario Galaxy 2" eine äußerst anspruchsvolle, überraschende und spannende Geschichte geliefert bekommt, der hat von Mario nun wirklich gar keine Ahnung. Die Story läuft nämlich stets gleich ab. Koopa-König Bowser macht sich an Marios geliebte Prinzessin Peach heran und entführt diese. Meist richtet er dabei auch noch anderen Schaden an und sorgt für das reinste Chaos. Genau so verhält es sich auch dieses Mal. Nachdem er mit Peach geflüchtet ist, stellt sich heraus, dass er außerdem die mächtigen Powersterne eingesackt hat. Das halbe Universum ist in Aufruhr und Mario muss das wieder in Ordnung bringen. Dazu erforscht er die unterschiedlichsten Planeten, erkämpft sich die Powersterne zurück und tritt gegen Bösewicht Bowser an.

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Wieder einmal eine ziemliche 0815-Geschichte, die wenig Tiefe bietet und auf überraschende Wendungen gänzlich verzichtet. Doch Nintendo versteht sich bei den Mario-Spielen auch nicht als großer Geschichtenerzähler. Diese ist nur als Rahmen gedacht. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch das Spiel und hat lediglich die Aufgabe, hin und wieder daran zu erinnern, wofür man die ganzen Powersterne eigentlich sammelt. Sie steht somit nicht im Mittelpunkt, sondern rundet das Gameplay durch minimalste Dialoge und Zwischensequenzen ab.

Das Mario-Raumschiff

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Bevor sich Mario auf die Suche nach seiner holden Maid machen darf, muss er zunächst eine Möglichkeit finden, wie er Bowser folgen kann. In "Super Mario Galaxy" gab es eine Sternwarte, durch die man zu den verschiedensten Galaxien gelangen konnte. Dieses Mal setzt sich unser beliebter Klempner lieber mit Hilfe eines Gefährts in Bewegung. Ein kleiner Planet, der die Form seines Gesichtes hat, dient ihm als Raumschiff. Damit fliegt er von einer Welt zur nächsten und erobert die kostbaren Powersterne. Sie dienen ihm sozusagen als Antrieb, denn nur mit der entsprechenden Anzahl an Sternen, darf Mario auch tiefer in die verschiedenen Galaxien vordringen. Diese sind meist, wie auch schon im Vorgänger, relativ klein und beherbergen nur eine handvoll Powersterne. Das steigert die Abwechslung, da ihr sehr viele Planeten besuchen dürft. Je nach Aufgabenstellung kann es aber auch sein, dass man zwar den gleichen Planeten noch einmal aufsucht, jedoch an einer ganz anderen Ecke startet oder Bereiche erforscht, die man bislang noch nicht gekannt hat.

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Jedes Universum wird durch einen Bowserplaneten abgeschlossen. Dieser stellt eine gigantische Burg dar, auf der ganz am Ende entweder Bowser höchstpersönlich oder einer seiner Anhänger (z.B. Bowser Junior) anzutreffen sind. Wenn er besiegt, erhält man einen ganz besonders großen Stern, der den Weg zum nächsten Universum öffnet. Während die meisten Planeten unmittelbar von eurem Mario-Raumschiff angesteuert werden können, gibt es aber auch andere, die zunächst "geboren" werden müssen. Das klingt komisch und eigentlich ist es das auch. Hin und wieder trefft ihr auf so genannte Gourmet-Luma. Sie sind das gefräßige Pendant zu den kleinen Sternwesen, den Luma. Man erkennt sie daran, dass sie etwas dicker sind und (fast) nie genug bekommen. Sie geben euch eine bestimmte Zahl an Sternkristallen vor, die sie gerne verspeisen würden und wenn ihr sie damit füttert, dann verwandeln sie sich in einen neuen Planeten. Auf diesem lässt sich natürlich ebenfalls ein Powerstern ergattern. Insgesamt gibt es wieder 120 Stück davon, aber man muss nicht alle finden, um Peach vor den Fängen Bowsers retten zu können. Trotzdem ist man motiviert auch noch den letzten Stern zu finden.

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