Super Mario Galaxy 2 im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Eines der absoluten Most Wanted Games 2010! Doch war die Entscheidung richtig ein 2. Mario Galaxy zu veröffentlichen?

Mario der Luftikus

Super Mario Galaxy 2 Quelle: Nintendo Super Mario Galaxy 2 Wenn man Kritik an "Super Mario Galaxy 2" üben möchte, dann könnte man vielleicht beanstanden, dass man einem Mario Titel erstmals einen direkten Nachfolger spendiert hat und sich damit wenig kreativ zeigt. Wieder kämpft sich unser Held durch die verschiedensten Galaxien und wieder hüpft er von Planet zu Planet. Das Konzept ist somit nicht neu und sorgt auch nicht für die bekannten "Wow-Effekte", die für die Mario-Serie eigentlich so charakteristisch sind. Doch ist das wirklich schlimm? Im Gegenteil! Warum sollte man an einem absolut genialen Konzept nicht festhalten? So lange man es nicht blindlings kopiert und ohne neue Idee anreichert, gibt es nichts zu meckern und die neuen Ideen gibt es definitiv.

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Neben den bekannten Verwandlungsformen, wie etwa Feuer-Mario oder Biene Mario, gibt es zwei neue Powerpilze. Einmal die luftig leichte Wolkenblume und das genaue Gegenteil, den steinernen Felsenpilz. Wenn Mario nun die Wolkenblume verspeist, wird er wie in Watte gehüllt von drei kleinen Wölkchen verfolgt. Diese kann er jederzeit durch das Schütteln der Wii-Remote nutzen. Sie bilden dann eine Plattform und lassen unser kleines Pummelchen weite Schluchten überqueren. Doch wenn die dritte Wolke verblasst, dann ist Schluss mit lustig. Erst wenn wieder eine neue Wolkenblume konsumiert wird, kann Mario auch wieder drei Wölkchen herbeizaubern. Durch Wind werden die Wolkenplattformen davongetrieben, sodass man diese taktisch klug einsetzen muss und oft als Gefährt einsetzen kann.
Dann hätten wir da noch den Felsenpilz. Mario verwandelt sich nach der Einnahme dieses Items in einen massiven Stein, der durch die Gegend kullern kann. Während man so vor sich hin rollt, kann man seine ganze Feindesschar platt machen und so manches Hindernis aus dem Weg räumen. Allerdings muss man gut aufpassen, wo man seinen Felsbroken hinkommandiert, da dieser Spitzengeschwindigkeiten erreichen kann und wenn er erst in Fahrt ist, dann kann er schon mal ein wenig außer Kontrolle geraten. Sowohl der neue Wolken- als auch Felsmario wurden gut ins Spielgeschehen integriert. Die beiden neuen Power-Ups fordern euer Geschick, bringen frischen Wind ins Gameplay und sehen zudem auch noch äußerst ulkig aus.

Endlich wieder dabei: Yoshi!

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Ebenfalls ulkig, aber auch total goldig und wieder mit von der Partie ist der grüne Dino Yoshi. Während Mario letztes Mal alleine durch die Galaxien gezogen ist, bekommt er nun tatkräftige Unterstützung von seinem Lieblingsgefährten. Diesen findet man auf vielen Planeten in einem Ei versteckt. Doch was zeichnet Yoshi eigentlich aus? Noch immer kann er Gegner mit seiner Zunge heranziehen und mit einem Happs verschlucken. Meist wird er dafür mit ein paar Sternkristallen belohnt. Das funktioniert aber nicht bei allen Gegnern. Ein weiterer Move von Yoshi ist der Flatterflug. Hält man nach einem Sprung die A-Taste gedrückt, strampelt er wie ein Wilder, um noch ein Stückchen höher zu gelangen.

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Interessant wird es dann, wenn Yoshi eine Frucht verspeist. Er ändert dabei nicht nur seine Farbe, sondern nimmt auch bestimmte Eigenschaften an. Futtert er beispielsweise eine rote Chilie, so färbt sich sein Körper ebenfalls rot und er beginnt wie ein Wilder loszulaufen. Dabei erreicht er ein solches Tempo, dass er sogar Wände hinauf steigen kann. Das kann bisweilen sehr hektisch werden, aber nach einigen Sekunden hat er sich beruhigt und die Wirkung der Chilie lässt nach. Beim Verspeisen einer blauen Frucht geht es hoch hinaus. Yoshis Körper wird blau und pumpt sich gewaltig mit Luft voll. Diese verhilft ihm dazu aufzusteigen und wie ein Ballon empor zu fliegen. Wenn ihm die Puste ausgeht, gleitet er allerdings wieder zu Boden. Es sieht sehr lustig aus, wie sich Mario auf dem aufgeblasenen Yoshi festhält und beinahe hinunter fällt. Die gelbe Frucht ist ebenfalls sehr nützlich. Sobald Yoshi diese frisst, strahlt sein ganzer Körper in einem hellen Gelb. Dieser Schein leuchtet ihm den Weg und macht zuvor unsichtbare Plattformen sichtbar. Allerdings nur im direkten Umfeld unserer beiden Freunde. Mit der Zeit wird der ausgeleuchtete Bereich immer kleiner und wenn man die Plattform nicht mehr sehen kann, auf der man sich gerade befindet, dann fällt man hinunter. Es handelt sich hierbei also nicht um Plattformen, die man auch dann betreten kann, wenn man sie nicht sieht, sondern nur wenn sie auch wirklich durch Yoshi angestrahlt werden.

Super Mario Galaxy 2 Super Mario Galaxy 2 Diese drei Früchte sorgen allesamt für gelungene Einfälle und witzige Passagen innerhalb einiger Planeten. Es macht Spaß mit Yoshi durch die Gegend zu rasen, sich in die Lüfte zu begeben und Gefahren auszuweichen oder gefährliche Abgründe mit Hilfe der leuchtenden Plattformen zu überqueren. Dabei handelt es sich vielleicht nicht um Innovationen, bei denen man völlig überrascht vor dem TV sitzt, weil sie so neu und spektakulär sind, aber sie passen hervorragend in das Konzept des Spieles und reihen sich nahtlos darin ein.

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