Funktioniert Zelda auch auf Schienen oder hätte man dieses Element besser weggelassen?
Zelda und kein Ende! Es ist Jahre her, als die namensgebende Prinzessin zum ersten Mal in Not war, doch sie hat ihre Quote gut gehalten. Sie schafft es immer wieder sich oder ihr Königreich in Gefahr zu bringen. Da kann eigentlich nur noch Prinzessin Peach mithalten. Zum Glück taucht stets aufs Neue der tapfere Held Link auf und bringt alles ins Reine. Passend zur Weihnachtszeit treffen wir den Wichtel in grün einmal mehr im Lande Hyrule an, um Zeuge zu werden, wie er das Böse vertreibt. Doch eines ist bei "The Legend of Zelda: Spirit Tracks" besonders - man darf zum ersten Mal in der Geschichte der Serie Zugführer spielen. Im Herzen eines jeden Mannes wohnt tief innen ein kleiner Junge, der mit Freude Lokomotiven über die Schienen jagt und genau das darf man im neuen Zelda auch tun. Nein, man muss es sogar! Doch passt so etwas wirklich in die Umgebung und zum Flair der Zelda-Reihe?
Von Glaissen und Shienen
The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Einst lebten die Menschen in Harmonie und Einklang mit den Göttern und alles schien friedlich und perfekt. So blieb es bis zu jenem Tag, als der finstere Dämonenkönig angriff und Verwüstung und Zerstörung über das Land brachte. Die Götter konnten das nicht tatenlos geschehen lassen, also stellten sie sich dem Kampf und wehrten sich gegen den Dämonenkönig. Dieser Kampf schien kein Ende nehmen zu wollen, doch irgendwann gelang es den Göttern schließlich sich durchzusetzen. Mit letzter Kraft verbannten sie den Geist des Dämonenkönigs in einen Turm und sicherten diesen mit magischen Ketten. Niemand hätte sich träumen lassen, dass der Dämonenkönig sein finsteres Siegel jemals brechen würde. Doch die Ereignisse der jüngsten Tage sprechen eine andere Sprache. Die Ketten (die das Land in Form von Zuggleisen durchziehen) fangen an zu verschwinden und der Turm der Götter verliert nach und nach an Kraft. Und all das nur, weil Glaiss (der ehemalige Minister von Hyrule) mehr Macht anstrebt und gemeinsam mit dem bitterbösen Delok den Dämonenkönig befreien möchte. Dazu brauchen die beiden den Körper von Prinzessin Zelda, den sie gewaltsam an sich reißen, denn der Dämonenkönig benötigt eine menschliche Hülle, in die er nach seiner Befreiung schlüpfen kann. Doch da hat Shiene, die Beschützerin des Turmes der Götter, auch noch ein Wörtchen mitzureden. Sie steht euch bei und sagt euch was zu tun ist, um die Zuggleise wieder herzustellen und dafür zu sorgen, dass der Dämonenkönig auch weiterhin im Turm verbannt bleibt.
Gleistafeln, böse Phantome und Erneuerungsmelodien
Um den Bann nun also aufrecht zu erhalten, gilt es vier Tempel zu aktivieren, wodurch alle Zuggleise erneuert werden und dem Dämonenkönig eine Flucht aus dem Turm unmöglich machen. Doch bis ein solcher Tempel und die umliegenden Gleise wieder intakt sind gibt es einiges zu erledigen. Dabei läuft es immer auf die gleiche Weise ab.
The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Zunächst begebt ihr euch (stets mit dem Geist von Prinzessin Zelda an eurer Seite) in den Turm der Götter. Dort wird eine Gleistafel für einen bestimmten Bereich aufbewahrt. Dummerweise müsst ihr allerdings an ein paar finsteren Phantomen vorbei, die euch alles andere als wohlgesonnen sind. Da diese mächtigen Krieger viel zu stark sind, um sie im Zweikampf zu besiegen, muss sich Link etwas anderes einfallen lassen. Man sammelt also magische Kristalle, die Links Schwert zum Glänzen bringen. Mit dieser Macht kann er sich nun von hinten an ein Phantom anschleichen und es durch einen herzhaften Hieb außer Gefecht setzen. Ein Glück dass euch Prinzessin Zeldas Geist auf Schritt und Tritt folgt, denn dieser kann nun vom angeschlagenen Phantom Besitz ergreifen. Als Spieler darf man jetzt zwischen Link und Zelda (bzw. dem Phantom) hin und her wechseln. Das ist sehr nützlich, da man auf diese Weise andere Phantome ablenken kann und nicht von diesen als Feind erkannt wird. Als Phantom kann man auch problemlos durch Lava laufen und Link auf dem Kopf tragen, damit er unbeschadet ans andere Ufer gelangen kann. Man zeichnet dazu mit dem Stylus eine Route auf den Touchscreen und dieser folgt das Phantom anschließend. Viele Hindernisse lassen sich nur dann überwinden wenn Zelda (als Phantom) und Link im Team zusammenarbeiten. Hat man schließlich den Raum mit der wertvollen Gleistafel erreicht, verlässt Zeldas Geist den Körper des Phantoms und Links Schwert hört auf zu leuchten.
The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Doch die Gleistafel alleine ist nur die halbe Miete. Durch sie werden nur ein paar wenige Gleise aktiviert. Auf diesen gelangt man nun per Zugfahrt (dazu später mehr) zu einem Schrein. Dort kämpft man sich durch bis man am Ende auf einen von Shienes Freunden trifft, die euch das Lied der Erneuerung beibringen. Link hat von Prinzessin Zelda die Flöte des Landes erhalten und auf dieser lassen sich magische Melodien spielen. Die Panflöte wird auf dem Touchscreen dargestellt und man muss sie mittels Stylus "in die Hand" nehmen. Wenn man nun ins Mikrofon des Nintendo DS pustet wird der aktuelle Ton gespielt und gehalten. Bewegt man die Flöte nun mittels Stylus nach links oder rechts, so erklingen andere Töne. Das alles wird übersichtlich mit verschiedenen Farben dargestellt, damit man eine Melodie leicht nachspielen kann. Die Puste und das richtige Timing sollte man aber dennoch haben, denn nur wenn das Lied der Erneuerung gemeinsam richtig gespielt wird, erneuern sich die Gleise eines Bereiches und man kann endlich zu allen Orten reisen. So auch zum jeweiligen Tempel. Im Laufe des Spiels lernt man auch einige andere Lieder, die einem helfen Schätze zu finden, Dinge aufzuwecken oder eine Fee zu rufen, die Energie spendet.
