The Legend of Zelda: Spirit Tracks im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Funktioniert Zelda auch auf Schienen oder hätte man dieses Element besser weggelassen?

Kreative Rätsel und Glückspost

The Legend of Zelda: Spirit Tracks The Legend of Zelda: Spirit Tracks Wer an Zelda und an Rätsel denkt, dem werden sogleich auch irgendwelche Schalter oder Kisten in den Sinn kommen. Man muss zwar nach wie vor auch hier und da Kisten verschieben und Schalter aktivieren, aber nicht nur. Es gibt viele sehr interessante und kreative Rätsel. Beispielsweise im Schneetempel. Damit sich eine offene Türe nicht schließt, muss man unter Zeitdruck an einigen Statuen vorbei gelangen, ohne dass diese einen sehen. Die Statuen haben Gesichter und schauen immer in eine bestimmte Richtung. Da es zu viele sind, um sich alle Blickrichtungen auf Anhieb merken zu können, zeichnet man einfach auf der Karte die Blickrichtung jeder einzelnen Statue ein und so hat man gleich einen übersichtlichen Plan, welche Wege man nicht einschlagen darf. Mittels eigener Notizen findet man nun leicht zur Türe und kommt innerhalb des Zeitlimits dort an. Auch kurz vor dem Schneetempel gibt es ein spannendes Rätsel. Im Dorf der Anouk müsst ihr diesen dabei helfen, sich in 2er-Teams einzuteilen. Das kleine Völkchen scheint sehr launisch zu sein, denn der eine möchte nicht in einem Team mit jemandem sein, der ein größeres Geweih hat als er selbst, der andere kann niemanden ausstehen, der gelbe Kleidung trägt und wieder ein anderer hat eine Aversion gegen Bärte. Man muss also genau zuhören, wer gewisse Vorlieben oder Abneigungen hat und daraufhin die Teams zuteilen. Auch hierzu lassen sich auf der Karte Notizen machen. Erst wenn das gelöst wurde zeigen einem die Anouk den Weg zum Schneetempel.

The Legend of Zelda: Spirit Tracks The Legend of Zelda: Spirit Tracks Neben den Rätseln kann man sich auch mit allerlei "Sidequests" beschäftigen. Vor dem Schloss der Prinzessin gibt es beispielsweise eine Kampfarena in der man Unmengen von Gegnern plätten muss, ohne die Möglichkeit sich auch nur ein einziges Mal zu heilen, da unterwegs keine Herzchen eingesammelt werden können. Wie bereits erwähnt taucht auf der Zugfahrt hier und da ein Hase auf, den es einzufangen gilt. Überall stehen zudem große Stempel, die man in einem Buch sammeln sollte um damit zu zeigen, wo man überall gewesen ist. Dann gibt es noch die Möglichkeit des Glücksspiels. Kauft euch spezielle Postkarten und werft diese in einen Briefkasten. Mit ein wenig Glück gewinnt ihr auf diese Weise tolle Preise. Man kann also immer etwas finden, was es nebenher noch zu erledigen gibt, wenn man gerade keine Lust hat der eigentlichen Geschichte zu folgen.

Technische Aspekte und Multiplayer-Duelle

The Legend of Zelda: Spirit Tracks The Legend of Zelda: Spirit Tracks Was die Technik anbelangt hat sich seit "Phantom Hourglass" nicht viel getan. Die Grafik war aber schon damals sehr gut und besonders die lustigen Animationen und der sympathische Look konnten überzeugen. Daher ist auch "Spirit Tracks" optisch ein echter Kracher, aber es wäre schön gewesen, wenn man eine Steigerung zu seinem Vorgänger erkennen würde. Soundtechnisch gibt es keinerlei Grund zu meckern. Die epischen Zelda-Hymnen klingen in gewohnter Qualität aus den Boxen des DS und überzeugen mit Ohrwürmern und vertrauten Melodien. Dass es in Zelda-Spielen keine Sprachausgabe gibt ist ja hinlänglich bekannt und ob das nun gut oder schlecht ist sollte jeder für sich selbst entscheiden. Es ist durchaus denkbar, dass Link plötzlich ganz anders wirken würde, wenn er auf einmal eine Stimme verliehen bekäme. In Sachen Steuerung gibt es keinen Grund zur Sorge. Man hat sich dafür entschieden, dass Link alleine durch den Stylus bewegt wird und das funktioniert wieder einmal hervorragend. Man tippt auf einen Bereich in der Nähe von Link und schon beginnt er in diese Richtung zu laufen. Das kann man sich im Grunde wie eine Leine vorstellen, mit der man ihn über den Bildschirm zieht. Nur das Mikro kann hier und da Probleme bereiten, wenn man reflexartig einen Angriff starten will oder ähnliches.

The Legend of Zelda: Spirit Tracks The Legend of Zelda: Spirit Tracks Was den Multiplayer betrifft gibt es schon eher Grund zu meckern. Man darf diesen nicht als einen Mehrspieler im Sinne von "Zelda Four Swords" verstehen, sondern eher als kleinen Bonus, um sich ein wenig vom Hauptspiel abzulenken oder einfach mal eine Runde mit Freunden zu zocken. Es besteht leider nur die Möglichkeit vor den Phantomen zu flüchten und Kristallsplitter einzusammeln. Richtige Dungeons zu lösen oder gemeinsam als Team irgendwelche Aufgaben zu bewältigen ist nicht drin. Man sollte also lieber nicht zu viel davon erwarten. Wer den Mehrspieler als kleines Extra versteht, der wird damit zufrieden sein. Immerhin braucht man auch nur eine DS-Karte um ihn spielen zu können.

Meinung

Wertung zu The Legend of Zelda: Spirit Tracks (NDS)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
spannende und kreative Rätselguter Einsatz der Waffen und deren Eigenschaftenpackende Bossfights die fordern aber fair sindtolle Mikrofonnutzung (Panflöte und Luftkanone)sehr gelungene und komfortable Touchscreensteuerungübersichtliche Karte auf der man Notizen machen kannZelda als Phantom spielbartolle DungeonsZugfahren prinzipiell eine gute neue IdeeMehrspieler mit einer einzigen DS-Card/Modul möglich
das Zugfahren schränkt die freie Erkundung ein und ist manchmal nervigsehr viele Spielelemente aus dem Vorgänger übernommenMikrofon reagiert manchmal nicht so wie man möchte, Mehrspieler ist sehr minimalistisch
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