Wenn es draußen nass und kalt wird, erscheint pünktlich zur Geschenke-Saison ein neues Call of Duty. Dieses Jahr soll Call of Duty: Ghosts alles erneuern und die Serie in die neue Generation überführen. Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob das gelingt. Die Story ist so schlecht wie nie zuvor und die Online-Konkurrenz schläft nicht. Erfahrt in unserem Test, wie sich der Ego-Shooter wirklich schlägt.
Die Offenbarung: Dedicated Server!
Quelle: Activision
Call of Duty: Ghosts im Test für Xbox 360 und Playstation 3 (10)
Jeder Call of Duty Spieler kennt es: Gerade ist man tierisch im Flow, hat einen Zehner-Killstreak hingelegt und plötzlich unterbricht das Spiel. Der Host hat das Spiel verlassen, irgendein anderer muss seine Aufgabe übernehmen. Good news everyone: Dedicated Server sind endlich da. Aber jede gute Nachricht bringt auch eine schlechte mit sich. Peer-to-Peer-Spielegehören noch nicht hundertprozentig der Vergangenheit an. Mark Rubin kündigte vor einigen Wochen ein Hybridsystem an. Es gibt beides. Während die dedizierten Server im Test sehr stabil laufen, kann man das von spielergehosteten Sessions nicht sagen. Sie brechen gerne ab, stocken in der Verbindung und ruckeln teilweise. Der Clou: Call of Duty: Ghosts sucht sich angeblich die beste verfügbare Verbindung raus. Leider bleibt die nicht immer optimal.
Es ist aber wenigstens ein Weg in die richtige Richtung. Für die Zukunft aber sollte klar sein: Listen-Server müssen sterben!
Technisch der Konkurrenz nicht gewachsen
Quelle: Activision
Call of Duty: Ghosts im Test für Xbox 360 und Playstation 3 (11)
Technisch kann Call of Duty: Ghosts seinem direkten Konkurrenten Battlefield 4 nichts entgegensetzen. Die große Ankündigung einer neuen Ära entpuppt sich als riesiger Witz: Call of Duty: Ghosts basiert noch immer auf derselben Engine wie seine Vorgänger seit 2009. Klar, kleine Verbesserungen sind in das Grafikgerüst eingeflossen. So kann man sich nun um Ecken lehnen, bekommt wunderschöne Lichteffekte kredenzt und bringt mehr Details auf Texturen unter. Doch das zu einem großen Preis: Auf Xbox 360 und PS3 brauchen diese Details und hohen Auflösungen Zeit, bis sie geladen sind. Bis dahin sehen Objekte gerne mal verwaschen und unscharf aus. Die Texturen laden dann im Blickfeld des Spielers nach. Wer stehen bleibt, sieht auf dem ganzen Screen Bewegung. Das sind die Details, die erst mit der Zeit geladen werden können.
Und auch die Next Gen, meine persönliche Hoffnung auf eine spürbare grafische Verbesserung, hilft Call of Duty: Ghosts nicht aus der Patsche. Für diesen Test stand uns zwar nur eine CUrrent Gen Version zur Verfügung, ich habe aber auf der Xbox One schon mehrfach die Next Gen von Call of Duty gesehen. Und was ich da sah, hat mich nicht aus den Latschen gekippt. Sicher: Höhere Auflösung, ein paar mehr Details. Das gibt es. Aber der Wow-Effekt wie bei einem Ryse, Killzone oder Battlefield fehlt einfach. Im Gegensatz: Call of Duty: Ghosts sieht auf Playstation 4 und Xbox One einfach nur "weniger altbacken" aus – aber nicht modern! Eine finale Wertung will ich auf Basis dieser Anspieltermine aber nicht vergeben.
Die PC-Version von Call of Duty: Ghosts soll sogar noch schlimmere Bugs und Fehler enthalten. Was genau schief läuft, erklären euch Peter Bathge und Sascha Lohmüller in unserem PC-Testvideo. Da Gamezone die PC-Version noch nicht getestet hat, verweise wir an dieser Stelle auf den Test von PC Games. Dort gehen die Kollegen gr auf die Kritikpunkte ein.
