Dragon Age: Origins im Gamezone-Test

Test Galathor

Mit kurzer Verspätung kommt Dragon Age nun auch auf die PS3. Die Woche "Zusatzarbeit" hat sich gelohnt: Es ist toll geworden!

Auch kann der Kampf bei den Konsolen nur pausiert werden, wenn das Kreismenü geöffnet wird - da dieses aber mitten auf dem Bildschirm auftaucht, habt ihr selbst dann keinerlei Übersicht über das Schlachtfeld. Ärgerlich, unübersichtlich und ein indirekter Widerspruch zur Auslegung des Systems. Denn so verfällt es etwas zu sehr in hektischer Action, obwohl es dafür eigentlich nicht ausgelegt ist.

Eine verstaubte Bühne

Dragon Age: Origins Dragon Age: Origins Im Hinblick auf die Präsentation von Dragon Age: Origins (die Playstation 3 Version gleicht hierbei der Xbox 360 Fassung in allen Punkten) fragt man sich unweigerlich, ob da nicht mehr drin gewesen wäre. Denn obgleich der Spieler an den Fruchtknoten der Blüte gelangt, so müssen sich vorher erst die Blütenblätter öffnen. Diese wiederum sind jedoch nicht kräftig und farbenfroh, sondern verwelkt und kraftlos.
Keine Frage: Wenn es um das Design geht, so haben die Entwickler trotz der Ähnlichkeiten zu Herr der Ringe ganze Arbeit geleistet. Besonders die Innenlevel sind schön detailliert und abwechslungsreich, riesige Burgen legen sich in die Ufer des Meeres und die Zwergengebiete haben ihre Momente. Auch ähnelt kaum ein Ort dem anderen, jede Stadt, jeder wichtigere Plot wird in neuen Szenarien geführt. Und dennoch wird beim ersten Anblick kaum mehr als Enttäuschung auf dem Tisch liegen. Gerade naturelle Außenareale sind optisch bisweilen eine Zumutung und die Texturen, gerade an Rüstungen oder Objekten, erschrecken oftmals das Auge. Schade ist auch, dass mit der Umgebung kaum interagiert werden kann: Bis auf ein paar Truhen, Kräuter und vorgegebene Questgegenstände dient diese nur zur Ausschmückung.

Dragon Age: Origins Dragon Age: Origins Es sind aber nicht nur die Landschaften, es sind auch die Charaktere in der Spielwelt, die im Hinblick auf Mass Effect, das aus derselben Spieleschmiede entstammt, einen Rückschritt gemacht haben. Man kann ihre Emotionen und Mimiken zwar einigermaßen ablesen, an die Genauigkeit und Perfektion des entfernten Verwandten kommt es jedoch lange nicht heran. Immerhin sind die Animationen gerade innerhalb der Kämpfe sehenswert und gut choreographiert. Hinzu kommen dennoch diverse Clipping-Fehler bei angelegter Ausrüstung und zum Teil auch innerhalb der Umgebung. Dafür überzeugt auch die Konsolenfassung mit moderaten Ladezeiten und recht stabiler Framerate-Rate, sowohl auf der Playstation 3, als auch der Xbox 360.

Dragon Age: Origins Dragon Age: Origins Richtig gute Arbeit hat Bioware dafür beim Sound abgeliefert. Die gelungene deutsche Lokalisierung wurde ja schon angesprochen, aber auch und vor allem die musikalische Untermalung sorgt mitunter für die nötige Epik und Gänsehaut. Besonders in den Zwischensequenzen erhält sie positiven Einzug. Insgesamt durchaus erklärbar, zeichnet sich für den Soundtrack doch der Komponist Inon Zur verantwortlich, der auch schon für große Projekte, wie Fallout 3 oder Prince of Persia, die musikalischen Fäden gezogen hat. Innerhalb der Städte hört ihr immer handwerkliche und gesprächige Hintergrundgeräusche, in den Wäldern und Ruinen sorgen mysteriöse Geräusche für Spannung und auch die Waffen haben ordentlich Wumms. Es kann allerdings vorkommen, dass während des Abenteuers kurzzeitig die Sprecher bzw. die Musik verstummen, was mitunter als stören empfunden werden kann, allerdings auch nur selten vorkommt. Pluspunkt für die Playstation 3: Im Gegensatz zur Xbox 360 Version kann in diesem Fall zusätzlich auch auf die englische Synchronisation zurückgegriffen werden.

Dragon Age: Origins Dragon Age: Origins Dragon Age: Origins ist, dies sei zum Abschluss gesagt, ein reines Singleplayer-Erlebnis und verfügt über keinerlei Multiplayer-Modi. Der Wiederspielwert ist aufgrund der unterschiedlichen Origins-Einstiege und den weitreichenden Unterschieden bei euren Entscheidungen enorm hoch, und ist auch dank beiliegender Codes für eine Drachenblut-Rüstung und der Quest "The Stone Prisoner" ohnehin Garant dafür, dass ihr mit diesem Titel bis zu 100 Stunden beschäftigt sein könnt. Allerdings dürfen die Konsolenversionen nicht auf ein für den PC veröffentlichtes Tool/Mod-Set zurückgreifen, weshalb Konsoleros sich mit dem eigentlichen Hauptspiel begnügen müssen.

Meinung

Wertung zu Dragon Age: Origins (PS3)

Wertung:

8.9 /10
Pro & Contra
Pluspunkt für die Playstation 3: Im Gegensatz zur Xbox 360 Version kann in diesem Fall zusätzlich auch auf die englische Synchronisation zurückgegriffen werden,Spannende Hauptstory,Entscheidungen haben erheblichen Einfluss auf weiteren Spielverlauf50+ Stunden Spielzeitwunderbarer Soundtracksehr gute deutsche Synchronisationriesiger Umfangoriginelle Nebenaufgaben/-geschichteneinzigartige Charakterekomplexes Kampfsystemtolle BosskämpfeTaktikmenüreichhaltiger Kodexviele Talente/Fähigkeiten, Charaktererstellung & -entfaltungmehrere Schwierigkeitsgradehoher Wiederspielwert
Triste OptikClipping-Fehlerteils hektische & unübersichtliche Kämpfe (keine Taktik-Perspektive, schlechtes Pausieren)Diebstahl ohne Folgenzu auffällige Parallelen zu Tolkineigener Charakter bleibt stummdurchschnittliche KIgelegentlich Tonaussetzerwenig interaktive Umgebung
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