Etwas Grind gehört bei RPGs einfach dazu. Das Dragon Quest 1 & 2 Remake bietet eine Lösung für Spieler, die lieber nur die Geschichte erleben wollen.
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Die Kämpfe als Herzstück von Dragon Quest
Wer nicht alles vom Spiel übernehmen lassen möchte, der interessiert sich wahrscheinlich am meisten für die Kämpfe. Das grundlegende Gameplay ähnelt stark dem von jedem anderen rundenbasierten JRPG.
Auch hier sind die Entwickler kaum von den Originalen abgewichen. Dabei ist es sehr spannend zu sehen, wie viele Mechaniken schon in dem frühen RPG von 1986 vorhanden waren.
Quelle: PC Games
Zwar ändert sich die Waffe, die unser Charakter bei sich trägt, je nach Ausrüstung, aber Klamotten und Schild nicht. Das ist etwas schade.
Beispielsweise waren die bereits erwähnten Statuseffekte wie Gift, Paralyse und Schlaf schon lange vor Pokémon etabliert. Buffs und Debuffs spielten schon eine große Rolle und selbst Mechaniken wie Schadensarten mit eigenen Stärken und Schwächen taten hier ihre ersten Schritte.
Wer sich heute fragt, warum Pokémon des Typs Boden schwach gegen Eis sind oder warum Käfer keine Luftattacken mögen, der findet hier eine Antwort: weil es in Dragon Quest auch so gewesen ist.
Quelle: PC Games
Anders als zum Beispiel in Pokémon merken sich unsere Helden jede einzelne Attacke, die sie lernen. Trotzdem beherrscht jeder unterschiedliche Manöver und erfüllt eine eigene Rolle.
Dabei gibt es allerdings viel weniger Elemente und stattdessen spezielle Attacken, die besonders viel Schaden gegen beispielsweise Bestien oder Drachen verursachen. Außerdem lässt sich nicht immer sagen, welches Monster bei welchem Element schwächelt.
Dazu kommt ein Zielauswahl-System, das uns beim Spielen sehr einzigartig erschien. So gibt es Attacken, die ein einzelnes Ziel, eine Gruppe oder alle Feinde treffen. Eine Gruppe bezeichnet dabei eine Ansammlung von gleichen Feinden, die direkt nebeneinanderstehen.
Wie schlimm ist der Grind?
Dennoch gibt sich das Spiel im Grunde recht unterkomplex und das eher auf Grundlagen bestehende Kampfsystem könnte Genre-Fans unterfordern oder langweilen, besonders in Kombination mit dem Grind.
Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad benötigt es bereits den Extraaufwand, sich an Monstern hochzuleveln oder Gold zu sammeln, um sich bessere Ausrüstung zu kaufen. Ansonsten scheint es, als wären einige der Bosse unmöglich schwer.
Quelle: PC Games
Wenn unsere Helden sterben, dann ziehen wir sie als Särge hinter uns her. Um der morbiden Darstellung ein Ende zu setzen, müssen wir sie in einer Kirche wiederbeleben.
Wir testeten das Spiel an unterschiedlichen Stellen auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Den Anfang spielten wir in Drachling - also Leicht. Das forderte uns bereits ein wenig.
Achtung mit den Schwierigkeitsgraden!
Worauf ihr achten müsst: Wenn ihr später den Schwierigkeitsgrad erhöht und so vorher den Grind überspringen konntet, seid ihr an diesem Punkt dann viel zu schwach und müsst demnach das ganze Leveln nachholen.
Um diesen Stress zu vermeiden, solltet ihr eher bei dem am Anfang gewählten Schwierigkeitsgrad bleiben. Im Allgemeinen stört der Grind nicht zu sehr und bremst das Geschehen nur etwas aus, anstatt eine eigene Mammutaufgabe darzustellen.
Dabei gibt es in dem Spiel auch nur ein wirkliches Ziel. Anders als in anderen RPGs warten nämlich keine Nebenquests auf euch. Es gibt einige Schätze und Sammelobjekte zu finden, allerdings bleiben diese sehr im Hintergrund.
Stattdessen folgen wir einer langen, auf sich selbst aufbauenden Story-Mission, welche ein paar weniger interessante Tiefpunkte birgt. Solche Momente wären wohl besser optionale Nebenaufgaben gewesen, aber so verfolgt Square Enix weiterhin das Ziel, ihr Remake so nah wie möglich am Original zu lassen. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über die Unterschiede zwischen Teil eins und zwei. Außerdem findet ihr dort unsere Wertung samt Fazit.
