Jahresrückblick 2017: Hardware- und Elektronik-Highlights 2017
Special
Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Wir schauen uns daher an, welche Hardwarethemen vor allem im Gamingbereich für Schlagzeilen sorgten: neue CPUs, neue Grafikkarten, aber auch die neue Xbox One X sowie das Trendthema Mixed Reality. Auch zwei negative Trends greifen wir auf, nämlich den Preisanstieg bei Arbeitsspeicher sowie bei Grafikkarten.
Einleitung: Das Jahr 2017
Zum Abschluss des Jahres 2017 werfen wir - wie schon Ende 2016 für das Jahr 2016 - einen Blick zurück auf die vergangenen 12 Monate, und zwar mit einem Schwerpunkt auf PC-Hardware für Spieler. Aber auch auf die Xbox One X und einige allgemeine Trends möchten wir eingehen.
In diesem Artikel
Um die Eckpunkte unseres Specials gleich am Anfang aufzulisten: bei Prozessoren gab es seitens Intel zuerst neue Kaby-Lake-CPUs, im Herbst folgen die Coffee Lake-Prozessoren. AMD konnte wiederum mit den Ryzen-CPUs wieder Fuß im Mainstream-Sektor fassen und durch die Threadripper-Plattform auch für Profis und Enthusiasten eine starke Konkurrenz zu Intels ebenfalls 2017 veröffentlichten Core-X-CPUs aufstellen.
Quelle: Apple
iPhone X: Neuheit 2017 und indirekt durch das ARKit auch für den Gamingbereich interessant.
Ebenso hat AMD auch vier neue für Spieler interessante Grafikkarten im Laufe des Jahres auf den Markt gebracht: die AMD RX 570, RX 580 sowie die RX Vega 56 und RX Vega 64. Nvidia wiederum hatte 2017 zwei - strenggenommen drei - Spieler-Boliden neu ins Sortiment aufgenommen, nämlich die Modelle GTX 1070 Ti, GTX 1080 Ti und Titan Xp. Aber neben den für Gamer interessanten Komponentengruppen CPUs und Grafikkarten gab es ein weiteres Thema, welches auch bei der breiten Öffentlichkeit zu einem Trend 2017 wurde, zumindest was das Interesse angeht: Mixed beziehungsweise Augmented Reality. Hier hat auch Apple seine Finger mit im Spiel, denn mit der Vorstellung der neuen iPhones hat Apple einiges zum Themengebiet Augmented Reality in die Wege geleitet. Ein weiteres Thema unserer Rückschau wird auch die Xbox One X sein, die Anfang November in den Handel kam. Danach werden wir zudem noch auf zwei für Nutzer eher unschöne Preis-Steigerungen eingehen, die zum einen Arbeitsspeicher, zum anderen Grafikkarten betreffen. Im gesamten Text haben wir zudem auch zahlreiche Links zu Specials für euch eingebettet, in denen wir zu den entsprechenden Themen im Laufe des Jahres ausführliche Artikel oder auch Leistungsanalysen verfassten.
Prozessoren: Chronologie 2017
Auf dem Prozessormarkt hat sich 2017 so viel getan, dass wir die Neuheiten in mehrere Abschnitte unterteilen werden und in einer kleinen Einleitung zunächst die Chronologie zusammenfassen wollen: im Januar kamen zunächst die Intel Kaby-Lake-CPUs (Sockel 1151) auf den Markt. AMD sorgt seit April 2017 mit den Ryzen-Prozessoren nach vielen Jahren erstmals wieder für eine echte Intel-Konkurrenz. Der August stand dann wieder im Zeichen von Intel, denn es kamen die ersten Intel-Core-X-Prozessoren für den Enthusiastenmarkt in den Handel. AMDs Profi-CPUs der Threadripper-Plattform folgten im September. Und last but not least: Coffee Lake bescherte Intel im Oktober einen erneuten Erfolgsschub für den Sockel 1151. Wir beginnen nun aber zunächst mit Intels Kaby-Lake-CPUs.
Prozessoren: Intel Kaby-Lake
Der Januar war der Startschuss für einige Neuheiten auf dem CPU-Markt, denn Intel versorgte den erfolgreichen Mainstream-Sockel 1151 mit einer neuen Prozessorfamilie.
Quelle: MSI
Zusammen mit Kaby Lake kam auch der Z270-Chipsatz auf den Markt. Hier ein MSI Z270 Tomahawk
Die Kaby Lake-Modelle, die bei den Core i-Modellen an einer 7000er-Ziffer im Namen zu erkennen sind, haben die Auswahl für den Sockel 1151 damals stark erweitert. Bis Januar 2017 war Skylake die einzige Familie, die für den Sockel 1151 stand. Besonders interessant für Spieler sind bei den Kaby Lake-Prozessoren die Core i5-Modelle 7500 und 7600K, die vier Kerne und vier Threads bieten, sowie die Core i7-CPUs 7700 und 7700K, die ebenfalls vier Kerne besitzen, aber acht Threads verwalten können. In einem großen Special hatten wir damals auch über die neuen Kaby-Lake-CPUs berichtet - auch die neuen Chipsätze kamen dabei nicht zu kurz, denn zusammen mit der neuen CPU-Familie kamen zu den Mainboards der 100er-Chipsatzserie auch neue Modelle mit 200er-Chipsätzen hinzu. Unser Fazit vom Januar 2017 hat auch heute noch Gültigkeit, denn die Core i-Modell der 7000er-Serie sind ein wenig stärker als ihre Geschwister der 6000er-Serie, kosten aber auch ein wenig mehr. Somit haben die Kaby-Lake-CPUs den Sockel 1151 sinnvoll erweitert, ohne aber dabei Sprünge beim Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Auf der nächsten Seite geht es weiter mit der Konkurrenz: AMDs Ryzen-CPUs.
