Jahresrückblick 2017: CPUs Teil 2
Special
Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Wir schauen uns daher an, welche Hardwarethemen vor allem im Gamingbereich für Schlagzeilen sorgten: neue CPUs, neue Grafikkarten, aber auch die neue Xbox One X sowie das Trendthema Mixed Reality. Auch zwei negative Trends greifen wir auf, nämlich den Preisanstieg bei Arbeitsspeicher sowie bei Grafikkarten.
Prozessoren: AMD Ryzen
Mit dem neuen Sockel AM4 hat es AMD nach einigen Jahren Flaute wieder geschafft, im Mainstream-Bereich gute Spiele-CPUs zu bieten. Zwar waren die bis dahin stärksten AMD-CPUs der FX-Reihe (Sockel AM3+ ) für ihren Preis nicht schlecht, konnten aber mit Intels Core i5- und Core i7-CPUs für die 115x-Sockel in den meisten Fällen nicht mehr mithalten.
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Die Ryzen-Reihen 3, 5 und 7 bieten wiederum eine sehr gute Spieleleistung und zudem zum gleichen Preis mehr Threads als die Konkurrenz von Intel. Wie wir auch in unserem Special vom April 2017 bereits feststellten, sind vor allem die Ryzen 5-Modelle für Spieler sehr gut geeignet und bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Quelle: PC Games Hardware
AMD Rzen 5 1400
Unser aktueller Tipp ist der Ryzen 5 1600X, der sechs Kerne besitzt und 12 Threads bearbeiten kann und kaum teurer als ein Intel-Vierkerner ist, der lediglich vier Threads verwalten kann. Auch der Ryzen 5 1600 ist eine gute Wahl, da er zwar im Vergleich zum Ryzen 5 1600X einen geringeren, aber trotzdem ordentlichen Takt sowie eine Ersparnis von 20 bis 30 Euro bietet.
Prozessoren: Enthusiastenzeit
Mit den Core-X-Modellen seitens Intel (Sockel 2066) sowie AMDs Threadripper-Plattform (Sockel TR4) kamen 2017 auch Prozessoren für professionelle Anwender und Enthusiasten neu auf den Markt.
Dabei entpuppten sich - wir hatten hierzu auch ein großes Special veröffentlicht - die relativ günstigen Kaby Lake-X-CPUs tendenziell als Flops, da sie gleichteuren Sockel 1151-CPUs nicht überlegen sind, aber allein schon wegen der höheren Mainboardpreise ein teureres Gesamtpaket darstellen. Die teureren Skylake-X-CPUs wiederum bieten eine starke Leistung, die allerdings für normale private Nutzer und Spieler den Aufpreis nicht wert ist. Letzteres gilt auch für AMDs Threadripper-CPUs, zu denen wir ebenfalls ein Special für euch zusammengestellt hatten.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Z370 Aorus Gaming 5 für Coffee Lake-CPUs
Für professionelle Anwender oder auch Privatleute, die genau wissen, welche Mehrleistung sie in bestimmten Anwendungen zu erwarten haben und die Kosten dafür akzeptieren, haben die AMD-Threadripper-CPUs wiederum das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, obgleich Intels Top-Modelle noch ein wenig mehr Leistung bieten, dafür aber auch mehr kosten und sich an Nutzer richten, die keinerlei Kompromisse eingehen möchten.
Prozessoren: Intel Coffee Lake
Im Oktober brachte Intel die neue Coffee Lake-Familie in die Händlerregale. Aus Preis-Leistungs-Sicht ist dem US-Hersteller hier ein großer Wurf gelungen. Doch einige Kleinigkeiten trüben die Freude. Zum einen sind gerade die stärkeren und preislich attraktiven Modelle nur selten lieferbar oder nur zu überteuerten Preisen zu haben. Zum anderen sind nur Mainboards mit dem neuen Z370-Chipsatz kompatibel zu den neuen Coffee Lake-CPUs, obwohl die CPUs auf technischer Seite den erfolgreichen Sockel 1151 nutzen. Wer also von einem Skylake- oder Kaby Lake-Prozessor auf Coffee Lake umsteigen will, braucht ein neues Mainboard. Umgekehrt laufen auf den neuen Mainboards aber auch keine älteren Sockel 1151-CPUs. Wer also eine neue Sockel 1151-CPU kaufen will, muss so oder so beim Mainboardkauf die Augen offen halten. Was aber die Spieleleistung und das Preis-Leistungs-Verhältnis der CPUs betrifft, hatten wir auch in unserer Leistungsanalyse den Coffee Lake-CPUs ein gutes Zeugnis ausgestellt.
