James Cameron´s Avatar bezieht seine Faszination aus dem Naturvolk der Na´vis und ihrem geheimnisvollen Planeten Pandora, der des Tages kein bisschen ungefährlicher ist als in der UV-beleuchteten Nacht, und der für den Stellvertreterkrieg zwischen den Amerikanern und den Ureinwohnern herhalten muss. Zwar ist die Geschichtsbewältigung offensichtlich, trotzdem geht das Spielkonzept auf. Während den Menschen der Dschungel regelrecht feindlich gegenübersteht, sind die Na´vis ein Teil von ihm, dementsprechend unterschiedlich verhält man sich, je nachdem für welche Seite man sich entschieden hat. Schade nur, dass sich die gestellten Aufgaben schnell zu wiederholen beginnen, meist ist man auf der Suche nach den Kristallen oder bestimmten Personen die es auszuschalten gilt, und ebenfalls schade ist, dass man diese Schlauchstruktur für die Areale wählte, derer wegen man sich recht eingesperrt fühlt. Zu gefallen aber weiß der Dschungel selbst, besonders des Nachts, wenn alles in geheimnisvollem Ultraviolett zu strahlen beginnt, sowie die klaren Aufgabenstellungen, die einem nie im unklaren darüber lassen was als nächstes zu erledigen ist. Ebenfalls schafft es das Spiel einen wenigstens für einen zweiten Durchgang mit dem jeweils anderen Volk zu animieren, wohingegen der Multiplayer-Part aber eher mit seinen einfallslosen Spielvarianten glänzt. Diese funktionieren technisch zwar einwandfrei, halten einen aber nicht lange bei der Stange.James Cameron´s Avatar fiel nicht spektakulär aus, stellt aber trotzdem eine der gelungeneren Spielumsetzungen dar. Zwar flacht die Story zum Ende hin deutlich ab, auch die Inszenierung der Zwischensequenzen lässt mit der Zeit nach, trotzdem haben es die Entwickler geschafft etwas von der Faszination Pandoras ins Spiel hinein zu verfrachten. Genau deswegen können wir den Titel nicht nur den Fans des Films empfehlen, sondern auch all den Spielern die gerne etwas in die Luft jagen und Mal ein anderes Setting erleben möchten, als irgendwelche ausgelutschte Konfliktherde auf der Erde.