Like a Dragon Pirate Yakuza im Hawaii ist ein Volltreffer und versenkt im Test gnadenlos Skull and Bones

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Like a Dragon Pirate Yakuza im Hawaii ist ein Volltreffer und versenkt im Test gnadenlos Skull and Bones
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Die Like-A-Dragon-Reihe wagt sich in ein Piraten-Crossover. Das Arrrgebnis: 1A-Freibeuter-Action mit Yakuza-Charme - unser Test!

Die Faszination von Piraten inspiriert Spieleentwickler seit Jahrzehnten: Der Klassiker Sid Meier's Pirates! etwa gilt als einer der ersten Open-World-Gehversuche. Assassin's Creed 4: Black Flag (2013) genießt bei Fans von Ubisofts Kuttenkillern bis heute Kultstatus. Sowohl der Held Edward Kenway als auch sein Schiff, die Jackdaw, sind vielen noch in guter Erinnerung.

Gleichzeitig war Skull & Bones einer der ganz großen Ubisoft-Flops der jüngeren Vergangenheit, während sich Rares Sea of Thieves als Piratendauerbrenner entpuppte. Und dann ist da natürlich noch Guybrush Threepwood aus den Monkey Island-Spielen, der so gerne ein blutrünstiger Pirat geworden wäre.

Ihr seht: Piraten spielen in der Gaming-Historie eine durchaus gewichtige Rolle. Dass allerdings Ryu Ga Gotokus Ganoven-Serie Like A Dragon beziehungsweise Yakuza einmal die Weltmeere auf der Suche nach Schätzen bereisen würde, hätte vor zehn Jahren wohl kaum jemand erwartet.

In Like A Dragon: Pirate Yakuza (jetzt kaufen 82,03 € ) in Hawaii stecht ihr an Bord der Goromaru in See, kämpft als Ex-Yakuza Goro Majima mit Freibeuter-Adel ... und erfüllt ganz nebenbei die Träume eines kleinen Jungen.


Piraten-Power auf PC Games


Ahnungslos am Strand

Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii beginnt jedoch ganz klassisch, nämlich mit einem Helden, der unter Gedächtnisverlust leidet. Goro Majima wacht an der Küste von Rich Island auf, hat aber keine Ahnung, wer er ist. Doch der einst "verrückte Hund von Shimano" freundet sich schnell mit dem kleinen Noah und seinem Tigerjungen Goro an.

Die Inselbewohner - allen voran Noahs Vater Josh - erkennen die Gangster-Vergangenheit ihres Gastes an seinen Yakuza-Tattoos. Wie sich herausstellt, haben sich Majimas Ex-Kollegen auf dem benachbarten Nele Island niedergelassen. Doch wie soll Majima dorthin gelangen? Ganz einfach: mit einem Piratenschiff und neuen Freunden.

Doch die Suche nach seiner Erinnerung ist nicht sein einziges Ziel: Gemeinsam mit seiner Crew jagt er dem Esperanza-Schatz hinterher und legt sich dabei auch noch mit Piratenkönigin Michele und Piratenkönig Raymond Law (gespielt von AEW-Wrestler Samoa Joe) an. Wie für die Like-A-Dragon-Reihe typisch, strotzt auch dieser Teil nur so vor umfangreichen Dialogsequenzen und Nebenhandlungen.

So ist der kleine Noah zwar im Herzen ein tapferer Abenteurer, aber unheilbar krank. Sein Vater Josh war einst selbst Schatzsucher und auf der Jagd nach den Esperanza-Klunkern. Schließlich sollen diese ewiges Leben schenken. Als Josh jedoch scheiterte, verfiel er dem Alkohol und seine Familie zerbrach. Erst durch Majima findet er wieder zurück in die Spur und auch zurück zu seinen Kindern.

Goro Majima Quelle: Sega So albern die Mischung aus Yakuza, Japan-Kitsch und Piratentum auf den ersten Blick erscheinen mag, so gut passen Story und Charaktere zusammen. Letztlich geht es auch in Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii vor allem um Freundschaft, Familie und Vertrauen - garniert mit einer gehörigen Portion Humor und Absurdität. Ach, hatten wir erwähnt, dass wir Noahs Tiger Goro auch einen Piratenhut aufsetzen können? Super niedlich!

An Bord der Goromaru

Wie Majima zu einem Piratenschiff kommt und wem er auf seinen Reisen begegnet, wird hier natürlich nicht verraten. Kenner der Serie werden etliche Referenzen erkennen und Wiedersehen feiern. Die Goromaru ist die wichtigste Neuerung in Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii und verbindet die von Erkundung und Kämpfen geprägten Landgänge mit der Erkundung der Spielwelt und Seeschlachten.

Erwartet aber bitte keine Open Sea wie etwa in Assassin's Creed 4: Black Flag. Stattdessen serviert das Spiel Kartenhäppchen wie das Gebiet um Honolulu, Hawaii, die Piratenhochburg Madlantis oder den Yakuza-Außenposten Nele Island.

Bildergalerie

Das Abenteuer ist jedoch keine Seefahrtstimulation. Umweltfaktoren wie Wind oder auch Strömungen haben kaum Einfluss auf das Schiff; Gefahren wie Blitze oder Strudel erfordern in erster Linie geschicktes Navigieren, damit die Goromaru keinen Schaden nimmt. Wirklich realitätsnah ist das alles nicht. Stattdessen durchqueren wir die Meere mithilfe von farbig markierten Toren, die der Goromaru einen Boost verleihen.

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