Mass Effect 3 im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Wir finden: Mass Effect 3 ist zwar der schwächste Teil der Serie, bringt die epische Geschichte aber zu einem würdigen Ende.

Shepard kehrt zurück! In Mass Effect 3 übernehmen wir zum letzten Mal die Kontrolle über den charismatischen Commander, der schon in der Vergangenheit schwere Entscheidungen treffen musste, die bis zum Genozid ganzer Planeten führten. Diesmal geht man aufs Ganze: Die Galaxis ist bedroht! Kann Shepard hier helfen? Und vor allem: Kann Shepard auch alle retten? Wir verraten es euch nicht (wegen Spoiler, und so...)! Dafür sagen wir euch aber, wie wir Mass Effect 3 sonst finden.

Mass Effect 3 Quelle: BioWare Mass Effect 3 Schon beim Einlegen der Disc, wird man vor schwierige Entscheidungen gestellt. Installieren oder nicht? Ja, denn Laden dauert lang und man lädt oft. Spielstand importieren? Klar! Denn so übernimmt das Spiel automatisch alle Entscheidungen und das Aussehen Shepards aus den Vorgängern. Das beeinflusst dann, ob bestimmte Charaktere noch leben oder schon gar nicht mehr auftauchen können und ob andere einen mögen oder verabscheuen. Für alle, die keinen Spielstand haben, gibt es hingegen einen Charakterbaukasten. Shepard kann dadurch weiblich, mit rotem Dutt und strengem Blick aussehen, wie meine alte Englisch-Lehrerin, oder auch männlich, braunhaarig und mit Adonis-Körper ausgestattet werden, wie ihn sonst nur der Autor dieses Textes hat. Ein kleiner Fragebogen zur Vergangenheit Shepards klärt alle restlichen Voreinstellungen: Wo kommt der Charakter her, wie kam er zum Militär und wie erging es ihm dort sind die Fragen, die dann mit wenigen Klicks das ausmachen, worin andere Spieler hundert Stunden investiert haben. Wir entschieden uns schon in Teil zwei für einen weiblichen Commander und behalten das in Teil 3 bei - wundert euch also nicht, wenn wir von nun an von einer Sie sprechen.

Eine weitere wichtige Spieloption kann man gleich nach der Charaktererstellung festlegen. Die Wahl des Spielmodus steht an. Derer gibt es drei: Action, Rollenspiel und Story.

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Mass Effect 3 Quelle: Electronic Arts. Mass Effect 3 Action: Wer in Mass Effect schon immer die Actionsequenzen lieber hatte und schoss, statt Dialoge zu führen, der kann diesen Modus wählen. Der Fokus des Spiels wird dann auf Schusswechseln und Missionen gesetzt, die Story nebenbei in Zwischensequenzen erzählt. Man hat dadurch wenig Einfluss darauf, denn die meisten Dialoge, bei denen man sonst selbst die Antworten aussucht, werden vom Spiel automatisch geführt.

Rollenspiel: Der Rollenspiel-Modus ist eine Art Zwischending zwischen Shooter und RPG. Man bekommt normale Kämpfe und Story gleichzeitig geboten, das ist gut ausbalanciert und man verpasst nichts. Dieser Spielmodus ähnelt denen der Vorgänger am meisten.

Mass Effect 3 Quelle: BioWare Mass Effect 3 Story: Oldschool RPG-Fans waren Actionsequenzen und Schießereien schon seit langem ein Dorn im Auge des Mass Effect-Universums, nun sind sie ihn (fast) los. Die Kämpfe sind in diesem Spielmodus nur Nebensache, Missionen "easy going". Die Ballereien werden nicht sehr anspruchsvoll ausfallen, dafür haben geschichtsbewusste Spieler die vollen Eingriffsmöglichkeiten auf den Verlauf der Geschichte. Den bekommen sie aber auch im Modus Rollenspiel, was ihn zu einer Art Casual-Mass-Effect verkommen lässt.

Egal wie man spielt, der Schwierigkeitsgrad bleibt hiervon unberührt und lässt sich noch separat verstellen.

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