Operation Flashpoint: Dragon Rising im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Die Militär-Simulation gibt nicht alles, was in ihr steckt, und überzeugt daher nur teilweise.

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising Der Spielverlauf variiert dabei immer zwischen intensiven Feuergefechten, die aufgrund des extremen Schwierigkeitsgrades auch gerne mal tödlich enden, und ruhigeren Phasen, in denen man sich Taktiken ausdenken kann und seine Männer auf der Karte rumschicken. Dies gelingt selbst auf den Gamepads der Konsolen relativ gut, was am Aufbau des Befehls-Menüs liegt. Auf Knopfdruck lässt sich ein kreisförmiges, kontextsensitives Taktik-Menü hinzuschalten, dass jedoch nicht den Spielfluss stört sondern sich lediglich über das gegebene Bild legt. Befehle, die zum Zeitpunkt unwirksam oder unnötig erscheinen, werden aus Übersichtsgründen ausgegraut, je nach Kontext variiert ansonsten die Form des Befehls: Zeigt man etwa auf ein Haus, bietet das Spiel einem "Stürmung" oder "Angreifen" an, zeigt man hingegen auf ein Auto, lässt sich mit dem gleichen Tastendruck der Befehl zum Einsteigen geben. Kettenbefehle kann man auf der virtuellen Karte geben, auch schwierigere Manöver lassen sich damit planen. Umkreist man beispielsweise alleine eine Feindstellung und lässt die Kollegen dann von vorne für Ablenkung sorgen, kann man ein MG-Nest mit einer einfachen Granate von hinten ausräuchern. Wer es dann noch taktischer will, kann zudem festlegen, in welcher Formation vorgestoßen werden soll, etwa so, dass sich die Partner gegenseitig schützen oder etwa in einer Reihe vorpreschen.

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising In einer Reihe vorpreschen ist aber in den seltensten Fällen ratsam. Wird man nämlich getroffen, errechnet das Spiel, wo genau und wie schwer man getroffen wurde - Kopfschüsse führen dabei (wie wir häufig genug feststellen durften) konsequenterweise relativ schnell zum Tod. Statt einer HP-Anzeige bekommt man jedoch lediglich ein "Bleed-Meter" sowie die Trefferzonen angezeigt und muss dann schnellstmöglich die verletzten Stellen verbinden, um die Blutung zu stoppen. Ein Medipack gibt es hingegen nicht. Tim von Codemasters erklärt es wie folgt: "In Operation Flashpoint: Dragon Rising gibt es keine Magic-Packs [gemeint sind Medikits, die sofort heilen; Anm. d. Red.]. Wirst du getroffen und verlierst zu viel Blut, bist du tot. Kannst du die Blutung stoppen, hast du trotzdem Blut verloren. Das kommt so schnell nicht wieder!" Die Konsequenz eines Treffers ist deshalb häufig, dass man, je nach Trefferzone, eingeschränkt ist. Hat man eine Kugel im Bein, kann man seine Mission zwar fortsetzen, Rennen klappt aber nicht mehr. Wurde man am Arm getroffen, sinkt die Zielgenauigkeit. Im Assisted-Modus, dem untersten Schwierigkeitsgrad, hat der Spieler zwar noch die Chance, verletzte und verstorbene Kameraden an Checkpoints wiederzubeleben oder von Sanitätern komplett geheilt zu werden, in den höheren Schwierigkeitsgraden fällt das aber konsequent weg.

Vom Easy-Mode zu Bockschwer

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising Um auch Neulingen des Militärsimulator-Genres einen "einfachen" Einstieg zu gewähren, kann man Operation Flashpoint, wie zuvor erwähnt, in mehreren Schwierigkeitsgraden spielen, wobei sich diese größtenteils auf Hilfsmittel und Gegner-KI beschränken. Schussverletzungen und Waffenhandling bleiben immer gleich realistisch, ob man nun im Assisted-Modus (der niedrigste Grad) in den Kopf getroffen wird oder im Hardcore-Modus ist vollkommen gleich. Die Konsequenz bleibt die selbe: Tod. Neben Assisted gibt es einen "Normal"-Modus, der zwar auch schon hart ist, aber noch von "Hardcore" getoppt wird, in dem nicht mal gespeichert wird - einmal tot, immer tot. Während man in den niedrigeren Stufen außerdem noch Hilfsmittel wie einen Kompass und Gegnermarkierungen hat, fällt all dies in "Normal" und "Hardcore" weg. Genauso verschwinden dann auch weitere Hilfsanzeigen, das Headup-Display und das komplette UI. Einzig und allein Funksprüche stehen dann noch unten links im Bild zur Verfügung. Informationen über Munitionsdetails und ähnliches müssen entweder dem Inventar entnommen werden oder man zählt beim Schießen einfach mit.

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