Operation Flashpoint: Dragon Rising im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Die Militär-Simulation gibt nicht alles, was in ihr steckt, und überzeugt daher nur teilweise.

Was war da noch mal los?

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising Enttäuschend ist auch die Storyführung innerhalb der Kampagne. Denn was noch interessant mit einem großen Opening-Video erzählt wird - die komplette Flashpoint-Weltgeschichte seit dem zweiten Weltkrieg und somit auch die Timeline des "Skira-Konfliktes" zwischen Russland und China nämlich - wird im Verlauf der Kampagne kaum noch weitergesponnen. Hat der Spieler einmal erfahren, dass die USA den Russen aushelfen, die Chinesen zu vertreiben, war es das mit Story erst einmal, viel mehr als Missionsbeschreibungen liefert Flashpoint nämlich nicht. Schade, hier wäre viel Potential gewesen. Es mangelt dem Spiel einfach an erklärenden Videosequenzen, dem wichtigen Drumherum und Erzählern, denn so, wie sich das Spiel darbietet, wirkt es stark generisch. Aber vielleicht ist es auch genau das, was uns Codemasters sagen will: Wir sind der Soldat und kein Entscheider. Wir tun, was man uns befiehlt, und wir müssen nicht wissen, warum wir das tun sollen. Ob dem Ganzen vielleicht sogar ein tieferer Sinn zugrunde liegt, kann somit jeder Spieler selbst entscheiden.

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising Auch fehlt es OF2 an einer Authentizität abseits des Militärischen. Skira, so scheint es, ist vollkommen verlassen und unbewohnt, weder Mensch noch Tier finden sich auf dem kleinen Eiland. Dass es auf der Insel so gar keine Zivilisten mehr gibt, ist einfach unglaubwürdig. So entfallen beispielsweise auch komplette Missions-Typen, etwa das Halten eines Dorfes oder Beschützen der Bewohner. Nun besteht natürlich die Möglichkeit, dass die Entwickler sich all das für Content-Addons aufheben, traurig für das Hauptprogramm ist es dennoch. Erstaunlich ist übrigens die schiere Anzahl an im Spiel eingebauten Fahrzeugen, die aber kaum Einzug in die Kampagne finden. Wir haben daher eine Galerie zusammengetragen, in der man sieht, welche Boliden man unter anderem verpasst, weil sie wohl erst mit DLC oder dem Map-Editor ins Spiel hinzukommen.

Operation Flashpoint: Dragon Rising Operation Flashpoint: Dragon Rising Erfreulicherweise gelungen ist die Steuerung des Taktik-Shooters, egal ob auf PC oder Konsole. Das ringförmige Befehlsmenü, das kontextsensitiv mögliche Daten anzeigt oder Befehle ausgraut, erleichtert einem das Leben ungemein, schließlich entfallen auf dem PC große Shortcuts, die man beschwerlich auswendig lernen muss. Auch funktioniert das System insofern, als dass Befehle meist korrekt das wiedergeben, was man als Spieler im Kopf hat - was die KI jedoch draus macht, ist wieder eine andere Geschichte. Ansonsten funktioniert das Handling der Charaktere relativ genretypisch. Was für die Konsolenversion spricht, ist die Tatsache, dass Dragon Rising von vornherein kein Baller-Spiel ist und von der Geschwindigkeit her eher gemäßigt abläuft. Eine Maus ist daher, anders als bei vielen anderen Shootern nicht zwingend vorausgesetzt, mit Gamepad und Stick kommt man bestens zurecht. Durch die Xbox-Unterstützung lohnt es daher gegebenenfalls, das Pad auch an den PC anzuschließen, große Nachteile erfährt man dadurch nicht.

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