Die Militär-Simulation gibt nicht alles, was in ihr steckt, und überzeugt daher nur teilweise.
Nach dem kleinen Bugdebakel von Armed Assault II, das trotz einigen Fehler im Gamezone-Test mit 8,9 Punkten überzeugen konnte, zieht nun die nächste knallharte Militärsimulation zu Felde und versetzt geneigte Spieler und Hobbytaktiker ins virtuelle Schlachtfeld. Wie auch der erste Teil schon, seinerzeit das absolute Non Plus Ultra der Kriegssimulationen, spielt auch Dragon Rising auf einer Insel - dem 220qkm großen Eiland Skira. Das Inselchen lockt durch sein reichhaltiges Angebot an Rohstoffen allerlei verfeindete Gruppierungen an, ist aber fest in Händen der Russen. Als schließlich im Jahr 2011 doch eines Tages die Chinesen anmarschieren und es einnehmen wollen, hat Russland dem nur wenig entgegenzusetzen - und kontaktiert den alten Feind USA. Als US-Marine beziehungsweise Mitglied eines Spec-Ops Teams wird der Spieler auf die Insel geschickt, um die Rohstoffe vor den schlitzäugigen Feinden zu beschützen. Wir haben den Invasoren mal kräftig in den Hintern getreten... Naja... Zumindest teilweise.
Krieg um Skira
Operation Flashpoint: Dragon Rising
Operation Flashpoint 2, wie man ganz umgangssprachlich auch dazu sagen könnte, spielt wie bereits erwähnt auf der ca. 220qkm großen Insel Skira. Unterteilt ist das Game zu Beginn in elf Missionen, die es entweder allein oder mit bis zu drei weiteren Mitstreitern im Coop zu bewältigen gilt. Elf Missionen, das klingt zuweilen nach etwas wenig, allerhand Storywendungen und Sekundärziele sorgen aber dafür, dass der Spielspaß nicht zu kurz gerät. Allein zehn Stunden soll es dauern, die Insel einmal komplett zu Fuß zu überqueren - das erklärte uns zumindest Game Designer Tim Browne im Vorfeld... Wir glauben ihm mal, nachgeprüft haben wir es aus hoffentlich nachvollziehbaren Zeitgründen nämlich nicht. Für Missionsnachschub wollen außerdem die Entwickler mit Add-Ons sorgen, die dann einerseits kostenpflichtig aber auch kostenlos, je nach Größe des Content-Updates, zur Verfügung gestellt werden. PC-User können zudem selbst anpacken und sich eigene Missionen ausdenken - dem umfangreichen Mission-Editor, auf den wir später intensiv eingehen werden, sei Dank. Nicht zuletzt kann man aber, wie es aus dem Vorgänger auch schon bekannt ist, Mission einfach auch mal Mission sein lassen und die Insel auf eigene Faust erkunden. Dabei zeigt sich auch schnell das Potential von OF2, denn die Welt ist glaubhaft mit Feinden bemannt und bietet eigentlich an jeder Ecke Spaß und Action, zumindest wenn man darauf aus ist.
Operation Flashpoint: Dragon Rising
Trotz dieses Open-World Feelings führt einen die Kampagne, zumindest wenn man es will, mithilfe zahlreicher Einblendungen und Checkpoints an der Hand. Verlaufen kann man sich kaum, das kommt aber auch auf den Modus an, in dem man zu spielen gedenkt. Drei bietet Flashpoint 2 an: Assisted, Normal und Hardcore. Auf die Unterschiede wollen wir aber erst später eingehen, der Einfachheit halber haben wir die Kampagne auf Assisted, dem niedrigsten der drei Schwierigkeitsgrade durchgespielt. Zu Beginn einer jeden Mission bietet einem das Programm ein oder mehrere primäre sowie eine Vielzahl an sekundären zielen, die es zu erreichen gilt. Je nachdem wie man eine Aufgabe dann anpackt und ob man Sekundärziele erreicht, können im Verlauf des Spiels noch weitere hinzukommen. Wenn man es etwa schafft, bei der Erstürmung eines Dorfes die Panzer vor der gegnerischen Abwehr zu bewahren, stehen einem die schweren Gefährte in der darauf folgenden Verteidigungssequenz zur Verfügung.
