Painkiller im Test: Umfang, Roguelike-Modus, Wertung und Fazit

Test Felix Schütz
Painkiller im Test: Umfang, Roguelike-Modus, Wertung und Fazit
Quelle: 3D Realms

Painkiller ist ein kurzes Vergnügen, doch mit ihrem Roguelike-Modus haben die Entwickler zumindest noch ein Ass im Ärmel. Rettet das am Ende sogar die Wertung?

Man muss es 3D Realms fast schon zugutehalten, dass es keinen nervigen Ingame-Shop gibt, in dem man Ressourcen gegen Echtgeld nachkaufen kann. Heutzutage ist das jedenfalls nicht selbstverständlich!

Wer aber trotzdem zu viel auf dem Konto hat und einfach nicht weiß, wohin mit dem ganzen Zaster, kann sich für 15 Euro einen Season Pass kaufen. Damit erhaltet ihr im Laufe der kommenden Monate ein paar zusätzliche Skins für eure Helden, die aber keine spielerischen Auswirkungen haben.

Doch damit man überhaupt motiviert ist, solange zu spielen, müsste Painkiller schon mächtig viel Inhalte auftischen. Doch leider hapert es genau hier: In der Kampagne stehen gerade mal neun Missionen zur Verfügung, die sich nur auf drei Settings aufteilen. Und weil so ein Level auch meistens nur 30 Minuten in Anspruch nimmt, hat man an einem Wochenende locker alles gesehen.

Der Schredder ist eure einzige Nahkampfwaffe, ihn kennen wir schon aus dem allerersten Painkiller. Quelle: PC Games Der Schredder ist eure einzige Nahkampfwaffe, ihn kennen wir schon aus dem allerersten Painkiller. Eine spannende Auflösung am Ende? Gibt es leider auch nicht. Habt ihr nach etwa fünf Stunden alle Missionen durchgespielt, erwartet euch nur eine kurze Dialogszene, die euch auffordert, ruhig mal einen höheren Schwierigkeitsgrad auszuprobieren. Ist den Entwicklern da selbst die Lust vergangen?

Roguelike-Modus mit Potenzial

Dabei gäbe es eigentlich noch einen weiteren Spielmodus namens "Rebellenengel", der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Der ist im Grunde ein klassischer, wenn auch sehr simpler Roguelike-Modus, in dem man sich anfangs zwischen mehreren vordefinierten Waffen entscheiden muss. Dann ballert man sich durch eine Reihe von Arenen, erhält zwischendurch zufällige Upgrades und versucht, so weit wie möglich zu kommen. Das ist im Kern gar nicht so übel! Und vielleicht hätte man daraus sogar langfristig etwas richtig Cooles zaubern können.

Ein vollwertiges, vollgepacktes Painkiller-Roguelike ist ja wirklich nicht die schlechteste Idee - denn damit hätte das Spiel vielleicht eine spannende Nische finden können, so wie es zuletzt Witchfire gelungen ist.

Fazit

Doch in seiner aktuellen Form landet Painkiller einfach mit Anlauf zwischen den Stühlen. Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was das originale Painkiller ausgezeichnet hat, versucht sich das Spiel an einem austauschbaren Mischmasch aus Doom 2016, Darktide und B-Titeln wie Shadow Warrior 3. Klar, gäbe es die alle nicht, hätte Painkiller vielleicht mehr Aufmerksamkeit verdient. Doch so fällt es schwer, sich die heutige Zielgruppe vorzustellen, die mit Painkiller auf Dauer glücklich werden soll. Für ein 40-Euro-Spiel steckt da einfach nicht genug Inhalt drin, die neun Level sind ruckzuck durchgespielt, es fehlt an Ideen und Abwechslung und die hauchdünne Story fühlt sich so nebensächlich an, dass wir Probleme hatten, sie uns überhaupt noch in Erinnerung zu rufen.

Und trotzdem: Painkiller ist kein Totalausfall! Die Action fetzt ganz ordentlich, die Steuerung sitzt, die Atmosphäre ist gelungen und die Technik flutscht - für ein paar Stunden hirnlosen Ballerspaß geht das gerade noch in Ordnung. Doch dem Namen Painkiller wird das Spiel in dieser Form einfach nicht gerecht, denn die alten Fans holt man damit sicher nicht ab. Und alle anderen finden heutzutage woanders einfach größere, bessere, spaßigere Shooter, die genau wissen, was sie sein wollen - und die im Gegensatz zu Painkiller dann auch wirklich alle Register ziehen.

Meinung

Wertung zu Painkiller (2025) (PC)

Wertung:

5.5 /10

Wertung zu Painkiller (2025) (PS5)

Wertung:

5.5 /10

Wertung zu Painkiller (2025) (XSX)

Wertung:

5.5 /10
Fazit

Solider, belangloser Koop-Shooter, dem es an Ideen, Identität und Abwechslung fehlt. Painkiller-Fans werden enttäuscht sein.

Retro-Tipp: Das originale Painkiller von 2004 ist immer noch erhältlich, ihr bekommt die Black Edition inklusive Add-on sowohl auf Steam als auch auf GOG. Der empfohlene Preis liegt bei knapp 10 Euro.

Painkiller wurde von Ashar Studios entwickelt, die zuletzt das solide Rollenspiel Gamedec entwickelt haben. Painkiller ist zum Preis von 40 Euro für PC, PS5 und Xbox Series S/X erhältlich. Der Season Pass kostet nochmal 15 Euro, alternativ ist auch ein kleineres Kosmetik-Paket für 5 Euro erhältlich. Auf Metacritic ist Painkiller bei vielen Kritikern durchgefallen. Transparenzhinweis: Für diesen Test hat uns der Publisher 3D Realms eine Testversion von Painkiller zur Verfügung gestellt.

  1. Seite 1 Painkiller: Wir testen den Shooter, den niemand spielen will
  2. Seite 2 Painkiller im Test: Erkundung, Waffen, Upgrades und Tarotkarten
  3. Seite 3 Painkiller im Test: Umfang, Roguelike-Modus, Wertung und Fazit
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