Trotz aller Kritik verzaubert dieser Titel, zieht uns in seinen Bann und lässt uns wochenlang nicht mehr los!
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Weg von den idyllischen, von wilden Tieren angefangen mit Riesenratten und Wölfen, über gefährliche Bären und Säbelzahntieger bis hin zu den stolzen Mammuts bewohnten Natur führt der Weg immer wieder in Siedlungen und Städte. Während Oblivion vor allem mit der gewaltigen Größe der Kaiserstadt einschüchterte, sprechen im Himmelsrand zahlreiche kleinere Orte für sich. Sie strahlen nicht nur Frieden und Ruhe aus, sie sind meist auch übersichtlich gestaltet und bieten neben der Taverne für neuesten Tratsch auch kleine Läden und Händler. In der Schmiede wird aber nicht nur gefeilscht und überschüssige Errungenschaften aus dem Inventar geschaffen, damit der Geldsack sich füllt und das nächste eigene Häuschen in erschwingliche Regionen rückt, ihr könnt dort auch eigene Waffen und Rüstungen erstellen. Rohmaterialien erhalten durch eigenen Erzabbau werden bearbeitet und Leder wie Metalle zusammengefügt. Das Handwerk kann jeder lernen, egal ob es sich um einen Schüler der Magie oder Landstreicher handelt, ebenso wie die Kunst der Alchemie. Gesammelte Kräuter und tierische Bestandteile werden auf gut Glück kombiniert. Neben der Erstellung von wichtigen Heiltränken und vielfarbigen Flüssigkeiten, die vorteilhafte Statuseffekte mit sich bringen, wird die Auffassungsgabe geschult. Jede Zutat hat spezielle Eigenschaften und einmal gelernt, werden diese stets angezeigt. Skyrim erstellt zudem automatisch eine Liste aller Möglichkeiten, so dass im weiteren Verlauf schnell und einfach darauf zurückgegriffen werden kann. Selbes gilt für die Kunst, Waffen und Rüstungen zu verzaubern. Einmal erlernte Effekte stehen euch immer zur Verfügung, man benötigt nur einen gefüllten Seelenstein, um das Hab und Gut aufzuwerten.
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Alle Besorgungen getätigt, Questgeber mit den neuesten Informationen versorgt und neue Aufgaben im Gepäck, geht es wieder hinaus in die Wildnis, denn genau hier spielt sich das Leben eines jeden Abenteurers ab. Und es ist einfach herrlich, die idyllischen Landstriche zu durchstreifen, sich von einer Mammutherde beeindrucken zu lassen und etliche Tempel und Waldhütten zu entdecken. Der Weg führt uns in Diebeslager, zu den Brutstätten der beeindruckenden Drachen oder tief in die Berge in unterirdische Höhlen. Auch gewaltige Tempelanlagen und Gruften stehen auf der Tagesordnung, die von Untoten und Skeletten oder gar Vampiren beheimatet wurden. Skyrim trumpft auf, vor allem was die Abwechslung betrifft und lässt jede Entdeckertour zu einem herrlichen Abenteuer werden. Kein Verlies und keine Höhle scheint auch nur annähernd bekannt zu sein und nur ganz selten stellt sich das Gefühl ein, ähnliche Bereiche schon einmal durchwandert zu haben. Es ist geradezu unglaublich, was sich hier abspielt, vor allem wenn man noch an das triste Oblivion denkt, wo jede Höhle wie die andere aussah! Dennoch ist leider auch nicht alles Gold was glänzt! Viele Einwohner haben wohl beständig die Unterstützung eines faulen Architekten gehabt. Der Grundriss einer jeden Taverne ist zumeist gleich und auch so manches Innenleben eines Hauses liefert ein Déjà-vu. Insgesamt haben sich die Entwickler aber wirklich viel Mühe gegeben und eine einzigartige, märchenhafte und dank der Details auch wunderschön anzusehende Welt geschaffen. Ob nur Flora und Fauna, oder das herrliche Rot zur Morgendämmerung, mit Regen, Schnee und einen beständigen Tag/Nacht-Wechsel bekommt man alles geboten, was das Herz begehrt.
Bis zum epischen Kampf
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Doch egal wohin man als Drachengeborener auch wandert, Himmelsrand ist gespickt mit Gefahren und es ist ein leichtes für einen gewaltigen Riesen, euch mit der Keule Kilometerweit dem Schöpfer Talos in Richtung Himmel näher zu bringen. Neben Fallen und ähnlichen Gefahren sind es vor allem die zahlreichen Feinde, die uns unweigerlich zusetzen und bei fehlender Vorsicht den Tod bringen. Das Kampfsystem orientiert sich stark am Vorgänger Oblivion und bietet allen Klassen optimale Bedingungen. Ob nun schleichend am Schergen ungesehen vorbeikommend, oder mit mächtiger Zwergenklinge Köpfe spaltend, wir haben es prinzipiell wieder mit einer schlichten Hau-Drauf Taktik zu tun. Es sei denn man lernt mit dem Bogen umzugehen oder die Kunst der Magie. Vor allem die Zauberer haben wieder sehr viel zu entdecken und können sich nicht nur auf Feuer, Blitz und Eis spezialisieren, auch die Dämonenbeschwörung zeigt sich recht effektiv gegen die zahlreichen Schergen. Neue Sprüche werden durch das Studium von Büchern gelernt, die einerseits in der Welt von Tamriel einfach herumliegen und gelesen werden können, aber auch für das nötige Kleingeld in die eigene Bibliothek wandern.
