Trotz aller Kritik verzaubert dieser Titel, zieht uns in seinen Bann und lässt uns wochenlang nicht mehr los!
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Während das Kleinvieh doch recht schnell erledigt und ausgeraubt ist, schließlich hinterlassen die Gegner wieder reichlich Objekte für den leider sehr häufig zu kleinen Rucksack, kommen vor allem die Auseinandersetzungen mit dem immer wieder auftauchenden Drachen geradezu episch. Der erste landet auf dem Boden der Tatsachen, weil eine ganze Armee ihre Pfeile in den Himmel pfeffert und wir nur nur unseren zusätzlichen Senf dazu geben, doch später ist man auf sich alleine gestellt. Ein taktieren, abwarten auf den nächsten Schachzug ist gefragt und nur wenn das Biest die luftige Höhe tatsächlich auch mal verlässt, können auch mächtige Zweihandwaffen im Nahkampf etwas ausrichten. Der Drache kann aus der Nähe aber doch recht einschüchternd sein, vor allem wenn sein mächtiger Kopf nach uns schnappt oder er uns seinen Atem spüren lässt! Der Kampf ist nicht nur langatmig, sondern auch richtig atemberaubend und episch umgesetzt. Wenn aus der Ferne das Tiefe grollen des Drachen zu vernehmen ist, freut man sich auf die kommende Herausforderung. Natürlich wird es mit der Zeit immer einfacher, wenn nicht sogar zu einfach, und vor allem der Begleiter, welcher für etwas Geld Unterstützung liefert, trägt seinen Teil zur Ablenkung und dem hoffentlich daraus resultierenden Sieg bei.
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Der eigentliche Umgang mit den Waffen ist recht simpel gehalten und wer sich Mühe gibt, kann gar situationsbedingt auf unterschiedliche Argumente zurückgreifen. Es empfiehlt sich immer, heilende Zauber als Alternative zu den Tränken dabei zu haben und auch der Bögen bietet sich immer wieder an, um Feinde aus der Ferne zu attackieren. Ihr könnt den perfekten Allrounder spielen, oder aber Spezialisten ausbilden, die manchmal etwas zu stark werden und sich in Rage durch die Horden metzeln. Um das Balancing wieder auf Vordermann zu bringen, kann aber jederzeit auch der Schwierigkeitsgrad auf die eigene Bedürfnisse angepasst werden. Wer häufig einen Waffenwechsel vollzieht, kommt des weiteren nicht um die Favoritenliste herum. Hat man Waffen und Zauber dort hinein verfrachtet, kann im Kampf das gesonderte Inventar flott aufgerufen werden, wobei zum Glück das Spielgeschehen angehalten wird. Ein Wechsel zwischen zweihändiger Waffe wie Bogen oder einer mächtigen Hellebarde und Zaubern bzw. Einhandwaffen bringt sogar vormals genutzte Kombination zurück. Man muss zum Beispiel nur einen Zauber wählen, welcher in der linken Hand liegt, und die rechte wird automatisch mit der zuletzt dort verwendeten Waffe ausgerüstet. Die Favoriten lernt man recht schnell zu schätzen, doch sollte man beständig diese gesonderte Liste pflegen und nicht mehr verwendete Dinge entfernen. Ansonsten droht auch hier, die Übersicht verloren zu gehen.
Das ist ja zum schreien
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Damit ist nun nicht die neue Fähigkeit gemeint, den Drachenruf zu nutzen, welcher ein wenig wie Zauber zu verstehen ist, aber durchaus nette Effekte und Ideen mit sich bringt. Der Held kann damit zum Beispiel einen unglaublich flotten Sprint hinlegen und damit nicht nur Feinden ausweichen, sondern auch kleinere Rätsel lösen. In einer Tempelanlage galt es zum Beispiel schnell Schalter zu aktivieren und anschließend in relativ kurzer Zeitspanne die flüchtig geöffnete Tore zu passieren. Zum schreien ist aber vor allem die Übersicht im Menü und Inventar, und hier beginnt das fast nahezu fehlerlose Werk seine wohlschmeckend Rollenspiel-Fassade zu verlieren. Das Inventar besteht aus einer schlichten, bei prall gefüllten Rucksäcken unübersichtlichen Liste aller Items. Man hat keinen richtigen Überblick, was der Held schon alles ausgerüstet hat und vor allem welche zusätzlichen Effekte verschiedene Amulette und Ringe im Vergleich haben. Ständig muss man mühselig eigene Vergleiche anstellen und sich die verschiedenen Statuswerte merken. Warum kein Avatar sowie gefüllte bzw. leere Slots anzeigen und beim Wechsel der Ausrüstung alle Attribute direkt gegenüberstellen? Platz auf dem TV wäre vorhanden, wird aber mit sinnlos großen Darstellungen der Objekte verschwendet.
