Trotz aller Kritik verzaubert dieser Titel, zieht uns in seinen Bann und lässt uns wochenlang nicht mehr los!
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Wir haben sicherlich nichts dagegen, wenn Menüs schlicht und einfach gehalten werden, bei Skyrim ging der Schuss aber gewaltig nach hinten los. Vor allem nach einiger Spielzeit wirkt das komplette Menü überfüllt mit ellenlangen Listen, die sich nicht mal nach Rubriken sortieren lassen. Statuseffekte und Änderungen mögen zwar hilfreich im Kampf und Umgang mit den Gegnern sein, aber für richtige Liebhaber fehlt eine passende Übersicht über alle Charakterwerte und physische Statuswerte. Kurzum, Skyrim wurde auf das Minimum reduziert und erinnert ein wenig an ein Einsteiger- bzw. Neudeutsch auch Casual-Rollenspiel! Per Knopfdruck lassen sich die Zauber verwalten, die Ausrüstung und sonstigen Gegenstände durchforsten oder das Fähigkeitsmenü aufrufen. Dortige Talente verfügen über Sternzeichen, die als eine Art Talentbaum fungieren und neben der grundsätzlichen Fähigkeit spezielle passive Effekte hervorrufen. Eure Rüstung steckt zum Beispiel mehr Schaden Weg oder die Angriffe richten mehr aus. Dies kann natürlich in alle Richtungen getrieben werden, so dass Magier, Schwertmeister oder Bogenkünstler herangezüchtet werden. Weitere Dinge wie das Schleichen, Schlösser knacken, die beliebte Alchimie und Schmiedekunst bereichern die meist nicht mehr nur offensiven Talente und sorgen für ein reichhaltiges Pensum an Fähigkeiten.
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Die Charakterentwicklung selber ist dank der Wahl von nur drei Attributen sowie der Vergabe eins Punktes in den zahlreiche Sternzeichen sehr einfach gehalten. Darüber hinaus verschaffen die verschiedenen Klassen nur einen geringen Bonus auf spezielle Talente und. Fähigkeiten. Ob man nun als Nord Himmelsrand erkundet, oder sich den Orks bzw. einem Khajiit anschließt, ist mehr oder weniger fast schon egal. Im Gegensatz zu Oblivion wird der Spieler nicht mehr so stark eingeschränkt und bekommt die Möglichkeit, seine Lieblingskunst zu erlernen und perfektionieren. Ob Magier oder Waffenkundiger, ist dabei völlig egal. Gar ein Allrounder ist recht gut spielbar, der in der einen Hand eine Axt oder eine Keule schwingt und gleichzeitig Dämonen herauf beschwört oder heilend Zauber spricht. Die verschiedenen Talente lassen sich auch wieder durch Nutzung festigen, in ganz Himmelsrand finden sich aber auch Lehrer, die euch in den Künsten gegen eine geringe Bezahlung unterrichten. Trotz der mageren Auswertung ist die Charakterentwicklung letztendlich aber unerklärlicherweise richtig motivierend. Mühsam erarbeitetes Geld wird gerne mal in die nächste Stufe investiert und beständig ist man auf der Jagd nach neuen, besseren Items - der Rollenspiel-Wahn greift letztendlich trotz aller Widrigkeiten schnell über!
