Wir haben über 150 Runden einer Partie in Civ 7 gespielt. In unserer XXL-Vorschau verraten wir euch, wie Entwickler Firaxis im neuen Rundenstrategiespiel beinahe alles auf den Kopf stellt und dennoch seinen Wurzeln treu bleibt.
Wenn es um 4X-Strategiespiele geht, ist die Civilization-Reihe absolut nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass mit Civilization 7 am 11. Februar 2025 für PC, PS5, PS4, Xbox Series, Xbox One, Linux, Mac und sogar Nintendo Switch schon der siebte Teil ansteht. Bereits seit dem ersten Teil zählt die Reihe zur absoluten Spitze des Genres und Teil 6 war mit Abstand der bisher erfolgreichste. Selbst jetzt, acht Jahre nach Release, tummelt sich Civ 6 ständig in den Top 25 der meistgespielten Spiele auf Steam. Und das, obwohl Teil 5 ebenfalls noch in den Top 100 rumlungert.
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- Seite 1 Civilization 7 gespielt: So radikal sind die Änderungen!
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Gerade nach so einem Erfolg, würde man heutzutage davon ausgehen, dass die Entwickler für Civilization 7 (jetzt kaufen 30,67 € / 64,99 € ) im Großen und Ganzen am Erfolgsrezept des Vorgängers festhalten. Hier und da noch mit ein paar neuen Spielmechaniken für frische Impulse sorgen und fertig ist der nächste Hit. Ungefähr mit dieser Erwartungshaltung sind wir zum Anspielevent bei Entwickler Firaxis geflogen. Oh, wie sehr wir uns doch verschätzt hatten! Denn statt auf Nummer Sicher zu gehen, haben die Macher zu unserer Überraschung fast alles umgekrempelt. Sie brechen sogar mit manchen Serientraditionen, die seit dem ersten Teil etabliert waren. Also schnallt euch gut an, es gibt viel zu besprechen!
Spieltiefe in Häppchen
Dreh- und Angelpunkt des Spieldesigns von Civ 7 ist etwas, das die Entwickler "Geschichte in Schichten" nennen kombiniert mit der Philosophie, auf Tiefe statt Komplexität zu setzen. Und das merkt man beim Spielen immer wieder. Grundsätzlich ist das Spiel diesmal so aufgebaut, dass es bei zunehmendem Verlauf immer weitere Gameplay-Schichten draufpackt. Gleichzeitig wurde Civ 7 im Vergleich zu den Vorgängern an einigen Stellen spürbar entschlackt.
Quelle: Firaxis Games / 2k Games
Auf Nachfrage verrät uns Game Director Ed Beach, dass man den Spieleinstieg so geschmeidiger gemacht hat, ohne insgesamt an Spieltiefe einzubüßen. Weil immer mehr Spielsysteme häppchenweise dazu kommen, während man eine Partie spiel. Ein Beispiel wird sofort zu Spielstart klar. Wo wir es bisher gewohnt sind, mit einem Siedler und einer Kriegereinheit loszulegen, bleibt uns diesmal nur der Siedler. Die Entwickler erklären uns: In den ersten Runden soll man sich erstmal damit beschäftigen, wie eine Stadt und deren Produktion funktioniert, bevor man die Karte erkundet.
Bruch mit langen Traditionen
Sofort danach fallen uns zwei der stärksten Änderungen auf, an die wir uns als Civ-Spieler der ersten Stunde noch gewöhnen müssen. Denn weder gibt es in Civ 7 Arbeitereinheiten, noch können wir bestimmen, welche Hexfelder einer Stadt von den Bürgern bearbeitet werden. Stattdessen erwirtschaftet eine Stadt einfach sämtliche Nahrung, Produktion und so weiter, die sie mit ihren Stadtgrenzen in Reichweite hat.
Der Ausbau der Infrastruktur wurde hingegen mit der Expansion von Städten kurzerhand kombiniert. Immer, wenn die Bevölkerung in der Stadt wächst, suchen wir uns ein Feld aus, das sich die Stadt schnappt. Je nachdem, was für eine Art Feld es ist und ob dort spezielle Rohstoffe wie Datteln, Eisen oder Wein sind, entsteht ein dazu passendes ländliches Gebäude. Also eine Mine oder ein Bauernhof.
