PCG Garage: Das Phänomen iRacing - darum kommen die meisten Racer an der Simulation nicht vorbei!
Special
In der vierten Folge der PCG Garage steht die Faszination hinter der Rennsimulation iRacing im Rampenlicht. Redakteur Michi verrät euch, wieso die schwer zugängliche Sim seit Jahren in aller Munde ist.
Mit einer neuen Folge der PCG Garage erkläre ich die Motorsport-Saison 2026 für eröffnet. In Ausgabe vier des Formats stelle ich die wohl berühmteste Rennsimulation überhaupt in den Fokus. Wer mit ganzem Herzen beim Sim-Racing dabei ist, kommt schließlich nicht drumherum, einmal in die faszinierende Welt von iRacing zu schnuppern. Doch wie hat sich iRacing überhaupt zu solch einem Phänomen entwickelt, in dem sogar F1-Piloten wie Max Verstappen und Lando Norris regelmäßig durchstarten?
Ich gehe der Entwicklung von den Anfängen auf den Grund und beleuchte, was die Simulation so speziell macht. Auf den ersten Blick bekomme ich schließlich ein tristes, teures und schwer zugängliches Rennspiel geboten, doch es steckt deutlich mehr dahinter. Für die aktuelle Folge habe ich mir außerdem Verstärkung durch die Streamerin und iRacing-Expertin Steffi alias ShevaLion geholt, die seit Jahren ihre Runden im Rennspiel, das eigentlich nicht Rennspiel genannt werden darf, dreht. Bevor ich iRacing ins Rampenlicht stelle, gibt's wie immer zu Beginn einige News aus der Sim-Racing-Szene.
Kostenloses Update für Assetto Corsa Competizione
Trotz Assetto Corsa EVO und Assetto Corsa Rally vergisst Entwicklerstudio Kunos auch Assetto Corsa Competizione nicht. Seit dem 22. Dezember steht Fans des Titels ein neues Update zur Verfügung. Die aktuelle Version erweckt die Saison 2025 der Fanatec GT World Challenge zum Leben. Insgesamt erhalten die virtuellen Fahrer 95 neue Fahrzeuglackierungen - 86 davon aus der GT World Challenge Europe und neun aus dem amerikanischen Pendant.
In diesem Artikel
- Seite 1 Einstieg, News und die Anfänge von iRacing
- Seite 2 Anmeldung, Abonnement, Physik-Modell
- Seite 3 Fahrzeuge, Strecken, Multiplayer und weitere Titel
- Seite 4 Streamerin ShevaLion über Zugänglichkeit und Fahrphysik
- Seite 5 Streamerin ShevaLion über Abomodelle, Kosten und Tipps
- Seite 6 Streamerin ShevaLion über Lizenzen und die Zukunft von iRacing
- Seite 7 Bildergalerie
Auch die echten Fahrer werden auf den Stand der letzten Saison gebracht. Neue Strecken und Fahrzeuge gibt es aber nicht. Außer dem Kurs in Magny-Cours sind allerdings alle Pisten der Meisterschaft bereits in der Sim enthalten. Das Update ist für Steam-Nutzer kostenlos, Konsoleros müssen auf die Saison des letzten Jahres dagegen noch warten.
Quelle: Kunos Simulazioni
Von der Nürburgring-Nordschleife über Le Mans bis hin zu unbekannten Kursen über die gesamte Welt verstreut bietet iRacing eine breite Palette an Pisten.
Grand Pro Circuit tritt in gewaltige Fußstapfen
Die Grand-Prix-Reihe gilt als der Startschuss von Sim-Racing, wie es heute noch populär ist. Die Ankündigung, dass die Teile eins bis vier unter neuem Namen im Jahr 2026 erneut erscheinen, zeigt, wie beliebt Grand Prix in der Vergangenheit war. Neben der Neuauflage des Klassikers gibt es für Fans der F1-Historie demnächst aber noch mehr Futter. Grand Pro Circuit fängt die 80er-Jahre-Ära der Königsklasse ein und sieht in den ersten bewegten Bildern absolut interessant aus.
Am Titel sitzt die letzten Jahre lediglich ein Entwickler, der sich seinen Traum einer Simulation à la Grand Prix erfüllt. Durch ein realistisches Schadensmodell, mechanische Probleme und Marshalls, die ausgefallene Fahrzeuge von der Strecke schieben, unterscheidet sich Grand Pro Circuit von den restlichen Racing-Sims. Einen Releasetermin gibt es aber bisher nicht.
Quelle: Marcell Baranyai
Grand Pro Circuit erinnert nicht nur optisch an die legendäre Grand-Prix-Reihe. Einen Releasetermin gibt es aber noch nicht.
Januar-Upgrade für NASCAR 25
NASCAR 25 ist mit Problemen in den Release gestartet. Neben Performance-Schwierigkeiten klagen viele Spieler über eine Rüpel-KI und ein schwaches Balancing im Karrieremodus. Einige kleinere Patches haben das Spielerlebnis mittlerweile schon ein wenig verbessert. Mit einem größeren Update im Januar kommen nun auch einige neue Inhalte ins Spiel.
Unter anderem steht mit dem Portland International Raceway ein weiterer Rundkurs zur Verfügung. Größtenteils ist die NASCAR-Serie schließlich auf Ovalen unterwegs, weswegen Portland eine schöne Abwechslung bietet. Der Sonoma Raceway wurde außerdem überarbeitet und wird mit dem Patch in frischem Glanz erstrahlen. Auch auf weitere Verbesserungen dürfen sich die virtuellen Piloten freuen.
Quelle: iRacing
Mit NASCAR 25 kommt auch der Mainstream in die Versuchung, einmal mit der iRacing-Physik Runden zu drehen.
Aus Papyrus wird iRacing
Zunächst einmal fange ich bei der Geschichte rund um iRacing ganz vorn an. Denn die Entwickler waren bei der Gründung des Studios im Jahr 2003 bereits keine Unbekannten mehr. Eventuell sagt euch der Name Papyrus noch etwas.
Seit dem Jahr 1989 brachte das Unternehmen Videospiele auf PC und Konsolen. Größtenteils bedienten die Titel den amerikanischen Rennsportmarkt. Mit IndyCar Racing 1 und 2, Grand Prix Legends sowie etlichen Spielen rund um die NASCAR-Serie machte sich Papyrus jedoch auch hierzulande einen Namen in der Racing-Szene.
Nach dem Aus der Firma gründete Papyrus-Co-Schöpfer David Kaemmer gemeinsam mit John Henry das Unternehmen hinter der erfolgreichen Rennsimulation. Der sportverrückte Henry, dem unter anderem auch das Baseball-Team Boston Red Sox, der FC Liverpool und ein NASCAR-Rennstall gehören, ist als Investor mit seinem Vermögen von über drei Milliarden US-Dollar ein passender Partner.
Quelle: iRacing
Nicht nur im Multiplayer ist Action geboten, sondern auch die KI legt eine ordentliche Pace auf die Strecke.
Von Beginn an war es der Plan, aus iRacing eine möglichst realistische Racing-Sim zu machen. Dafür wurden Strecken mit LIDAR-Technologie gescannt und etliche, erfahrene Papyrus-Mitarbeiter kümmern sich seit dem ersten Tag unter anderem um ein Physik-Modell, das iRacing so nah wie möglich an den echten Motorsport heranbringen soll.
Im August 2008 ging iRacing dann an den Start - zumindest über eine eigene Website konnten sich Rennsport-Fans die Sim kaufen und herunterladen. Eine Steam-Version kam erst im Jahr 2015 dazu. Nicht bei allen kam der Titel damals gut an, schließlich ist eine Hardcore-Simulation nicht für alle geeignet.
Doch gerade Racing-Fans und auch echte Piloten sowie Rennställe setzten auf das Rennspiel. Mehr Realität auf dem Bildschirm geht schließlich nicht. Durch die lasergescannten Kurse spüren sie jede Bodenwelle und können sich perfekt auf ein anstehendes Wochenende vorbereiten. Nicht alle Teams besitzen eben auch einen eigenen Simulator im Werk.
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