PCG Garage: Streamerin ShevaLion über Zugänglichkeit und Fahrphysik in iRacing
Special
Die Streamerin ShevaLion spricht in der PCG Garage über die Zugänglichkeit und die Fahrphysik in der berühmten Rennsimulation iRacing.
Auf dieser Seite
ShevaLion über das Phänomen iRacing
Warum viele trotz all dieser Hürden bei iRacing bleiben und andere Sims links liegen lassen, kann jemand besser erklären als ich: die Streamerin ShevaLion. Schließlich sitzt sie regelmäßig in ihrem virtuellen Cockpit und passt somit perfekt in die aktuelle Folge der PCG Garage. In einem Interview hat sie mir die Faszination hinter der beliebten Rennsimulation haargenau erläutert.
Michi: Wie bist du denn zu iRacing gekommen und wie lange bist du schon dabei?
ShevaLion: Ich fahre iRacing jetzt so richtig seit zwei Jahren. Angemeldet bin ich seit drei Jahren, hatte aber dazwischen erst noch Erfahrungen in anderen Simulationen. Ich bin zu iRacing durch meinen Partner gekommen. Wir haben schon lange ein Sim-Rig zu Hause, weil er bereits sehr viel länger fährt als ich. Die Faszination Motorsport war auch schon lange bei uns. Irgendwann hat es mich doch gepackt, schließlich war ich schon immer ein Gamer, aber irgendwann wollte ich auch mal Simulationsluft schnuppern.
Michi: Warum sollten die Leute trotz der Probleme wie der schweren Zugänglichkeit und der weniger schönen Grafik überhaupt zu iRacing kommen?
ShevaLion: iRacing ist einfach mit eine der ältesten Simulationen auf dem Markt - und das nicht ohne Grund. Ich vergleiche es auch immer ein wenig mit World of Warcraft. Es kamen zwar viele neue andere Simulationen oder Games im Motorsportbereich, aber iRacing hat sich trotz der Engine und der Grafik gehalten. Unter anderem, weil es auch echte Fahrer anlockt und da auch die größten Events in der Sim abgehalten werden.
Quelle: PC Games
In der aktuellen Folge der PCG Garage plaudert Redakteur Michi mit der Streamerin ShevaLion über das Phänomen iRacing.
Wie unterscheidet sich die Fahrphysik von anderen Sims?
Michi: Was ist denn dann das Besondere an iRacing in Sachen Fahrphysik? Die ist ja doch speziell im Vergleich zu anderen Sims.
ShevaLion: Ja, durchaus! Wenn man grundsätzlich über Fahrphysik spricht, öffnet man ein bisschen die Büchse der Pandora. Da scheiden sich auch die Geister, weil Fahrphysik eher etwas mit dem eigenen Empfinden zu tun hat. Jeder erwartet schließlich ein eigenes Verhalten vom Auto. Wenn man es aber natürlich mit der Realität vergleichen will, schaut man sich die Feedbacks oder die Videos von echten Rennfahrern an.
Da gibt es ein paar Namen wie zum Beispiel Daniel Morad, der ein echter Mercedes-Fahrer ist und dann auch den Vergleich zieht, wie sich sein Rennauto im Vergleich zu iRacing verhält. Das Feedback ist überraschend positiv in dem Fall.
Ein wichtiges Thema in Sachen Fahrphysik, was die Simulation extrem gut macht, ist das Lastverhalten des Autos. Beim Bremsen komme ich ins Untersteuern, ich spüre richtig, wie sich das Gewicht vom Auto nach vorn verlagert. Bremsverhalten ist allgemein ein wichtiger Aspekt, weil sich dadurch meine Rundenzeiten positiv entwickeln. Nur so kann ich besser werden und vorn wegfahren.
Das Bremsverhalten ist eines der besten im Simulationsmarkt. Es gibt enorme Unterschiede zu den Konkurrenten. Die Modulation der Bremse beispielsweise, also wie ich mit dem Auto und der Bremse arbeiten kann - das sogenannte Trail Braking, was ein wichtiger Aspekt im Sim-Racing ist. Das alles wird in iRacing am besten umgesetzt.
Quelle: PC Games
Wie erstklassig die Fahrphysik in iRacing funktioniert, erkennt man unter anderem an bestimmten Replay-Kameras.
Michi: Wie unterscheidet sich das denn im Vergleich zu anderen Simulationen? Wir haben schließlich gerade Le Mans Ultimate, um das es einen Hype gibt. Außerdem kam Raceroom wieder zurück ins Rampenlicht und viele andere Simulationen spielen ebenfalls eine Rolle. Wo liegen genau die Unterschiede?
ShevaLion: Ich persönlich bin lange ACC gefahren. Da musstest du zu 100 Prozent auf die Bremse stiefeln, wirklich komplett reintreten, um sie dann wieder zu lösen. In iRacing funktioniert es, nur eine gewisse Bremsstärke zu betätigen und sie im Anschluss langsam wieder zu lösen - also klassisches Trail Braking. Le Mans Ultimate bin ich noch nicht gefahren. Ich habe aber von anderen Streamern gehört, dass in Le Mans Ultimate das Trail Braking nicht möglich ist. Ich muss bereits frühzeitig von der Bremse runter, ansonsten verliere ich mein Auto. Die Umsetzungen variieren dabei eben stark.
- Seite 1 Einstieg, News und die Anfänge von iRacing
- Seite 2 Anmeldung, Abonnement, Physik-Modell
- Seite 3 Fahrzeuge, Strecken, Multiplayer und weitere Titel
- Seite 4 Streamerin ShevaLion über Zugänglichkeit und Fahrphysik
- Seite 5 Streamerin ShevaLion über Abomodelle, Kosten und Tipps
- Seite 6 Streamerin ShevaLion über Lizenzen und die Zukunft von iRacing
