Die große Anno-Historie: Ein neuer Höhepunkt mit Anno 1800

Special Carlo Siebenhüner Viktor Eippert Felix Schütz Matthias Dammes Tobias Meyer
Die große Anno-Historie: Ein neuer Höhepunkt mit Anno 1800
Quelle: Ubisoft

Ubisoft lernt aus den Fehlern der Zukunft und bringt mit Anno 1800 einen neuen Meilenstein für die Serie, der noch lange nachhallen soll.

In diesem Artikel

  1. Seite 1 Anno-Historie: Anno 1602
    1. 1.1 Anno 1602: Erschaffung einer neuen Welt | 31. März 1998 | PC
      1. 1.1.1 Anno 1602: Alles für die Einwohner
      2. 1.1.2 Anno 1602: Logistik und Warensimulation
      3. 1.1.3 Anno 1602: Expansion und Krieg
      4. 1.1.4 Anno 1602: Aus dem Stand ein Mega-Hit
  2. Seite 2 Anno-Historie: Anno 1503
    1. 2.1 Anno 1503: Aufbruch in eine neue Welt | 25. Oktober 2002 | PC
      1. 2.1.1 Anno 1503: Mehr Details, dank 2D
      2. 2.1.2 Anno 1503: Neues Steuersystem bringt Ärger
      3. 2.1.3 Anno 1503: Der verschollene Multiplayer
  3. Seite 3 Anno-Historie: Anno 1701, Anno 1701 (NDS)
    1. 3.1 Anno 1701 | 26. Oktober 2006 | PC
      1. 3.1.1 Anno 1701: Einführung des Rechtsklick-Menüs
      2. 3.1.2 Anno 1701: Neuer Glanz in 3D
    2. 3.2 Anno 1701 | 8. Juni 2007 | Nintendo DS
      1. 3.2.1 Anno 1701 DS: 2D statt 3D
      2. 3.2.2 Anno 1701 DS: Sunflowers in Schwierigkeiten
  4. Seite 4 Anno-Historie: Anno 1404, Anno - Erschaffe eine neue Welt
    1. 4.1 Anno 1404 | 25. Juni 2009 | PC
      1. 4.1.1 Anno 1404: Dreidimensionale Blütezeit
      2. 4.1.2 Anno 1404: Indirektes Militär und Katastrophen
      3. 4.1.3 Anno 1404: Das Add-on: Venedig
      4. 4.1.4 Anno 1404: Einfluss und Vermächtnis
    2. 4.2 Anno - Erschaffe eine neue Welt | 25. Juni 2009 | Nintendo Wii, Nintendo DS
  5. Seite 5 Anno-Historie: Anno 2070, Anno Online
    1. 5.1 Anno 2070 | 17. November 2011 | PC
      1. 5.1.1 Anno 2070: Die Welt nach dem Klimawandel
      2. 5.1.2 Anno 2070: 20.000 Meilen unter dem Meer
      3. 5.1.3 Anno 2070: Add-on "Die Tiefsee"
    2. 5.2 Anno Online | 26. September 2013 | PC
      1. 5.2.1 Anno Online: Warten oder zahlen
  6. Seite 6 Anno-Historie: Anno 2205
    1. 6.1 Anno 2205 | 3. November 2015 | PC
      1. 6.1.1 Anno 2205: Stark vereinfacht: Logistik und Transport
      2. 6.1.2 Anno 2205: Die Arktis - Anno war nie cooler
      3. 6.1.3 Anno 2205: Fly me to the moon
      4. 6.1.4 Anno 2205: Kämpfe - Strategie auf hoher See
      5. 6.1.5 Anno 2205: Börsenchaos und Online-Ärger
  7. Seite 7 Anno-Historie: Anno 1800
    1. 7.1 Anno 1800 | 16. April 2019 | PC, PS5, XSX
      1. 7.1.1 Anno 1800: Arbeiter und Bauern
      2. 7.1.2 Anno 1800: Attraktivität und Tourismus
      3. 7.1.3 Anno 1800: Umfangmonster
      4. 7.1.4 Anno 1800: Neue Plattformen
  8. Seite 8 Anno-Historie: Anno 117: Pax Romana
    1. 8.1 Anno 117: Pax Romana | 13. November 2025 | PC, PS5, XSX
      1. 8.1.1 Anno 117: Stadthalter Roms
      2. 8.1.2 Anno 117: Rosige Zukunft
  9. Seite 9 Bildergalerie

Anno 1800 | 16. April 2019 | PC, PS5, XSX

Nur zwei Jahre nach Anno 2205 kündigten die Entwickler auf der Gamescom 2017 bereits einen Nachfolger an, mit dem es endlich wieder in ein historisches Setting zurückgehen sollte. Mit Anno 1800 widmete sich die Reihe erstmals dem viktorianischen Zeitalter und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert.

Nachdem die beiden Zukunfts-Annos nicht bei allen Fans so guten Anklang gefunden hatten, sollte bei der Entwicklung von Anno 1800 von Anfang an die Community mit einbezogen werden. Dazu wurde mit der Ankündigung des Spiels auch die neue Community-Plattform der Anno Union gegründet.

Auf dieser zentralen Anlaufstelle für alle eingefleischten Anno-Fans gewährte das Team von Blue Byte Einblicke in die Entwicklung und die Entstehung von Features. Die Community hatte die Möglichkeit, Feedback zu geben und damit direkten Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen. Knapp zwei Jahre bestand die Entstehung von Anno 1800 daher aus einem kontinuierlichen Austausch zwischen Entwicklern und Fans, bevor das Spiel im April 2019 erschien.

Blick auf eine voll ausgebaute Stadt in Anno 1800 Quelle: PC Games Kap Trelawney im ersten Season Pass von Anno 1800 bot das größte Siedlungsgebiet der Serie.

Anno 1800: Arbeiter und Bauern

Das Ergebnis war ein Spiel, das sich wieder einigen klassischen Tugenden annähert, aber auch viele spannende Neuerungen mit sich brachte. Die größte Revolution war dabei der Umbau der Arbeitskraft. Diese Ressource, die sich aus den Einwohnern unseres Reichs speist, gab es zwar bereits in Anno 2205, jetzt wurde es aber richtig ausgeklügelt.

Jetzt verkörperten die Einwohner jeder der fünf Bevölkerungsstufen auch verschiedene Gruppen von Arbeitnehmern. Produktionsbetriebe benötigten dann jeweils eine bestimmte Anzahl von Arbeitern, um zu funktionieren. Wollten wir zum Beispiel eine Getreidefarm bauen, benötigten wir 20 freie Bauern. In der Mühle arbeiteten 10 weitere Bauern und in der Bäckerei schließlich 50 Arbeiter, die Einwohner der zweiten Bevölkerungsschicht. Auf diese Weise mussten wir in unserem Reich stets dafür sorgen, dass es Bewohner in allen Schichten in ausreichender Menge gab.

In diesem Zusammenhang wurde eine weitere wichtige Neuerung eingeführt: Die in Betrieben arbeitende Bevölkerung musste jetzt stets ortsansässig sein. Es war also nicht mehr möglich, reine Produktionsinseln zu betreiben, in deren Betrieben die Arbeit wie von Zauberhand verrichtet wurde.

Wollten wir auf einer Nachbarinsel dringend benötigte Ressourcen anbauen, mussten wir dort auch entsprechende Arbeiter ansiedeln. Im fortgeschrittenen Spiel ließ sich dieses logistische Problem mit sogenannten Pendlerkais umgehen, die es unserer Bevölkerung ermöglichten, auf andere Inseln zum Arbeiten zu pendeln.

Eine Anfangsstadt in Anno 1800 mit Bauernhäusern. Quelle: PC Games Das Arbeitskräftesystem wurde nach Bevölkerungsschicht aufgeteilt. Man musste also immer genug Einwohner der jeweiligen Schichten ansiedeln.

Anno 1800: Attraktivität und Tourismus

Neu waren auch Systeme wie Attraktivität der Inseln und Tourismus. Als neue Einnahmequelle konnte man Besucher auf seinen Inseln begrüßen. Wie stark der Zustrom an Gästen ausfiel, hing direkt mit der Attraktivität der eigenen Inseln zusammen. Ein Eiland, das mit schmutzigen Stahlwerken und Waffenschmieden zugebaut war, war für Touristen logischerweise weniger eine Reise wert als eine Insel, auf der ein Museum und ein Tierpark für aufregende Attraktionen sorgte.

Letztere wurden modular mit immer neuen Ausstellungsobjekten ausgebaut. Neue Tiere und Artefakte ließen sich vor allem über Expeditionen erbeuten, auf die wir wagemutige Schiffscrews entsendeten. Auf diese Weise verschafften wir uns auch Zugang zu neuen Regionen der Welt, wo das im Vorgänger bereits etablierte Session-System wieder zum Einsatz kam. Im Hauptspiel konnte man so auch in der Neuen Welt siedeln, um sich erneut in komplexen Produktionsketten und Handelsrouten zu verlieren.

Anno 1800: Umfangmonster

Mit den neuen Features gestaltete sich Anno 1800 schon in seiner Basisversion als komplexeres Spielerlebnis, als man es von der Reihe bis dahin gewohnt war. Das wurde jedoch über die Jahre noch auf ungeahnte Höhen getrieben. Über vier Season-Pässe verteilt wurde das Spiel seit seinem Release mit 13 Inhaltserweiterungen und 19 kosmetischen Paketen erweitert.

Eine weit ausgebaute Stadt der neuen Welt in Anno 1800 Quelle: PC Games Die neue Welt war nur eine von mehreren separaten Sessions, die man in Anno 1800 spielen konnte. Zu den neuen Inhalten gehörten komplett neue Spielregionen wie das Land der Löwen und Kap Trelawney. Weiterhin wurden neue Spielmechaniken wie Wolkenkratzer, die Speicherstadt und neue Bevölkerungsschichten hinzugefügt. Dazu noch viele kleine und mittlere Anpassungen und Neuerungen, die Anno 1800 über die Jahre zu einem wahren Komplexitätsmonster haben wachsen lassen.

Grafisch war und ist Anno 1800 auch weiterhin eine Augenweide. Die Inseln liefen vor Details nur so über, aber auch die Häuser waren unglaublich hübsch und das Leben in den Straßen sprudelte.

Ein sehr cooles Easter-Egg mauserte sich außerdem schnell zum Fan-Liebling. Per Tastenkombination konnte man jetzt nämlich auch in Ego-Sicht durch seine Städte laufen oder von einer Anhöhe aus die Aussicht genießen. Das war hervorragend, und so hält das Feature in verbesserter Form auch im Nachfolger wieder Einzug.

Das Ringmenü der Console Edition von Anno 1800. Quelle: PC Games Zum ersten Mal in der Seriengeschichte kam mit Anno 1800 ein Hauptteil auf die Konsole.

Anno 1800: Neue Plattformen

Im März 2023 schrieb Anno 1800 schließlich den letzten großen Eintrag ins Geschichtsbuch der Reihe. Das Spiel erschien für die Konsolen PS5 und Xbox Series. Damit schaffte es erstmals ein Hauptteil der Serie auf die aktuellen Konsolen. Mit einer gelungenen, an das Gamepad angepassten, Steuerung, kamen nun noch mehr Spieler in den Genuss eines der besten Aufbauspiele auf dem Markt.

Leider mussten die sich jedoch mit dem Basisspiel begnügen. Die vielen DLCs und Erweiterungen wurden für die Console Edition nicht umgesetzt. Das machte einen Umstieg für Kenner der PC-Fassung eher unattraktiv. Der Port war jedoch eine Investition in die Zukunft. So gingen aus der Notwendigkeit der Gamepad-Steuerung neue Ideen wie der automatische Straßenbau um einen Block hervor, die direkt für alle in Anno 117 eingeflossen sind. Das kommende römische Anno wird diesmal auch von Anfang an für Konsolen mitgedacht.

  1. Seite 1 Anno-Historie: Anno 1602
  2. Seite 2 Anno-Historie: Anno 1503
  3. Seite 3 Anno-Historie: Anno 1701, Anno 1701 (NDS)
  4. Seite 4 Anno-Historie: Anno 1404, Anno - Erschaffe eine neue Welt
  5. Seite 5 Anno-Historie: Anno 2070, Anno Online
  6. Seite 6 Anno-Historie: Anno 2205
  7. Seite 7 Anno-Historie: Anno 1800
  8. Seite 8 Anno-Historie: Anno 117: Pax Romana
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