Dressed to impress: Persona 5 und Shigenori Soejima
Special 53,99 €
Dank der überladenen Outfits, haben japanische Charakterdesigns den Ruf abgedreht zu sein. Wir werfen mal einen Blick hinter das Schaufenster.
Die Nadelstreifen-ähnlichen Linien, die den Schnitt akzentuieren, sowie auch die goldenen Knöpfe, lassen die Uniform der Yasogami High School aus Persona 4 beispielsweise super edel wirken. Im Vergleich dazu erscheinen die Uniformen im Nachfolger geradezu punkig. Soejima hofft, dass Persona 5 vermittelt, wie es sich anfühlt in Tokio zu leben. Er meint, es sei durchschnittlicher als auf dem Land. Das könnte ein Grund für den Stilwechsel in den Uniformen sein. Trotz der weniger glänzenden Ausstrahlung ist das Design der Shujin-Uniform von einem Fashionstandpunkt aus super interessant. Uns gefällt besonders, dass die typische Krawatten-Hemd-Kombo durch ein enges, weißes Turtleneck-Shirt ersetzt wurde. Richtig cool ist, wie die zwei übereinanderliegenden schwarzen Pfeile am Hals das Schullogo wieder aufgreifen.
... und Einheit in Vielfalt
Soejima beschreibt, dass er es beim Designen von Charakteren am schwierigsten findet, eine Verbindung zwischen ihnen zu schaffen. Während jeder Charakter bis zu einem gewissen Grad seine eigene Individualität hat, muss die Gruppe auch als Ganzes funktionieren. Die Schuluniform ist ein Mittel, um solch einen gesamtheitlichen Stil zu schaffen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Dressed to impress: Was gutes Charakterdesign ausmachen kann; Final Fantasy, Yoshitaka Amano und Tetsuya Nomura
- Seite 2 Dressed to impress: Cloud Strife und Tetsuya Nomura
- Seite 3 Dressed to impress: Cloud Strife und Tetsuya Nomura, Persona 5 und Shigenori Soejima
- Seite 4 Dressed to impress: Persona 5 und Shigenori Soejima
- Seite 5 Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama und Vanillaware
- Seite 6 Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama, Tsukasa Okino und Vanillaware
- Seite 7 Dressed to impress: Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Quelle: PC Games
Der Protagonist ist wohl der einzige in der Schülergruppe, der sich tatsächlich an die Schuluniform hält. Daraus resultiert, dass seine Phantom-Thief-Version fast wie eine exzentrischere Version der Shujin-Uniform aussieht. Passend dazu werden auch Pose und Haltung selbstbewusster.
Ähnlich wie Nomura lässt sich auch Soejima von Modemagazinen inspirieren. Er achtet dabei aber oft auf die Models selbst und auf die Art, wie sie verschiedene Outfits umsetzen. Neben der grundlegenden Anziehungskraft, inspiriert ihn auch das Bild, welches die Person vermitteln möchte und die Art, wie sie versucht, ihr Ziel zu erreichen.
Dieses Interesse an den verschiedenen Arrangements ein und desselben Models zeigt sich in seinen Charakterdesigns. Betrachten wir die Phantom Thieves als Gruppe, erinnern sie uns in der Art, wie sie verstehen, ihr Outfit selbstbewusst zu präsentieren, auch selbst an Models. Die Charaktere sind wie ein Laufsteg, der die Persona-5-Kollektion präsentiert und das ist vielleicht, was sie auf den ersten Blick gerade so faszinierend macht.
Wir hatten jetzt Streetfashion, Kollektionen und Topmodels, was ist also der nächste logische Schritt? Kleidung, die absolut nichts mit Mode zu tun hat und buchstäblich aus Verzweiflung gestohlen wurde.
Abseits der Trends
Nach dem JRPG-Giganten Square Enix und Tetsuya Nomura, einem der berühmtesten Charakter-Designer sowie Persona 5, einem der weltweit erfolgreichsten JRPGs mit Joker, einem der beliebtesten Protagonisten, widmen wir den letzten Abschnitt dieses Artikels einem wesentlich kleineren und jüngeren Studio.
Vanillaware konnte sich erst im letzten Jahrzehnt wirklich auf dem Gaming-Markt etablieren. Mit dauerhaften finanziellen Problemen und mehreren gescheiterten Partnerschaften hatte das Studio und mehr noch Gründer George Kamitani eine harte Zeit hinter sich gebracht, bis nach mehreren Fehlversuchen eine solide Zusammenarbeit mit Atlus zustande kam.
Trotz der geringen Größe des Studios konnte es sich mit außergewöhnlichen Titeln beweisen. Der aktuellste dieser Titel ist 13 Sentinels: Aegis Rim. Das Spiel ist wunderschön, aber nicht unbedingt stylisch im weit verbreiteten Sinne des Wortes. Alle Protagonisten tragen eine einfache Schuluniform. Die Differenzen liegen hauptsächlich in der Zuordnung zu verschiedenen Schulen und Zeiten sowie der Art wie die Uniform getragen wird.
Auch gibt es minimalistische Accessoires, die Individualität verleihen. Die Farbpalette ist einheitlich und gering gehalten, mit den ein oder anderen bunten Akzenten. Insgesamt nicht wirklich etwas, dass wir groß analysieren können. Nichtsdestotrotz hat das Spiel diesen Artikel inspiriert, und zwar mit der Art und Weise, wie es einen Wechsel des Aussehens für Charakterentwicklung einsetzt.
- Seite 1 Dressed to impress: Was gutes Charakterdesign ausmachen kann; Final Fantasy, Yoshitaka Amano und Tetsuya Nomura
- Seite 2 Dressed to impress: Cloud Strife und Tetsuya Nomura
- Seite 3 Dressed to impress: Cloud Strife und Tetsuya Nomura, Persona 5 und Shigenori Soejima
- Seite 4 Dressed to impress: Persona 5 und Shigenori Soejima
- Seite 5 Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama und Vanillaware
- Seite 6 Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama, Tsukasa Okino und Vanillaware
- Seite 7 Dressed to impress: Fazit
