Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama, Tsukasa Okino und Vanillaware

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Dressed to impress: Takatoshi Hijiyama, Tsukasa Okino und Vanillaware
Quelle: Square Enix

Dank der überladenen Outfits, haben japanische Charakterdesigns den Ruf abgedreht zu sein. Wir werfen mal einen Blick hinter das Schaufenster.

Statt seiner strahlend weißen Uniform, die ihn als bedeutenden Soldaten auszeichnete, trägt er nun eine gestohlene Schuluniform. Dazu ist es noch die falsche Schuluniform. Im Jahr 1944 besuchte er, wie nahezu alle Protagonisten in den verschiedenen Zeitzonen, die Sakura-Oberschule. Seine jetzige Uniform hat er einem Schüler der rivalisierenden Kuri High School abgenommen.
Er sagt zwar, sie sei ihm netterweise geliehen worden, aber irgendwie glauben wir das nicht so ganz.

Sein kurzer, ordentlicher Soldatenschnitt ist zu etwa schulterlangen, etwas durcheinandergeratenen Haaren ausgewachsen. Auch seine Haltung hat sich verändert. Seine Brust ist nicht mehr stolz hervorgestreckt und er steht weniger aufrecht, die Hände in den Hosentaschen. Das führt dazu, dass er nicht mehr ganz so breitschultrig aussieht. Gleichzeitig vermitteln die hochgekrempelten Ärmel eine erhöhte Kampfbereitschaft. Immerhin ist das ja auch der Typ, der eine komplette Schläger-Gang verprügelt, weil sie ihm sein heißgeliebtes Yakisoba-Brot aus der Hand geschlagen haben.

Aufgrund seiner schwierigen Situation ist Hijiyama zu seinem ruppigen Verhalten zurückgekehrt und misst Essen, besonders seinem geliebten Yakisoba-Pan, eine erhöhte Bedeutung bei.<br> &nbsp; Quelle: PC Games Aufgrund seiner schwierigen Situation ist Hijiyama zu seinem ruppigen Verhalten zurückgekehrt und misst Essen, besonders seinem geliebten Yakisoba-Pan, eine erhöhte Bedeutung bei.
 
Der einzige Aspekt seines Aussehens, der sich nicht verändert hat, sind seine ausdrucksstarken Augenbrauen. Sie sind ein Zeichen dafür, dass er viel verloren hat, aber nicht seine Bestimmtheit und seinen starken Willen. Er wartet darauf, zurückzukehren und die Geschichte zu verändern, aber davor muss er Kiriko finden, herausfinden, was es mit ihrer wahren Identität auf sich hat und sie davon zu überzeugen, mit ihm zu kommen.

Charakterportät: Takatoshi Hijiyama und Tsukasa Okino

Später sehen wir in einem Rückblick, dass Hijiyama bald nach seiner Ankunft kurz vor dem Verhungern stand, aber sich dazu entschied, lieber zu sterben, als im Müll nach Lebensmitteln zu suchen. In der folgenden Zeit ändert sich nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Überzeugtheit von sich selbst. Besonders als er erkennt, dass seine formulierten Pläne nicht so in Erfüllung gehen werden, wie er sich das vorgestellt hat.

Anstelle von Kiriko Douji begegnet er nach seinem halben Jahr am Fluss Tsukasa Okino, der sich 1944 als diese ausgegeben hatte. Okino und Hijiyama sind eines der Charakterpaare in 13 Sentinels, die als gegenteilig designt wurden. Im Gegensatz zu Hijiyama ist Okino schmal, klein und hat weichere Züge. Diese versteht er allerdings perfekt zu seinem Vorteil zu nutzen.

Damit verdreht 13 Sentinels das veraltete Bild der Überlegenheit durch physische Stärke. Okino trägt natürlich die richtige Schuluniform, aber zusätzlich setzt er sein zierliches Aussehen als Tarnung und zur Manipulation von anderen ein. Demzufolge hat Charakterdesign in Hijiyamas Handlungsstrang nicht nur die Funktion, einen Lebenswandel zu symbolisieren. Es wirkt ebenso als Kontrast zwischen zwei Charakteren und damit als beziehungsbildendes sowie humoristisches Mittel.

Takatoshi Hijiyama und Tsuakasa Okino gehören zu den Charakterpaaren, die als gegensätzlich designt wurden. Angelehnt ist ihr Handlungsstrang an zwei Mangas aus den frühen 80er-Jahren, nämlich Tottemo Hijikata-kun und Stop!! Hibari-kun.<br> &nbsp; Quelle: PC Games Takatoshi Hijiyama und Tsuakasa Okino gehören zu den Charakterpaaren, die als gegensätzlich designt wurden. Angelehnt ist ihr Handlungsstrang an zwei Mangas aus den frühen 80er-Jahren, nämlich Tottemo Hijikata-kun und Stop!! Hibari-kun.
 
Angelehnt ist das Duo an den Manga Tottemo Hijikata-kun. Die Hauptcharaktere der Slapstick-Komödie repräsentieren Hijiyma und Okino. Sogar die Namen ähneln sich ein wenig. Toshizo Hijikata ist ein guter Kämpfer, der aber seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und Soji Okita ist hübsch und beliebt bei Mädchen. Inspiriert durch die Beziehun,g wollte er eine Freundschaft schreiben, die einer Beziehung sehr nahekommt.

Hirai steuerte die Idee des Crossdressings bei. Kamitani gab ihr die Anweisung, einige Charaktere mit deutlich individuellen Eigenschaften zu kreieren, und das war die erste Idee, die ihr in den Kopf kam. Da Okino sich in 1945 versteckte, wurde das Crossdressing spontan als seine Verkleidung beschlossen. In der vorab veröffentlichten Demo war der Charakter dann unerwartet populär.

Kamitani hatte Sorge, dem nicht gerecht werden zu können. Ihm fiel dann aber der Manga "Stop!! Hibari-kun", der eine ähnliche Thematik behandelt, ein. Er orientierte sich beim Schreiben der Dialoge an den Gefühlen, die er beim Lesen des Mangas hatte.

Allerdings rechnete er nicht damit, dass die Geschichte so gut bei Spielern sowie auch Spielerinnen ankommen würde. Zusammen mit der Arbeit Takayuki Ishiis, der laut den Entwicklern so perfekt passte, dass er quasi Hijiyama selbst war und Feedback zu dem zuvor veröffentlichen Prolog nahm der Charakter Form an, als eine Figur, die von allem gemeinsam mitgestaltet wurde.

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